Bail-out

Da der Bail-out nach der Finanzkrise 2008 in Verruf geraten war, wies die EU ihre Mitglieder an, betroffene BAnken ab dem Jahr 2016 durch Gläubiger-Geld zu retten.

Beim Bail-out wird Banken, die in Notlage geraten sind, aus Steuermitteln geholfen. (Foto: dpa)

Unter einem „Bail-out“ versteht man die Stützung bankrotter Banken sowie die Rettung der Gläubiger und Eigentümer dieser Banken durch Steuermittel. In Deutschland wurde zuletzt nach der im Jahr 2008 ausgebrochenen Finanzkrise von dieser Option Gebrauch gemacht – etwa, als die Commerzbank im Dezember 2008 stille Einlagen des staatlichen Sonderfonds Finanzmarktstabilisierung in Anspruch nahm. Der Fonds erhielt damals 25 Prozent und eine Aktie der Commerzbank – das Geldinstitut wurde also teilverstaatlicht. Ein anderes Beispiel ist die Hypo Real Estate, welche im Jahr 2009 verstaatlicht wurde – sie erhielt 7,7 Milliarden Euro aus dem Sonderfonds und staatliche Garantien von über 120 Milliarden Euro.

Die Praxis des „Bail-out“ rief in der Öffentlichkeit jedoch zunehmend Unmut hervor, weswegen sich der Gesetzgeber nach Alternativen für den Fall künftiger Bankenschieflagen umsah. Seit Januar 2016 gibt es ein gesamteuropäisches Regelwerk, dass zwingend eine Beteiligung von Gläubigern und Aktionären zur Stützung bankrotter Banken vorsieht („Bail-in“), bevor Steuermittel verwendet werden dürfen.

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