Trump ordnet FBI-Untersuchung im Fall Kavanaugh an

Der Justizausschuss des US-Senats hat sich für Bratt Kavanaugh als neuen Richter am Supreme Court ausgesprochen. Dennoch wird das FBI noch einmal ermitteln, wie es sich mit den Missbrauchsvorwürfen verhält.

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27.09.2018, USA, Washington: Brett Kavanaugh kommt mit seiner Frau Ashley Estes Kavanaugh zum Justizausschuss des US-Senats. (Foto: dpa)

27.09.2018, USA, Washington: Brett Kavanaugh kommt mit seiner Frau Ashley Estes Kavanaugh zum Justizausschuss des US-Senats. (Foto: dpa)

Der US-Senatsausschuss hat mit 11:10 Stimmen für Brett Kavanaugh als neuen Richter am Supreme Court gestimmt.

Alle Republikaner stimmten für den Kandidaten von US-Präsident Donald Trump, alle Demokraten gegen ihn.

US-Präsident Donald Trump ordnete kurz nach der Abstimmung eine Untersuchung durch die Bundespolizei FBI an. Das FBI solle zusätzliche Ermittlungen aufnehmen, teilte Trump am Freitag mit. Die Prüfung solle begrenzt im Umfang sein und müsse in weniger als einer Woche erledigt sein.

Kurz vor der Abstimmung hatte Arizona-Senator Jeff Flake den Wunsch geäußert, dass der Senat vor der endgültigen Abstimmung eine nicht länger als einwöchige FBI-Untersuchung veranlassen möge, um die Vorwürfe von Dr. Christine Blasey Ford gegen Kavanaugh untersuchen zu lassen. Ford hatte Kavanaugh beschuldigt, sie vor 35 Jahren sexuell angegriffen zu haben.

Zuvor hatte der demokratische Senator Cory Booker in einem emotionalen Statement erklärt, dass die Entscheidung über Kavanaugh gesellschaftlich problematisch sei, weil der Ausschuss damit auch eine Aussage treffe, wie er sich in Fällen von sexueller Gewalt positioniere.