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Erdogan

Erdogan-Attacke: Frankreich kritisiert die Türkei, Angela Merkel schweigt

Deutschland und Frankreich haben unterschiedlich auf die Angriffe des türkischen Präsidenten Erdogan reagiert: Die Franzosen verwahrten sich scharf gegen die Maßregelung ihrer Diplomaten. Bundeskanzlerin Merkel hält sich bisher bedeckt. Sie will den EU-Deal mit der Türkei nicht gefährden. Frankreich dagegen hatte von allem Anfang an schwerwiegende Bedenken gegen den Pakt und lehnt vor allem das visafreie Reisen für türkische Staatsbürger ab.

Ausverkauf der Werte: Angela Merkel demontiert die EU

Der Flüchtlingsgipfel war ein Tiefpunkt der Diplomatie in Europa. Angela Merkel brüskierte alle Staaten und sprach danach von einem Durchbruch. Asylrecht und Pressefreiheit sollen geopfert werden. Der Krieg in Syrien wurde als zentrale Flucht-Ursache nicht einmal erwähnt. Europa steht vor einer Konvergenz der ganz neuen Art: Der Kriegs- und Polizeistaat im Stile Erdogans wird zum Modell, nach dem sich die EU zu richten hat.

Erdogan übernimmt kritische Zeitung und dreht die Berichterstattung

Der türkische Präsident Erdogan hat die Berichterstattung in der zwangsverstaatlichten Zeitung Zaman gedreht: Die bisher kritische Zeitung musste am Sonntag Artikel veröffentlichen, die Erdogan in einem guten Licht erscheinen lassen. Die Linkspartei warnt die EU, sich in der Flüchtlingsfrage auf den von Bundeskanzlerin Merkel vorgeschlagenen Deal mit Erdogan einzulassen.

Die Zeitung «Zaman» wird unter die Aufsicht einer staatlichen Treuhandverwaltung gestellt. (Screenshot YouTube)

Erdogan wird rabiat und übernimmt Kontrolle bei Zeitung Zaman

Der türkische Präsident Erdogan hat die Pressefreiheit in der Türkei faktisch beendet: Am Freitag hat die Regierung die regierungskritische Zeitung Zaman zwangsverstaatlicht. Die Zeitung gehört zur Bewegung des Predigers Gülen, der in den USA sitzt und von Erdogan als CIA-Agent angesehen wird. Trotz ihrer religiösen Ausrichtung verfolgte die Zaman einen Kurs, der noch am ehesten mit dem westlicher Medien zu vergleichen ist.

Abschuss einer Minuteman III Interkontinetal-Rakete vom kalifornischen Luftwaffenstützpunkt Vandenberg am Donnerstag. Die Rakete kann mit einem Nuklearsprengkopf bewaffnet werden. (Foto: US Air Force)

Krieg um Syrien: USA wollen Russland „einen echten Schmerz zufügen“

Trotz des Waffenstillstands in Syrien arbeiten US-Geheimdienste und das Militär an harten Maßnahmen gegen die Russen. Sie wollen Moskau einen „echten Schmerz zufügen“. Die Begründung: Der Stopp der russischen Luftschläge in Syrien sei nichts anderes als eine Kriegslist. Doch auch gegen den türkischen Präsidenten gibt es eine Strategie, über die in Washington spekuliert wird.