US-Regierung will deutlich mehr Schulden aufnehmen als geplant

Die Renditen von US-Staatsanleihen sind gestiegen, nachdem das Finanzministerium ankündigte, deutlich mehr Schulden aufnehmen zu wollen.

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US-Staatsanleihen: Eine US-Staatsanleihe und ein Dollar-Schein. (Foto: blog.aarp.org)

Eine US-Staatsanleihe und ein Dollar-Schein. (Foto: blog.aarp.org)

US-Staatsanleihen sind am Mittwoch mit Kursverlusten in den Handel gestartet. Die Rendite für Anleihen mit einer Laufzeit von 10 Jahren überstieg dabei die Marke von 3 Prozent.

Ein wichtiger Impuls für den Anstieg kam vom amerikanischen Finanzministerium. Es gab seinen Emissionsplan für das dritte Quartal bekannt. Der Plan sieht eine deutlich höhere Schuldenaufnahme vor.

Im laufenden Quartal würden demnach 59 Milliarden Dollar mehr benötigt, als bisher geplant. Im laufenden Monat sollen anstatt der geplanten 73 Milliarden Dollar 78 Milliarden Dollar aufgenommen werden. In der zweiten Jahreshälfte sollen mit fast 770 Milliarden Dollar so viel Neuschulden wie seit der Finanzkrise nicht mehr aufgenommen werden.

Dies spricht zum einen für ein höheres Angebot an Staatsanleihen, was für sich genommen kursbelastend wirkt. Zum anderen dürfte sich die US-Notenbank angesichts der höheren Schuldenaufnahme in ihrem Kurs bestätigt sehen, die Leitzinsen weiter anzuheben. Sie gibt am Abend neue Entscheidungen bekannt. Es wird allerdings erst für September mit einem weiteren Zinsschritt nach oben gerechnet.

Zweijährige Anleihen rentierten mit 2,68 Prozent. Fünfjährige Anleihen rentierten mit 2,87 Prozent. Longbonds mit einer Laufzeit von dreißig Jahren rentierten mit 3,13 Prozent.