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Covered Bonds

„Der Schatten-Staat der Währungsunion wird sich als Papiertiger erweisen“

Der ehemalige Chefvolkswirt der Deutschen Bank, Thomas Mayer, sieht im Stresstest der EZB ein Kapitel zu einer Vergemeinschaftung der Schulden und Risiken in der Euro-Zone. Ziel sei die Errichtung eines „Schattenstaates aus supra-nationalen Institutionen und zwischenstaatlichen Verträgen“. Er soll in der Euro-Zone die Defizite ausgleichen, die ein nicht zu Ende gedachtes Konstrukt aufweist. Nachhaltig kann eine solche Entwicklung nicht sein.

Banken steigen aus: Die Verstaatlichung des Bond-Markts rückt näher

Die Banken haben bei der jüngsten EZB-Programm deutlich weniger Kredite aufgenommen als erwartet. Damit deutet sich an: Der traditionelle Deal, dass die Banken das Geld geschenkt bekommen und dafür Staatsanleihen von maroden Staaten kaufen, funktioniert nicht mehr. Ob gewollt oder nicht: Die Entwicklung zeigt, dass die EZB mit ihrer Politik den Markt für Staatsanleihen zerstört hat. Nun hat sie keine andere Wahl mehr, als die Staatsanleihen selbst zu kaufen.

EZB: Draghis Schrott-Ankauf dürfte Steuerzahlern von Anfang an Verluste bringen

Innerhalb der kommenden zwei Jahre will die EZB Wertpapiere in ihre Bilanz aufnehmen. Darunter sind Ramsch-Papiere aus Griechenland und Zypern, die aufgrund ihres extrem schlechten Ratings am Markt unverkäuflich sind. Die EZB wird damit zu einer Bad-Bank für faule Kredite, die am Ende beim Steuerzahler landen. Dabei sind die jetzt verkündeten Ankäufe nur ein Zwischenschritt zu einem umfassenden Staatsanleihen-Kaufprogramm.