Forderung: Hafturlaub für Terroristen

Sympathisanten randalieren im Zentrum Athens

Sympathisanten haben im Athener Stadtzentrum randaliert. Sie forderten Hafturlaub für den marxistisch-nationalistischen Terroristen Dimitris Koufodinas, der vor 16 Jahren wegen vielfachen Mordes zu einer elfmal lebenslänglichen Freiheitsstrafe verurteilt wurde.

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Bei den Krawallen zertrümmerten die Autonomen auch die Scheiben einer Bank. (Foto: dpa)

Die zertrümmerten Schaufensterscheiben einer Bank in einer Athener Einkaufsstraße. (Foto: dpa)

Eine Gruppe von rund 30 Vermummten hat im Athener Stadtzentrum die Schaufenster zahlreicher Geschäfte beschädigt. Augenzeugen berichteten, die linksgerichteten Autonomen hätten dabei lautstark Partei für den zu elfmal lebenslanger Haft verurteilten Top-Terroristen Dimitris Koufodinas ergriffen, dem die griechische Justiz vor einigen Tagen einen Hafturlaub verweigert hatte. Die Polizei konnte bei den Attacken keinen der Täter festnehmen. Dutzende Kunden seien panisch aus der Fußgängerzone rund um die Bukarester Straße im Zentrum Athens geflüchtet, berichteten mehrere griechische Medien.

Der Chef der konservativen Oppositionspartei, Kyriakos Mitsotakis, sagte im griechischen Fernsehen: „Es kann nicht sein, dass 30 Randalierer im Zentrum Athens machen, was sie wollen, und niemand wird festgenommen.“

Der Linksterrorist Dimitris Koufodinas war nach der Ablehnung seines Antrags für einen Hafturlaub Anfang der Woche in den Hungerstreik getreten. Er war 2003 als einer der „Killer“ der linksextremistischen Untergrundorganisation „17. November“ verurteilt worden.  Die Terror-Organisation, die eine Mischung aus marxistischen und nationalistischen Ideologien vertrat, brachte im Zeitraum zwischen 1973 und 2003 23 Menschen um, unter anderem durch Bombenanschläge und Attentaten mit Panzerfäusten.