Satelliten-Navigationssystem Galileo ist außer Betrieb

Lesezeit: 1 min
15.07.2019 15:03
Das Satelliten-Navigationssystem „Galileo“ ist seit Sonnabend außer Betrieb.
Satelliten-Navigationssystem Galileo ist außer Betrieb
Eine Grafik des europäischen Navigationssatellitensystems «Galileo». (Foto: dpa)

Aufgrund eines technischen Fehlers bei einer Bodenstation in Italien ist das europäische Satelliten-Navigationssystem „Galileo“ seit Sonnabend-Abend außer Betrieb. Laut der Webseite der zuständigen „Agentur für das Europäische Globale Navigations-Satellitensystem“ (GSA) ist jeder der insgesamt 22 zur Verfügung stehenden Satelliten ausgefallen. Laut heise.de ging die GSA - die ihren Sitz in Prag hat - ursprünglich davon aus, dass sie das Problem im Laufe des Sonntags werde lösen können. Das ist offensichtlich nicht der Fall.

„Galileo“, dessen Aufbau 2004 vom Rat der Europäischen Union beschlossen wurde, sollte eigentlich bereits 2008 in Betrieb gehen. Realisiert wurde das europäische Prestige-Projekt - dessen Kosten mit über sieben Milliarden Euro taxiert werden - allerdings erst Ende 2016, wobei sich noch immer nicht alle Satelliten im Orbit befinden. „Galileo“ soll um einiges technisch anspruchsvoller sein als sein amerikanisches Konkurrenz-System GPS - es soll die Standorte von Objekten mit einer Genauigkeit von bis zu 30 Zentimetern erfassen können, GPS soll es nur auf fünf Meter bringen.

Außer Europa und den USA verfügen auch Russland und China über ein Satelliten-Navigationssystem.


Mehr zum Thema:  

DWN
Finanzen
Finanzen Der Strompreis springt von Allzeithoch zu Allzeithoch

Berechnungen zufolge werden die Strompreise in Deutschland auch im kommenden Jahr abermals stark steigen. Hintergrund sind deutliche...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Gewinne im Ausland verpulvert, Güterverkehr ein Fiasko: Experte wirft der Bahn schwere Verfehlungen vor

Die Bahn kommt nicht aus der Krise. Im DWN-Interview entwirft Deutschland Bahn-Experte Nummer eins, Christian Böttger, das erschütternde...

DWN
Finanzen
Finanzen EZB-Ratsmitglied deutet erstmals Aktienkäufe durch die Zentralbank an

Erstmals hat ein Mitglied des EZB-Rats öffentlich die Möglichkeit angedeutet, dass die Zentralbank künftig auch Aktien in ihre Bilanz...

DWN
Politik
Politik Bolivien: Militärs gehen brutal gegen die indigene Bevölkerung vor

Die bolivianischen Sicherheitskräfte setzen Panzer und Hubschrauber gegen die protestierende indigene Bevölkerung ein. Die selbsternannte...

DWN
Politik
Politik Epstein-Skandal: Fernseh-Interview wird für Prinz Andrew zum Fiasko

Prinz Andrew gerät im Zuge des Prostitutionsskandals um den inzwischen verstorbenen Jeffrey Epstein unter starken öffentlichen Druck.

DWN
Finanzen
Finanzen Krypto-Königin bringt Anleger um Milliarden und taucht unter

Die Gründerin der Betrugs-Kryptowährung OneCoin ist nach der Aufdeckung des Skandals untergetaucht. Ihr Bruder, der gestanden und...

DWN
Finanzen
Finanzen Moody’s senkt Ausblick für Deutschlands Bankenbranche auf „negativ“

Der US-Ratingagentur Moody’s zufolge nimmt die Kreditwürdigkeit deutscher Banken ab.

DWN
Finanzen
Finanzen Bankenverband: Deutsche Institute zahlen rund 2 Milliarden Euro Strafzinsen pro Jahr

Die Banken im Euroraum mussten seit Einführung der Negativzinspolitik rund 25 Milliarden Euro an die EZB zahlen. Besonders stark betroffen...

DWN
Finanzen
Finanzen Aramco in Schwierigkeiten: Roadshows in London und New York gestrichen

Die Aussichten für einen Börsengang des saudischen Riesenkonzerns Aramco im Ausland schwinden weiter. Nachdem Aramco seine ehrgeizige...

DWN
Politik
Politik Griechenland: Die EU benutzt uns als „Parkplatz für Migranten“

In der EU existiert auch vier Jahren nach der Flüchtlingskrise von 2015 keine einheitliche Asyl- und Migrationspolitik. Der griechische...

DWN
Politik
Politik Trotz Brexit: Großbritannien muss in den nächsten EU-Haushalt einzahlen

Großbritannien muss auch im kommenden Jahr seinen monatlichen Beitrag für den EU-Haushalt beisteuern, obwohl der Brexit-Termin für den...

DWN
Deutschland
Deutschland Investoren stoßen in großem Umfang Schuldscheine von Autozulieferer Leoni ab

Der Automobilzulieferer Leoni AG, eines der ältesten deutschen Unternehmen, steht bei Anlegern unter Druck. Dies zeigt die wachsende...

DWN
Finanzen
Finanzen „Kein Krisenjahr“: DZ Bank überrascht mit positiver Konjunktur-Prognose fürs Jahr 2020

"Keine Panik", schreibt die Research-Abteilung der DZ Bank und legt einen durchaus optimistischen Konjunktur-Ausblick für das Jahr 2020...

DWN
Deutschland
Deutschland Altmaier verteidigt Abstandsregeln: Windkraftgipfel geht ohne Ergebnisse zu Ende

Das Treffen zwischen dem Bundeswirtschaftsministerium und Vertretern der Windkraftbranche ist ohne Ergebnis zu Ende gegangen. Die Politik...

celtra_fin_Interscroller