Finanzen

Strom- und Gaspreise steigen im ersten Halbjahr deutlich

Lesezeit: 1 min
21.06.2019 17:21
Die Preise für Strom und Erdgas sind im ersten Halbjahr in Deutschland deutlich gestiegen.
Strom- und Gaspreise steigen im ersten Halbjahr deutlich
Ein Stromzähler zeigt in einem Mietshaus die verbrauchten Kilowattstunden an. (Foto: dpa)

Mehr zum Thema:  
Benachrichtigung über neue Artikel:  
Energie  

Die durchschnittlichen Strom- und Gaspreise in Deutschland sind im ersten Halbjahr 2019 angestiegen. Die Energieexperten von Verivox haben zwischen Januar und Juni eine Erhöhung von 3,2 Prozent im Bereich Strom ermittelt. Die Gaspreise sind im gleichen Zeitraum um 2 Prozent gestiegen.

„Der Trend steigender Energiepreise hat sich nach deutlichen Preiserhöhungen zum Jahreswechsel weiter verstetigt“, sagt Valerian Vogel, Energieexperte bei Verivox. „Die Großhandelspreise in den Bereichen Strom und Gas sind zwar im ersten Halbjahr 2019 eher rückläufig, doch ob und wann diese Entspannung bei den Verbrauchern ankommt, ist unklar. Daher sollten sie regelmäßig selbst ihren aktuellen Strom- und Gastarif prüfen.“

Preiserhöhungen bei Strom und Gas im Detail

Im Januar 2018 bezahlte ein Vier-Personen-Haushalt mit einem Stromverbrauch von 4.000 Kilowattstunden (kWh) laut Verivox-Verbraucherpreisindex Strom im bundesdeutschen Durchschnitt 1.153 Euro. Im Juni 2019 liegt dieser Wert bei 1.190 Euro, was einem Anstieg von 3,2 Prozent entspricht.

Insgesamt 659 örtlichen Grundversorger haben in diesem Jahr bisher die Strompreise um durchschnittlich 5 Prozent erhöht.

Für Gas bezahlte ein Haushalt mit einem Jahresverbrauch von 20.000 kWh laut dem Verivox-Verbraucherpreisindex Gas im Januar 2019 im Bundesschnitt 1.197 Euro. Im Juni 2019 ist der Durchschnitt auf 1.220 Euro geklettert, was einer Erhöhung von rund 2 Prozent entspricht.

Im Jahr 2019 wurden bisher 390 örtlichen Grundversorger gezählt, die ihre Gaspreise um durchschnittlich 9 Prozent erhöht haben.

Tarife prüfen und sparen

„Die Energiekosten bleiben damit ein wesentlicher Treiber der allgemeinen Teuerungsrate“, sagt Valerian Vogel. „Hier können Verbraucher ansetzen, um die Haushaltskasse nachhaltig zu entlasten.

Wer sich noch nie um einen günstigeren Stromanbieter gekümmert hat, kann mit einem Wechsel durchschnittlich rund 183 Euro sparen. Im Bereich Gas sind es durchschnittlich 434 Euro im Monat.

Inhalt wird nicht angezeigt, da Sie keine externen Cookies akzeptiert haben. Ändern..


Mehr zum Thema:  

DWN
Deutschland
Deutschland Studie: Deutschland wird erstmals seit zwanzig Jahren zu Strom-Importeur

Einer Studie zufolge wird Deutschland ab dem Jahr 2023 zu einem Netto-Importeur von Elektrizität.

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft China lockert seine Geldpolitik, während alle anderen straffen

Chinas Notenbank hat überraschend einen Schlüsselzins gesenkt. Die locker werdende Geldpolitik in dem Land steht im Gegensatz zum Rest...

DWN
Deutschland
Deutschland Marktanteil von E-Autos in Deutschland steigt sprunghaft auf 26 Prozent

Der Marktanteil von E-Autos in Deutschland hat sich im Jahr 2021 verdoppelt. Die Nachfrage wurde von staatlichen Förderprämien...

DWN
Finanzen
Finanzen Auf diese 7 Gefahren müssen Anleger achten

Lieferengpässe auf der Welt stellen die Industrie vor schwerwiegende Herausforderungen. Kryptowährungen befinden sich in einem...

DWN
Politik
Politik Weitere AfD-Abgeordnete werden im Bundestag auf Tribüne verbannt

Nach der Verkürzung des Genesenenstatus auf 3 Monate werden im Bundestag bald weitere AfD-Abgeordnete auf die Zuschauertribüne verbannt,...

DWN
Technologie
Technologie Israelische Studie: Vierte Impfung nicht ausreichend gegen Omikron

Eine vierte Corona-Impfung könnte zwar einen kleinen Vorteil verleihen, so eine israelische Studie, schütze aber nicht ausreichend gegen...

DWN
Deutschland
Deutschland Windräder schreddern hunderttausende Greifvögel und Fledermäuse

Jedes Jahr werden hunderttausende seltene Greifvögel und Fledermäuse durch Windräder getötet. Die Windparks sollen nach dem Willen von...

DWN
Deutschland
Deutschland Frankfurter Flughafen lädt so viel Luftfracht wie nie zuvor

Der Passagierverkehr am Frankfurter Flughafen bleibt auch 2021 weit vom Vorkrisen-Niveau entfernt. Doch im Luftfracht-Geschäft verzeichnet...