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Massive Senkung

Türkei: Erdogan prügelt Leitzinsen nach unten

Nach der Auswechslung des Zentralbankchefs hat Präsident Erdogan sein Ziel erreicht. Die Notenbank senkte den Leitzins heute massiv ab. Die Folgen der Entscheidung könnten aber zum Problem für das Land werden.

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Der türkische Präsident Erdogan in der Stadt Diyarbakir. (Foto: dpa)

Der türkische Präsident Erdogan in der Stadt Diyarbakir. (Foto: dpa)

In der Türkei hat die Notenbank nach dem von Präsident Recep Tayyip Erdogan erzwungenen Chefwechsel den Leitzins gekappt. Sie senkte den Schlüsselsatz am Donnerstag auf 19,75 von 24 Prozent. Experten hatten lediglich mit einer Senkung um 2,5 Punkte gerechnet.

Erdogan hatte Zentralbankgouverneur Murat Cetinkaya Anfang des Monats abberufen und dessen Vize Murat Uysal auf den Chefsessel gehievt. Dieser gilt als Befürworter eine lockeren Geldpolitik. Jüngste Daten deuteten auf eine moderate Erholung der Wirtschaft hin, erläuterte die Zentralbank.

Erdogan glaubt, dass hohe Leitzinsen zu einer hohen Inflation der kriselnden Landeswährung Lira führen. Die orthodoxe Lehrmeinung geht jedoch davon aus, dass tiefere Leitzinsen eher zu einer stärkeren Teuerung führen. Stimmt diese Einschätzung, droht der Lira eine neue Abwertungsrunde.

Der Finanzblog Zerohedge berichtet, dass der Lirakurs zum Dollar kurz nach der Entscheidung der Zentralbank massiv absackte, dann jedoch plötzlich in die Höhe schnellte, was auf Interventionen der Notenbank zurückzuführen sein könnte.