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EFSF

ZDF-Sommerinterview: Merkels Euphorie für Euro-Rettung ist verflogen

Angela Merkel ist die Euro-Rettungseuphorie abhandengekommen. Im ZDF-Sommerinterview konnte man aus den Zwischentönen erkennen, dass die große europäische Idee in einer Sackgasse steckt: Es werde keine direkte Banken-Rettung ohne Bankenaufsicht geben – und bis es diese Aufsicht gibt, wird noch viel Wasser die Spree hinunter fließen. Im Falle Griechenlands wartet Merkel auf den Troika-Bericht, bevor entschieden werden könne, wie es weitergeht. Die Durchhalteparolen klangen schon einmal leidenschaftlicher.

Juristische Analyse enttarnt ESM-Vertrag als Täuschung der Steuerzahler

Eine kleine Notiz in einer Bewertung der Citi Group bringt ans Tageslicht, wie die nationalen Parlamente beim ESM-Vertrag getäuscht wurden: Die Steuerzahler können rechtlich gar keinen bevorzugten Gläubigerstatus erhalten. Anders als die Abgeordneten im Bundestag haben die Märkte die Finte durchschaut. Genau dieser Taschenspieler-Trick der ESM-Architekten wird zum Scheitern des ESM führen.

Spaniens Banken drohen Verluste von bis zu 270 Milliarden Euro

Die Unternehmensberatung Oliver Wyman hat im Auftrag der spanischen Regierung die Banken analysiert. Es drohen im schlimmsten Fall Verluste bis zu 270 Milliarden Euro in den kommenden drei Jahren. Dennoch brauchen die Banken nur bis zu 62 Milliarden Euro von der EU. Der „Stress-Test“ ist ein Wunder der Modellrechnung. Das Problem: Die Euro-Krise ist keine Modelleisenbahn - nicht einmal der Chef der Euro-Gruppe Juncker glaubt an die vorgelegten Berechnungen.

Analyst: Spanien-Bailout wird zu Flucht aus Staatsanleihen führen

Die Konstruktion für den spanischen Banken-Bailout dürfte negative Reaktionen auf dem Bond Markt nach sich ziehen. Die die EU als Gläubiger erhält Vorrang vor privaten Gläubigern, die Staatsanleihen halten. Damit könnte sich die Flucht aus spanischen und italienischen Papieren beschleunigen. Der Druck auf Deutschland, für die Schulden der andere zu haften, dürfte sich damit ebenfalls weiter erhöhen.