Deutsche Bank darf künftig Anleihe-Emissionen in China begleiten

Die Deutsche Bank gehört fortan zu einem Syndikat ausländischer Banken, welche Anleihe-Emissionen chinesischer Firmen betreuen dürfen.

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Frankfurt am Main: Die Sonne erzeugt in den Fenstern der Zentrale der Deutschen Bank eine Reflektion. (Foto: dpa)

Frankfurt am Main: Die Sonne erzeugt in den Fenstern der Zentrale der Deutschen Bank eine Reflektion. (Foto: dpa)

Die Deutsche Bank darf künftig Anleihe-Emissionen von Unternehmen in China begleiten. Als eines von wenigen ausländischen Instituten erhielt Deutschlands größte Bank eine entsprechende Lizenz, wie die Deutsche Bank am Donnerstag mitteilte. Die amtliche chinesische Nachrichtenagentur Xinhua hatte bereits am Dienstag berichtet, Chinas Ministerpräsident Li Keqiang habe Bundeskanzlerin Angela Merkel bei den deutsch-chinesischen Regierungskonsultationen in Berlin die Anleihe-Lizenz für die Deutsche Bank zugesagt.

China ist nach den USA und Japan der drittgrößte Anleihenmarkt der Welt und wächst schnell. Im ersten Halbjahr 2018 wurden nach Angaben des Datenanbieters Wind Anleihen im Volumen von umgerechnet 525 Milliarden Euro neu begeben. Die chinesische Zentralbank PBoC hat im vergangenen Jahr ihre Regeln für grenzüberschreitende Finanzierungen gelockert. Dadurch gewinnen Anleihen in der Landeswährung Renminbi (Panda-Bonds) auch für internationale Konzerne an Bedeutung, die so ihre chinesischen Tochtergesellschaften finanzieren können.

Nach Erhalt der Lizenz kann die Deutsche Bank in China in der gleichen Liga wie die Konkurrenten JP Morgan, BNP Paribas und Citi spielen, die bereits als Teil eines Syndikats Anleihe-Emissionen im Reich der Mitte begleiten dürfen. Auch die Großbanken HSBC und Standard Chartered gehören zu dem Syndikat.

Vor dem Hintergrund des Handelskrieges mit der US-Regierung hatten führende Vertreter der EU und die chinesische Regierung vor Kurzem beschlossen, ihre wirtschaftliche Zusammenarbeit zu intensivieren.