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Deutsche Wirtschafts Nachrichten

Kapitalflucht aus Spanien: EU plant schärfere Kapitalverkehrs-Kontrollen

Im April hoben die Spanien über 60 Milliarden Euro von ihren Banken ab, Tendenz steigend. Ein großes Risiko für die angeschlagenen Banken, die bereits jetzt extrem abhängig von den Krediten der EZB sind. In Griechenland sind es derzeit bis zu 800 Millionen täglich, die die Banken verlassen. Eine Verschärfung der Kapitalverkehrskontrollen wird bereits diskutiert.

EU-Parlament will Rechte der Nationalstaaten zu Schengen beschneiden

Mit einer „scharfen Maßnahme“ will das EU-Parlament die Innenminister dazu zwingen, in der Schengen-Frage nationale Interessen zugunsten der großen EU-Idee zurückzustellen. Die Innenminister wollten die Möglichkeit von vorübergehenden Grenzkontrollen innerhalb des Schengen-Raumes einführen. Das EU-Parlament reagiert mit seiner schärfsten Waffe: Martin Schulz will nicht mehr mit den Innenministern reden.

Nervosität in Paris: Frankreich will Banken-Rettung durch EU erzwingen

Der neue französische Präsident Francois Hollande erhöht den Druck auf Deutschland: Gemeinsam mit Italien und Spanien will er durchsetzen, dass die EZB die führende Rolle bei der Bankenrettung übernimmt und der ESM noch vor seinem Start als Banken-Retter installiert wird. Offenbar fürchtet er, dass die französischen Banken der nächste Domino-Stein in der Krise sein könnten.