Immobilien: München steigt in die europäische Spitzenklasse auf

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13.04.2019 09:15
München wird in den kommenden Jahren europaweit der zweitgrößte Investitionsstandort bei Immobilien werden. Auf dem ersten Platz wird Mailand liegen, sagen italienische Analysten.
Immobilien: München steigt in die europäische Spitzenklasse auf

Einer Studie des italienischen Instituts für Immobilien-Recherchen, Scenari Immobiliari, zufolge wird die italienische Stadt Mailand von 2019 bis 2029 die europaweit höchsten Investitionen im Immobilienbereich anziehen. Dabei soll es sich laut einer Prognose um 13,1 Milliarden Euro handeln. Auf Platz 2 der größten Immobilieninvestitions-Standorte befindet sich München mit einer erwarteten Investitionssumme in Höhe von 10,9 Milliarden Euro. Nach München folgen Monaco mit 10,8 Milliarden Euro, Amsterdam mit 10,2 Milliarden Euro, Stockholm mit 9,5 Milliarden Euro, Dublin mit 9,1 Milliarden Euro und Madrid mit 8,7 Milliarden Euro, meldet die italienische Nachrichtenagentur ANSA.

Die Münchner Abendzeitung berichtet, dass die Kaufpreise in München zwischen 2008 und 2018 um 141 Prozent gestiegen sind - auf 7.070 Euro pro Quadratmeter. Das ist deutschlandweit die größte Steigerung.

Investoren-Nachfrage erhöht Mietpreise

Der rasante Anstieg der Immobilienpreise und Mieten in Deutschland könnte sich laut einer Studie der Deutschen Bank noch Jahre fortsetzen. Der Aufschwung am Wohnungsmarkt werde 2019 andauern und könnte "bis 2022 oder darüber hinaus" reichen, so die Deutsche Bank. Demnach sprechen der boomende Arbeitsmarkt, eine weiter hohe Zuwanderung, zu wenig Neubau und niedrige Zinsen dafür, dass der bereits seit zehn Jahren andauernde Zyklus weiter gehe. "Das Risiko einer Preisblase am deutschen Wohnungsmarkt steigt damit klar", heißt es in dem Bericht.

So dürfte die Arbeitslosigkeit 2019 fallen, während die Löhne stiegen, schreiben die Autoren. Zudem übertreffe die Nachfrage nach Wohnraum weiter deutlich das Angebot. Zwar habe der Neubau angezogen und 2018 dürften 300 000 Wohnungen fertiggestellt worden sein, doch insgesamt fehlten rund eine Million Einheiten. In diesem und im nächsten Jahr dürfte der Neubau aufholen, aber erst 2022 könnte das jährliche Angebot die Nachfrage von 350 000 Wohnungen übertreffen.

Indes dürften die Immobilienpreise wegen der schwächeren Konjunktur und etwas höherer Zinsen für Wohnungskredite künftig langsamer zulegen, so die Autoren. Einige Städte und Regionen schienen schon überbewertet. Vor allem in Metropolen erwarten sie keine Atempause: In München und Stuttgart bleibe es beim Wohnungsmangel, Leipzig boome, und in Berlin spreche die gute Lage am Arbeitsmarkt für einen "Superzyklus". Hingegen ebbe das Preiswachstum in Hamburg ab. Die Autoren sehen ferner ein Nord-Süd-Gefälle: Im teuren Süden dürften Mieten und Preise schneller steigen als im günstigeren Norden.

Die Ökonomen der Deutschen Bank sind nicht die ersten, die vor hohen Immobilienpreisen warnen. So hat die Bundesbank wiederholt erklärt, es gebe in hiesigen Städten Preisübertreibungen von bis zu 30 Prozent. Der Immobilienboom erfasse zunehmend auch ländliche Regionen


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