Kapitalmarkt

Der Kapitalmarkt insbesondere der EU zeigt sich seit der Finanzkrise 2008 als sehr unbeständig. Durch unsichere Spekulationen steigt und fällt vor allem der Aktienmarkt ins Bodenlose.

Der Kapitalmarkt ist höchst volatil. (Foto: dpa)

Der Kapitalmarkt ist der Finanzmarkt für mittel- und langfristige Wertpapiere, die von Unternehmen, institutionellen Anlegern, Banken und Staaten gekauft oder verkauft werden, um eigene Vorhaben zu finanzieren. In der Regel wird am Kapitalmarkt zwischen Anleihemarkt (auch Rentenmarkt) und Aktienmarkt unterschieden. Den Gegensatz zum Kapitalmarkt bildet der Geldmarkt.

Die Kursentwicklungen an beiden Märkten werden seit Ausbruch der Finanzkrise im Jahr 2008 massiv von der expansiven Geldpolitik verschiedener Zentralbanken beeinflusst. Beispielsweise kauft die Europäische Zentralbank seit März 2015 Anleihen von Euro-Staaten auf und drückt damit die Renditen am Anleihemarkt der Eurozone. Die im historischen Vergleich sehr hohen Bewertungen an den Aktienmärkten hingegen sind zum größten Teil eine direkte Folge von Aktienrückkäufen der Unternehmen, welche erst durch die Versorgung mit viel billigem Geld infolge der Leitzinssenkungen der Notenbanken ermöglicht wurden.

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