Politik

Draghi: Der Euro ist „absolut nicht“ gefährdet

Lesezeit: 1 min
21.07.2012 21:41
Mario Draghi scheint die Eurokrise mit bloßem Optimismus lösen zu wollen: In einem Interview sagte er, der Euro sei „absolut nicht“ gefährdet. Er rechnet nicht mit einer Rezession in der Eurozone und verlässt sich auf Politik sowie die Unterstützung der Europäer.
Draghi: Der Euro ist „absolut nicht“ gefährdet

Mehr zum Thema:  
Benachrichtigung über neue Artikel:  

Der Präsident der Europäischen Zentralbank (EZB), Mario Draghi, sieht den Euro trotz des äußerst schlechten Zustandes der Gemeinschaftswährung „absolut nicht“ gefährdet. Dies sagte er in einem Interview mit der französischen Zeitung Le Monde. Draghi glaubt offenbar, der reine Wille der Politiker und der Wunsch allein, den Euro zu retten, könne die Krise lösen.

Auf die weniger optimistischen Einschätzungen der meisten Analysten hält er offenbar wenig: „Sie lassen das politische Kapital außer acht, das unsere politischen Führer in diese Union investiert haben und die Unterstützung der Europäer“, sagte Draghi im Interview.

Außerdem zeigte Draghi eine etwas eigenwillige Einschätzung der wirtschaftlichen Lage in der Eurozone. Er rechne mit einem beschleunigtem Wachstum zum Jahresende, die Wirtschaft der Währungsunion sei nicht in Gefahr, in eine Rezession zu geraten. Dies sieht beispielsweise der Internationale Währungsfonds – immerhin der wichtigste Partner bei der Lösung der Eurokrise außerhalb Europas – ganz anders. Er geht davon aus, dass die Wirtschaften der Euroländer in diesem Jahr um 0,3 Prozent schrumpfen werden (mehr hier).

Inhalt wird nicht angezeigt, da Sie keine externen Cookies akzeptiert haben. Ändern..


Mehr zum Thema:  

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft Historisches Handelsdefizit: „Rohstoff-Zeitalter“ bedroht Deutschlands Wohlstand

Der „Exportweltmeister“ Deutschland erzielt ein historisches Defizit - ein Fingerzeig, wohin die Reise im nun angebrochenen...

DWN
Politik
Politik Kriegsgefahr: Kann China den USA Paroli bieten?

Wie schlagkräftig ist die chinesische Armee? Trotz gigantischem Rüstungsbudget ist die Antwort schwer einzuschätzen. Warum die...

DWN
Finanzen
Finanzen Zinswende gefährdet Unternehmensschulden: Die Risiken lauern im Verborgenen

Die Zinsen steigen und die Wirtschaft kühlt sich ab. Können die US-Unternehmen ihre massiven Schuldenberge dennoch abtragen oder droht...

DWN
Deutschland
Deutschland EU-Kommissar fordert Laufzeitverlängerung für deutsche AKW - und warnt Berlin

Ein hochrangiger EU-Kommissar fordert eine Laufzeitverlängerung der letzten aktiven Kernkraftwerke in Deutschland.

DWN
Finanzen
Finanzen Wie eine Familienstiftung vor staatlicher Enteignung schützt

Parteien und Gewerkschafter fordern immer wieder eine Vermögensabgabe. Wer sich davor schützen möchte, dem raten Experten zu einer...

DWN
Politik
Politik Niederlande: Massenproteste gegen neue Klima-Vorschriften der Regierung

Seit Tagen protestieren Landwirte und Fischer in den Niederlanden gegen neue Klima-Vorschriften der Regierung.

DWN
Deutschland
Deutschland Trotz hoher Preise: Deutsche Fleischindustrie beklagt große Einbußen

Während die deutsche Fleischindustrie große Einbußen erlitt, stiegen die Preise für Fleisch und Fleischwaren stark an. Jetzt muss der...