Prognosen revidiert

EU: Wachstum verliert 2019 beträchtlich an Kraft

Die EU-Kommission korrigiert ihre Prognosen zum Wirtschaftswachstum im laufenden Jahr deutlich nach unten.

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Handelsstreit, konjunkturelle Abkühlung in der Weltwirtschaft und die mit dem Brexit verbundene Unsicherheit: Die Wirtschaft in der Euro-Zone und auch in Deutschland wird laut EU-Prognosen im laufenden Jahr deutlich langsamer wachsen. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) in der Währungsunion dürfte 2019 nur noch um 1,3 Prozent statt der bislang erwarteten 1,9 Prozent zulegen, hieß es in den am Donnerstag veröffentlichten Winter-Projektionen der EU-Kommission.

Für 2020 werde dann 1,6 Prozent statt der bislang angepeilten 1,7 Prozent erwartet. EU-Kommissionsvize Valdis Dombrovskis sagte, alle europäischen Mitgliedsländer würden wachsen, wenn auch mit moderateren Steigerungen als in vorigen Jahren.

Für Deutschland sagt die Brüsseler Behörde für 2019 und 2020 ein Wachstum von 1,1 Prozent voraus. Im Herbst war sie noch von 1,8 ausgegangen. Da der Welthandel dieses und nächstes Jahr abkühlen dürfte, werde das exportorientierte Deutschland nicht mehr die Dynamik der Vorjahre erreichen. Investitionen in Immobilien und der private Verbrauch dürften aber stützen.