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Kryptowährungen mit Schwankungen: Akzeptanz als entscheidender Faktor

Lesezeit: 2 min
20.05.2021 13:13  Aktualisiert: 20.05.2021 13:13
Nachdem die Kurse der größten Kryptowährungen lange einen Rekord nach dem anderen jagten, scheint die Kursrally zunächst beendet. So mussten Bitcoin (BTC), Ethereum (ETH) und Co. nach den Ankündigungen von Tesla zuletzt deutliche Einbußen hinnehmen und sorgten so bei vielen Anlegern für Ernüchterung. So steht und fällt der Wert von Kryptowährungen derzeit mit deren möglichen Anwendungsfällen. Dabei akzeptieren längst auch abseits von Tesla viele Händler die digitalen Währungen.
Kryptowährungen mit Schwankungen: Akzeptanz als entscheidender Faktor
Foto: Michael Förtsch/Unsplash

Nachdem die Kurse der größten Kryptowährungen lange einen Rekord nach dem anderen jagten, scheint die Kursrally zunächst beendet. So mussten Bitcoin (BTC), Ethereum (ETH) und Co. nach den Ankündigungen von Tesla zuletzt deutliche Einbußen hinnehmen und sorgten so bei vielen Anlegern für Ernüchterung. So steht und fällt der Wert von Kryptowährungen derzeit mit deren möglichen Anwendungsfällen. Dabei akzeptieren längst auch abseits von Tesla viele Händler die digitalen Währungen.

Die Ankündigung von Tesla-Gründer Elon Musk im März sorgte für einen echten Paukenschlag an den weltweiten Krypto-Märkten. Denn nachdem Tesla bereits einen Monat zuvor Bitcoins im Wert von 1,5 Milliarden Dollar erwarb, waren beim Elektroauto-Hersteller bis vor kurzem auch Bestellungen per Bitcoin möglich. Die Kursrally der digitalen Währungen wurde so zunächst zusätzlich befeuert. Denn mit jedem neuen Anwendungsfall für Kryptowährungen steigt auch deren Nutzen – und somit der zugrundeliegende Wert. Die jüngste Ankündigung von Tesla, Bitcoin-Zahlungen aufgrund umwelttechnischer Bedenken zunächst auszusetzen, sorgte daher umgekehrt für Furore an den Krypto-Märkten und fallenden Kursen von bis zu 30 Prozent.

Dabei bieten Kryptowährungen auch abseits des Elektroauto-Herstellers bereits jetzt eine Alternative zu herkömmlichen Zahlungsmethoden. Denn während der Bitcoin in seiner Anfangszeit überwiegend als faszinierende Technologie für digitale Pioniere angesehen wurde, erfüllt dieser mittlerweile auch die intrinsische Tauschfunktion einer Währung. So zeigen kürzliche Meldungen insgesamt eine allgemein zunehmende Akzeptanz von Kryptowährungen bei der Abwicklung von Zahlungstransaktionen auf den großen Märkten dieser Welt. Dies belegt etwa die Ankündigung des Online-Marktplatzes eBay, Kryptowährungen wie Bitcoin oder Ethereum mittelfristig als Zahlungsmethode zu implementieren. Somit werden die digitalen Währungen auch für den breiten Markt zunehmend interessanter – und zwar nicht nur als Spekulationsobjekt.

Bitcoin mit hoher Akzeptanz

Kryptowährungen dürften trotz der letzten Entwicklungen um Tesla bei der Abwicklung von Zahlungstransaktionen in naher Zukunft weiter an Bedeutung gewinnen. Denn schon jetzt akzeptieren viele Händler Zahlungen mit Kryptowährungen und bieten dem Bitcoin sowie den zahlreichen Altcoins eine Bühne für das breite Publikum. So sind etwa aktuell Bitcoin-Zahlungen bei Microsoft, Wikipedia oder sogar Lieferando möglich, sodass viele Nutzer ihre erste Erfahrung mit Kryptowährungen sammeln können.

Doch nicht nur der Bitcoin steht aktuell für Online-Transaktionen zur Verfügung. So gibt es etwa zahlreiche Wettanbieter mit Bitcoin, die neben der bekanntesten Kryptowährung auch Altcoins wie Ethereum, Ripple oder sogar die Meme-Währung DogeCoin anbieten. Mittelfristig dürften hier weitere Händler folgen, sodass die Bedeutung von Kryptowährungen langfristig weiter steigen könnte.

Gefahr durch Regulierung

Der Handel mit Kryptowährungen hat in den vergangenen Jahren extrem an Popularität gewonnen und ist dank NeoBrokern wie Trade Republic und zahlreichen Krypto-Börsen mittlerweile auch in der breiten Gesellschaftsschicht angekommen. Durch die steigende Nachfrage sind die Preise für Kryptowährungen rasant gestiegen und lösen bei einigen Anbietern nach wie vor Kursfantasien aus. Dennoch sollten sich Anleger der Gefahr von Anlagen in Kryptowährungen bewusst sein – nicht nur aufgrund des kürzlichen Kursfalles.

So forderte die Präsidentin der Europäischen Zentralbank (EZB) Christine Lagarde bereits im Januar eine strengere Regulierung des Bitcoins und sprach sich für die Einführung eines digitalen Euros aus. Andere Länder gehen sogar noch einen Schritt weiter und setzen die Kryptowährungen unter Druck. So sind etwa Zahlungen mit Kryptowährungen in der Türkei seit April verboten, womit die zuletzt schwächelnde Türkische Lira gestärkt werden soll.

Andere Länder könnten hier schon bald nachziehen und ihrerseits Verbote für Kryptowährungen aussprechen. Nach den zuletzt rasanten Kursanstiegen könnte die daraus resultierende abnehmende Nachfrage zu erheblich Verlusten bei investierten Anlegern führen. Daher sollten sich vor allem Privatpersonen von der gegenwärtigen Krypto-Euphorie nicht anstecken lassen und die politischen Rahmenbedingungen beobachten. Denn trotz aller Vorteile von Kryptowährungen ist ein finales Urteil über deren Wert derzeit nicht möglich.

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