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Antonio Cascais

Sócrates: Korruption und Politiker-Luxus in Zeiten der Euro-Krise

Mitten in der Euro-Krise haben es sich einige Politiker in Europa offenbar durchaus behaglich mit Steuergeldern eingerichtet: Recherchen der Deutschen Wirtschafts Nachrichten zeigen, dass der ehemalige portugiesische Premier José Sócrates nicht nur korrupt gewesen sein dürfte. Er dürfte aus Steuergesetzen, die er auf den Weg gebracht hatte, auch persönlich profitiert haben. Nun sitzt er im Gefängnis. Seine Karriere zeigt, wie die politischen Eliten mit der EU ein System geschaffen haben, von dem sie selbst profitieren.

Brasilien: Die Sorge der Armen vor dem Verlust des Almosens

Brasiliens Präsidentin Dilma Roussef gilt bei vielen Bürgern als der Inbegriff von Korruption und Misswirtschaft. Doch vor allem die Menschen aus den Armenvierteln haben bei der Präsidentschaftswahl am Sonntag für sie gestimmt. Rousseff konnte die Menschen überzeugen, indem sie dem Gegenkandidaten Aécio Neves vorwarf, er plane Einschnitte beim Sozialhilfe-Programm. Die Angst der Armen, ihre Almosen zu verlieren, war zu groß.

Skandal-Bank Espírito Santo: 5,7 Milliarden US-Dollar in Angola versickert

Die portugiesische Banco Espirito Santo hat eine unrühmliche Geschichte: Schon wegen eines Korruptions-Skandals in Angola musste sie mit Milliarden-Bürgschaften vom Staat gerettet. Wohin das Geld aus den faulen Krediten geflossen ist, ist bis heute im Dunkeln. Jetzt wird eine Rettung auch in Europa immer wahrscheinlicher. Die europäischen Steuerzahler und Sparer könnten gezwungen werden, am Ende für die Sünden der Vergangenheit aufzukommen.

Brasilien: Militärpolizei ändert Taktik und verhaftet Aktivisten

Die Demonstrationen in Brasilien sind mit Beginn der WM deutlich kleiner geworden. Das liegt auch daran, dass die Militärpolizei dazu übergegangen ist, die Proteste im Keim zu ersticken. Ein Gespräch mit Filipe Peçanha, einer der Gründer des Reporter-Kollektivs „Medien-Ninjas“ aus Rio de Janeiro. Er wurde von der Militärpolizei in Rio festgenommen.

Korruption bei der Fifa: „Wer einmal die Hand aufhält, versucht es auch ein zweites Mal“

Die Fifa spielt bei den Korruptions-Vorwürfen gegen Katar auf Zeit. Die Vorlage eines Untersuchungsberichts erfolgt erst nach der WM. Sylvia Schenk von Transparency International zweifelt an der Integrität der Fußball-Stars Franz Beckenbauer und Michel Platini. Sie glaubt, dass die Fifa noch einen weiten Weg zu gehen hat, bis sie eine saubere Institution ist.