US-Notenbank lässt Leitzins unverändert

Die Federal Reserve legt beim Leitzins etwas überraschend eine Zins-Pause ein.

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Jerome Powell, Präsident der US-Notenbank Federal Reserve. (Foto: dpa)

Jerome Powell, Präsident der US-Notenbank Federal Reserve. (Foto: dpa)

Die US-Notenbank Fed hat nach mehreren Zinserhöhungen in diesem Jahr eine Zinspause eingelegt. Der Schlüsselsatz zur Versorgung der Geschäftsbanken mit Geld bleibt in der Spanne von 2,0 bis 2,25 Prozent, wie die Währungshüter um Fed-Chef Jerome Powell am Donnerstag mitteilten. Sie konstatierten zudem, das Wachstumstempo der Wirtschaft sei „stark“ und ließen damit die Tür für weitere Erhöhungen offen. Die Währungshüter hatten den Leitzins zuletzt im September angehoben. Es war bereits die dritte Erhöhung in diesem Jahr. Angesichts des anhaltenden Booms mit Vollbeschäftigung am Arbeitsmarkt erwarten Experten, dass die Fed im Dezember nachlegen und nächstes Jahr noch drei weitere Schritte nach oben folgen lassen wird.

Mit einer Straffung der Geldpolitik kann die Fed einer Überhitzung der Konjunktur vorbeugen, die von US-Präsident Donald Trumps radikaler Steuerreform zusätzlichen Schub erhält. Der US-Präsident, dessen Republikaner bei den Kongresswahlen am Dienstag die Mehrheit im Repräsentantenhaus einbüßten, hat die Notenbank wegen der Zinserhöhungen kritisiert und für verrückt erklärt. Er fürchtet, dass die höheren Zinsen dem Aufschwung schaden.

Der Dollar gewann unmittelbar nach Bekanntgabe der Entscheidung an Stärke, Gold und Aktien tendierten seitwärts.