Themenseite

Bankenkrise

Banken-Skandal in Italien: Das gefährliche Spiel des Mario Draghi

Die älteste Bank der Welt kämpft ums Überleben. Die Banca Monte dei Paschi di Siena wurde von Mario Draghi während seiner Zeit als Chef der italienischen Notenbank beaufsichtigt. Die Bank musste vom italienischen Steuerzahler gerettet werden. Das Geld wurde verwendet, um es Spekulanten zuzuschieben. Nun ist die Bank wieder in Not. Doch ein Retter hat sich bereits gemeldet: Mario Draghi, heute EZB-Chef, kann über die Vermögen aller Europäer verfügen. Ein Krimi, dessen Hintergründe wir jedoch nie erfahren werden.

Fabrice Tourre von Goldman Sachs wurde wegen Anleger-Betrugs verurteilt. Doch das System bleibt im Dunklen, der Betrug geht weiter.

Goldman-Banker verurteilt: Das System opfert einen Sündenbock

Die Finanzindustrie lebt davon, andere über den Tisch zu ziehen. Manipulation ist Teil des Systems. Wenn ein Betrug auffliegt, zahlen die Banken Millionen-Strafen. Sie machen jedoch Milliarden-Gewinne. Daher sind alle Strafen unerheblich. Die Schulden-Politiker haben das kriminelle System angefacht, weil sie selbst immer mehr Geld brauchen. Nun wurde in New York ein Sündenbock geschlachtet, damit alles so bleiben kann, wie es ist.

Die EU-Führer könnten eine böse Überraschung erleben: Wenn der Crash eines Schwellenlandes eine Kettenreaktion auslöst, dann steht Europa schutzlos da - und kann sich wegen seiner eigenen Schwäche nicht gegen den Schwarzen Schwan verteidigen. (Foto: consilium, Montage: DWN)

Crash-Gefahr: Kommt der Schwarze Schwan aus den Schwellenländern?

Die Schwellenländer rutschen in die Krise und könnten einen weltweiten Crash auslösen. Die europäischen Banken haben über Kredite und Staatsanleihen aus diesen Ländern ein Risiko von 3,4 Billionen US-Dollar. Nun geht es in den meisten dieser Staaten bergab. Die Deutsche Bank ist sehr nervös und stößt Risiko-Papiere ab. Goldman Sachs empfiehlt auf einmal, in europäischen Unternehmen zu investieren. Das sind ganz schlechte Zeichen.

Vor der Eröffnungszeremonie der litauischen EU-Ratspräsidentschaft mit Präsidentin Dalia Grybauskaite sagte Barroso, die Rechtsvorschriften zur Bankenunion würden am Mittwoch vorgestellt. (Foto: Consilium)

Bankenkrise: EU plant Vorstoß gegen deutsche Interessen

Die EU-Kommission will einen Vorschlag zur Banken-Rettung vorlegen, in dem die von Deutschland bisher strikt abgelehnte, gemeinsame Einlagensicherung überraschender Weise einer der zentralen Bausteine ist. Nun stellt sich die Frage: Versucht Barroso, die Deutschen zu überlisten? Oder aber hat er die stille Zustimmung von Angela Merkel zur Übernahme der Risiken von europäischen Banken durch den deutschen Steuerzahler - nach der Bundestagswahl?

Hat Mario Draghi vielleicht zufällig wie bei der Monte dei Paschi auch die geschlossenen Derivate-Deals des Landes mit ausländischen Banken übersehen?

Ärger für Draghi: Italien droht Milliarden-Verlust durch Derivate-Geschäfte

Mit Derivate-Verträgen besserte Italien in den 90er Jahren seine Finanzen auf, um die Beitrittsbedigungen für den Euro zu erfüllen. Das zeigen vertrauliche Unterlagen. 2012 mussten diese auslaufenden Verträge umgeschichtet werden. Ein Verlust von mehr als acht Milliarden Euro droht. Das setzt auch EZB-Chef Mario Draghi erneut unter Druck. Draghi war in den neunziger Jahren Generaldirektor des italienischen Finanzministeriums.

media-fastclick media-fastclick