Tages- und Festgeldrechner präsentiert von ZINSPILOT

 

Türkei: Erdogan senkt Leitzinsen deutlich

Lesezeit: 1 min
25.07.2019 13:21  Aktualisiert: 25.07.2019 13:21
Nach der Auswechslung des Zentralbankchefs hat Präsident Erdogan sein Ziel erreicht. Die Notenbank senkte den Leitzins heute massiv ab. Die Folgen der Entscheidung könnten aber zum Problem für das Land werden.
Türkei: Erdogan senkt Leitzinsen deutlich
Der türkische Präsident Erdogan in der Stadt Diyarbakir. (Foto: dpa)

In der Türkei hat die Notenbank nach dem von Präsident Recep Tayyip Erdogan erzwungenen Chefwechsel den Leitzins gekappt. Sie senkte den Schlüsselsatz am Donnerstag auf 19,75 von 24 Prozent. Experten hatten lediglich mit einer Senkung um 2,5 Punkte gerechnet.

Erdogan hatte Zentralbankgouverneur Murat Cetinkaya Anfang des Monats abberufen und dessen Vize Murat Uysal auf den Chefsessel gehievt. Dieser gilt als Befürworter eine lockeren Geldpolitik. Jüngste Daten deuteten auf eine moderate Erholung der Wirtschaft hin, erläuterte die Zentralbank.

Erdogan glaubt, dass hohe Leitzinsen zu einer hohen Inflation der kriselnden Landeswährung Lira führen. Die orthodoxe Lehrmeinung geht jedoch davon aus, dass tiefere Leitzinsen eher zu einer stärkeren Teuerung führen. Stimmt diese Einschätzung, droht der Lira eine neue Abwertungsrunde.

Der Finanzblog Zerohedge berichtet, dass der Lirakurs zum Dollar kurz nach der Entscheidung der Zentralbank massiv absackte, dann jedoch plötzlich in die Höhe schnellte, was auf Interventionen der Notenbank zurückzuführen sein könnte.


Mehr zum Thema:  

DWN
Politik
Politik China baut Griechenland zum europäischen Brückenkopf der Neuen Seidenstraße auf

Chinas Staatschef Xi Jinping hat während seines Besuches weitere Investitionen in Griechenland angekündigt. Mithilfe der Chinesen stieg...

DWN
Politik
Politik „Die EU darf nicht gegen Amerikaner, Russen oder Chinesen sein. Sie muss mit allen zusammenarbeiten“

Ende Oktober fand in Verona - inzwischen zum zwölften Mal – das Eurasische Wirtschaftsforum statt. Die Deutschen Wirtschaftsnachrichten...

DWN
Politik
Politik Bolivien: Morales flieht nach Mexiko, im Land brechen Unruhen aus

Der bolivianische Ex-Präsident Morales ist nach Mexiko ins Exil geflohen. Zuvor wurde er vom Militär unter dem Vorwand der Wahlfälschung...

DWN
Deutschland
Deutschland Gewerkschaft fordert nationalen Rettungsplan für die Windkraft-Branche

Angesichts des nahezu stagnierenden Neubaus von Anlagen sowie des massiven Stellenabbaus beim Betreiber Enercon werden Rufe nach einem...

DWN
Deutschland
Deutschland Heckler&Koch steht zum Verkauf: BND untersucht dubiose Interessenten

Der deutsche Waffenproduzent Heckler&Koch wird von Schulden bedrückt. Jetzt gibt es Meldungen, dass er verkauft werden soll. An wen, ist...

DWN
Technologie
Technologie Das Wohlstandsversprechen des Technologie-Zeitalters hat sich als Farce entpuppt

Zu Beginn des digitalen Zeitalters wurden Chancengleichheit und Wohlstand für alle propagiert. Davon ist heute nichts mehr zu erkennen,...

DWN
Politik
Politik Türkei: Gründer der White Helmets tot aufgefunden

Der ehemalige britische Offizier und Gründer der Zivilschutzorganisation White Helmets, James Le Mesurier, wurde in Istanbul tot...

DWN
Technologie
Technologie Experte: Rabatte auf Neuwagen werden steigen - Interessenten sollten Kauf also aufschieben

Im Oktober waren die Rabatte für Neuwagen rückläufig. Das heißt aber nicht, dass die Rabatte auch in den kommenden Monaten zurückgehen...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Bei Russlands Staatsbahn kriecht die Fracht im Schneckentempo über die Gleise

Die russische Staatsbahn RZD betreibt ein riesiges Netz, das sich über mehrere Zeitzonen erstreckt, und ist mit mehr als 700.000...

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft Nach Morales-Sturz: Lithium-Projekt mit Deutschland könnte wieder aufgenommen werden

Der gestürzte bolivianische Präsident Evo Morales hatte ein Projekt zur Verarbeitung von Lithium mit einem deutschen Unternehmen...

DWN
Finanzen
Finanzen ETFs stocken Goldbestände deutlich auf

Börsengehandelte Fonds haben im dritten Quartal ungewöhnlich viel Gold gekauft.

DWN
Politik
Politik EU-Staaten bauen ihre militärische Zusammenarbeit aus

Im Rahmen des Pesco-Programms bauen die EU-Staaten ihre militärische Zusammenarbeit mit 13 neuen Projekten weiter aus.

DWN
Politik
Politik Ungarn treibt strategische Allianz mit Russland und der Türkei voran

Ungarns Präsident Orbán baut die Beziehungen seines Landes zu Russland und zur Türkei deutlich aus. Ungarn hat mittlerweile als einziges...

DWN
Deutschland
Deutschland Gewalt gegen Schiedsrichter: Sportgericht sperrt fast komplette Mannschaft von Kreisligist

Ein Sportgericht hat fast die gesamte Mannschaft des Kreisligisten BV Altenessen II wegen einer Hetzjagd auf einen Schiedsrichter gesperrt....

celtra_fin_Interscroller