China will Subventionen für Elektro-Autos kürzen

China will die Subventionen für E-Mobilität weiter zurückschrauben.

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Die chinesische Regierung erwägt, die Subventionen für Elektro-Autos weiter zu reduzieren. Wie Bloomberg berichtet, soll der durchschnittliche Kaufanreiz pro Fahrzeug von 2019 an um mehr als ein Drittel gegenüber den jetzigen Niveau gesenkt werden. Weiterhin sollen E-Autos eine Reichweite von mindestens 200 Kilometer besitzen, um subventioniert werden zu können (gegenwärtig sind es 150 Kilometer).

Bereits im Februar waren erste Subventions-Änderungen in Kraft getreten, und zwar für Fahrzeuge mit einer Reichweite von unter 300 Kilometern. Gleichzeitig waren die Subventionen für E-Autos mit einer Reichweite ab 400 Kilometern auf 6.500 Euros erhöht worden.

Peking hat sich zum Ziel gesetzt, die E-Mobilität in China massiv zu erhöhen und das Reich der Mitte zum Vorreiter bei der Zukunftstechnologie zu machen. Ein erster Zwischenerfolg wurde erreicht, als China 2015 die USA als größten Elektroauto-Markt der Welt ablöste. Der nächste Schritt soll das Erreichen der 5-Millionen-Marke sein: So viele E-Autos sollen im Jahr 2020 auf Chinas Straßen fahren. Aber offenbar hat es in letzter Zeit Rückschläge gegeben: Die chinesischen Elektroauto-Bauer zeigten sowohl bei der Entwicklung als auch bei der Produktion überraschend viele Schwächen, der Absatz geriet ins Stocken. Offenbar haben sie sich angesichts der hohen Subventionen zu wenig darum gekümmert, Autos zu produzieren, die marktfähig sind. Deshalb komme Peking jetzt zunehmend davon ab, „Zuckerbrot“ zu verteilen, so Markt-Analyst Ali Izadi-Najafabadi. Stattdessen wolle die Regierung die Unternehmen dazu bringen, Fahrzeuge zu produzieren, die für Käufer auch tatsächlich ansprechend und attraktiv seien.

Das sei auch bereits geschehen, so Steve Man, Marktbeobachter für Bloomberg: „Es hat in letzter Zeit einen ordentlichen Anstieg bei den Innovationen gegeben.“ Die neue Linie der Regierung habe tatsächlich einen sehr starken Einfluss, sagt Li Yixiu, Verkaufs-Chef von „Peking Elektro Fahrzeuge“, Chinas größtem reinem E-Auto-Bauer. Die Hersteller seien gezwungen, konkurrenzfähige Fahrzeuge und Services anzubieten: „Den Preis der Fahrzeuge zu erhöhen, um damit die entgangenen Subventionen zu kompensieren, wird nicht möglich sein.“

Weitere Meldungen im Tech-Report der DWN.