Satabank in Malta muss alle Kunden-Daten an Behörden übergeben

Die Satabank in Malta gerät in den Sog des internationalen Geldwäsche-Skandals.

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Kreditkarten den Satabank. (Foto: Satabank)

Kreditkarten den Satabank. (Foto: Satabank)

Die maltesische Satabank ist von der maltesischen Finanzaufsichtsbehörde (MFSA) angewiesen worden, keine weiteren Einlagen auf die Konten ihrer derzeitigen Kunden zu nehmen oder Überweisungen vorzunehmen. Die maltesische Regierung gab am Montag bekannt, dass eine gemeinsame Inspektion und Prüfung durch die MFSA und die FIAU Mängel in den Anti-Geldwäsche-Verfahren der Bank festgestellt habe. Das berichtet die Times of Malta.

Die Bank wurde außerdem angewiesen, keine neuen Kunden zu akzeptieren, die Abhebungen oder Abtretungen von ihren Konten betreffen oder verarbeiten und jegliche Übertragungen, Verkäufe, Platzierungen oder andere Bewegungen der Vermögenswerte ihrer Kunden vornehmen.

Die Bank wurde auch angewiesen, alle Aufzeichnungen, Daten und Dokumente in Bezug auf ihr Geschäft und ihre Kunden zu speichern und aufzubewahren, einschließlich derjenigen in seinen IT-Systemen und -Netzwerken, ob in Malta oder in einer anderen Jurisdiktion, sowie jede andere Dokumentation, die sich auf ihre Geschäfte in irgendeiner Weise beziehen.

Die Bank wurde aufgefordert, sicherzustellen, dass alle diese Aufzeichnungen, Daten und Dokumente sicher aufbewahrt und nicht verändert, zerstört, gelöscht, verborgen oder in irgendeiner Weise entsorgt wurden und dass diese jederzeit der Behörde oder einer von ihr benannten Person zugänglich gemacht werden können, um Gesetzesverstöße überprüfen zu können.

Die MFSA hat Ernst&Young beauftragt, das Vermögen der Bank zu verwalten, um die Interessen der Einleger zu wahren und die Kontrolle über das Geschäft der Bank zu übernehmen.

In einer Stellungnahme erklärte die Zentralbank, dass sie nach der Entscheidung der MFSA, die Ernennung der zuständigen Person für die Übernahme der Vermögenswerte und die Kontrolle der Geschäfte dieser Bank zu beauftragen, beschlossen hat, die Beteiligung von Satabank plc an TARGET2-Malta mit sofortiger Wirkung auszusetzen. Die Zentralbank sagte, dass die Satabank plc eine kleine internationale Bank ist und diese Maßnahmen nur minimale Auswirkungen auf die Binnenwirtschaft haben werden.