Finanzen

„Code Red“: Bank of America erwartet Börsen-Crash

Lesezeit: 1 min
26.08.2012 00:48
Steigende Aktienkurse trotz schwächelnder Wirtschaft und Krise in Europa. Die Börse wartet nur auf eine Geldschwemme der Fed, begründet die Bank of America diese Entwicklung. Folgt keine Lockerung der Geldpolitik, wird es der Bank zufolge zu einem gewaltigen Crash an den Börsen kommen.
„Code Red“: Bank of America erwartet Börsen-Crash

Mehr zum Thema:  
Benachrichtigung über neue Artikel:  

Sollte die Bank of America (BoA) Recht behalten, werden die USA sich bald im „Auge des Sturms“ wiederfinden. Das zumindest schreibt die Bank in einer aktuellen Notiz an ihre Kunden. Die BoA-Strategen Arjun Mehra und Cheryl Rowan warnen in der Notiz „Code Red“ vor einem Börsen-Crash. Das Risiko eines Ausverkaufs an der Börse sei hoch.

Trotz der schlechten Wirtschaftsdaten, des sich verlangsamenden Wachstums in den USA und China sowie der Zuspitzung der europäischen Schuldenkrise und des Krisenherds Syrien sind die Aktienkurse in den vergangenen Wochen gestiegen, so die Strategen. Ihrer Meinung nach kann dies nur mit der Andeutung der Fed zusammenhängen, die US-Geldpolitik im dritten Quartal eventuell zu lockern. „Es gibt einige, die glauben die Fed wird nicht die Geldpolitik lockern, solange die Aktienpreise so hoch bleiben, aber die Kurse sind so hoch, weil sie mit einer Lockerung“ durch die Fed rechnen, zitiert der Business Insider aus der Notiz. Sollte die „Fed (die Hoffnungen, Anm. d. Red.) am 12 und 13. September bei der FOMC Sitzung enttäuschen, ist das Risiko eines Aktienausverkaufs hoch.“

Den Strategen der BoA zufolge ist eine derzeit „ungewöhnlich hohen Anzahl von Makro-Katalysatoren in den nächsten 3 – 6 Monaten zu sehen, die die Märkte drücken“ könnten. Sie „erwarten, dass das Wirtschaftswachstum in der zweiten Hälfte des Jahres“ die Geschäftserwartungen enttäuschen wird. Und der September ist der saisonal schwächste Monat des Jahres für Rendite aus den Aktienkursen. Die drohende Herabstufung der US-Bonität trage ebenfalls zum Risiko eines Börsen-Crashs bei, wenn die Fed nicht wie gehofft agiere, so die Strategen.

Inhalt wird nicht angezeigt, da Sie keine externen Cookies akzeptiert haben. Ändern..


Mehr zum Thema:  

DWN
Politik
Politik Ärzte-Zeitung ruft zur Bewertung Lauterbachs auf: Resultat ist Schulnote 6

Die Leser der Ärzte-Zeitung haben eine eindeutige Meinung von Gesundheitsminister Lauterbach.

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft Putin: Europa begeht mit Energiepolitik «wirtschaftlichen Selbstmord»

Putin sagte, dass die hohen Energiepreise schon jetzt die Konkurrenzfähigkeit der Industrie in der EU schmälerten. Russland wende sich...

DWN
Politik
Politik US-Justizministerium: Allianz-Fondsmanager haben Anleger betrogen

Nach Ansicht des US-Justizministeriums haben Hedgefonds-Manager einer Allianz-Tochter die Entwicklung der Fonds über Jahre hinweg...

DWN
Finanzen
Finanzen Bärenmarkt voraus: Was Anleger derzeit von professionellen Tradern lernen können

Investoren und Trader betrachten Märkte aus geradezu gegensätzlichen Perspektiven, die beide Erfolg haben können. Doch in einem...

DWN
Finanzen
Finanzen IWF erhöht Anteil von Dollar und Yuan bei Sonderziehungsrechten

Während Dollar und Yuan an Gewicht zulegen, verlieren die drei anderen im Korb der Sonderziehungsrechte vertretenen Währungen an...

DWN
Deutschland
Deutschland Windräder: Söder warnt Habeck vor Wortbruch bei Abstandsregeln

Der bayerische Ministerpräsident warnt den Wirtschaftsminister, die vereinbarten Abstandsregeln für Windräder zu kippen.

DWN
Deutschland
Deutschland Dax-Konzerne melden Rekordquartal, doch die Aussichten sind mies

Viele deutsche Börsenschwergewichte präsentierten zu Jahresbeginn Bestmarken bei Umsatz und Gewinn. Doch die Aussichten haben sich...

DWN
Deutschland
Deutschland Impfpflicht weiter auf dem Tisch: Drei Bundesländer geben nicht auf

Die Länder Baden-Württemberg, Hessen und Bayern dringen auf einen Neuanlauf im Bundestag für eine Impfpflicht ab 60 Jahren.