Katar

Katar steckt durch die Wirtschaftssanktionen von Saudi-Arabien in einer tiefen Krise. Doch die USA sind noch unschlüssig.

Emir Scheich Tamim bin Hamad Al-Thani von Katar mit US-Präsident Donald Trump in Riad. (Foto: dpa)

Der Konflikt zwischen Katar und Saudi-Arabien hat nicht nur die weltweiten Börsen kurzfristig belastet, sondern auch die Spannungen im gesamten Nahen Osten erhöht. Katar gehen aufgrund der Wirtschaftssanktionen durch Saudi-Arabien und den Vereinigten Arabischen Emirate die Dollar-Reserven aus, da vor allem aus diesen Ländern Devisen ins Land kamen. Die katarischen Investitionen in Europa, China und in der Türkei sind gefährdet. Die USA spielt bei der Krise eine Doppelrolle. Während US-Präsident Donald Trump der saudischen Linie gefolgt und Katar indirekt als Terrorstaat umschrieben hat, steht das Pentagon hinter dem Emirat. Denn in Katar befindet sich einer der größten US-Stützpunkte außerhalb der USA. Auf dem US-Luftwaffenstützpunkt Al Udeid in Katar sind mehr als 11.000 US-Soldaten stationiert. Zudem befinden sich dort mehr als 100 Kampfjets. Etwa 1.000 der US-Soldaten in Al Udeid arbeiten in einem Luftverkehrszentrum. Sie beaufsichtigen die militärischen Missionen im Irak, Afghanistan und Syrien.

Auffällig ist, dass die Katar-Krise sich nur sehr marginal auf den Ölpreis ausgewirkt hat. Es waren keine großen Volatilitäten zu beobachten. Die gesamte Golf-Region befindet sich in einer Phase der Destabilisierung. Der ehemalige Stabschef im Pentagon, Lawrence Wilkerson, sagte den Deutschen Wirtschafts Nachrichten: „Wir müssen uns auch im Klaren darüber sein, dass der Arabische Frühling – ich nenne es Arabischer Winter – noch nicht vorüber ist. Die Könige und Emire von Bahrain, Saudi-Arabien und Katar sind alle verängstigt. Die Welt verändert sich, und diese Emire und Könige sind auf der falschen Seite der Geschichte. Ihre Tage sind gezählt.“

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