IWF: Staaten sind auf nächste Krise nicht vorbereitet

Der Internationale Währungsfonds warnt vor einer bevorstehenden Krise und sieht die Staaten nicht ausreichend vorbereitet.

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IWF-Chefin Christine Lagarde. (Foto: dpa)

IWF-Chefin Christine Lagarde. (Foto: dpa)

Regierungen und Notenbanken sind laut dem Internationalen Währungsfonds für eine Krise womöglich nicht ausreichend gewappnet. IWF-Vizechef David Lipton warnte am Dienstag auf einer Bankenkonferenz in London, es zögen Sturmwolken über der Weltwirtschaft auf. Das größte Risiko sei der Handelskonflikt zwischen den USA und China. Der zwischen beiden Seiten vereinbarte Burgfriede müsse dauerhaft gemacht werden, ansonsten könne die Weltwirtschaft in einen Abschwung geraten.

Der Fonds habe während der konjunkturellen Schönwetterperiode immer wieder gemahnt, das Dach wetterfest zu machen: „Doch ich fürchte: Die Arbeit an der Krisenprävention ist unvollständig.“

Auch die Währungshüter könnten neuen Belastungen ausgesetzt werden. Letztlich sei es möglich, dass sie wieder unorthodoxe Maßnahmen als Antwort auf neue Herausforderungen entwickeln müssten: „Doch weil deren Wirksamkeit unsicher ist, sollten wir über die Möglichkeiten der Geldpolitik beunruhigt sein“, so Lipton.

Während die US-Notenbank auf ihre vierte Zinserhöhung in diesem Jahr zusteuert, will die EZB einen Schritt weg von der Krisenpolitik unternehmen und ihre bislang rund 2,6 Billionen Euro schweren Anleihenkäufe zum Jahresende auslaufen lassen, die Erträge aus den Käufen allerdings weiterhin reinvestieren.