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Kongo

Frankreich kann seinen Status nur mit Ausbeutung der ehemaligen Kolonien halten

Der französische Staat kassiert von seinen ehemaligen Kolonien jährlich 440 Milliarden Euro an Steuern. Frankreich ist auf die Einnahmen angewiesen, um nicht in der wirtschaftlichen Bedeutungslosigkeit zu versinken, warnt der ehemalige Präsident Jacques Chirac. Der Fall zeigt: Eine gerechte Welt ist schwer möglich, weil die ehemaligen Kolonialmächte von der Ausbeutung selbst abhängig geworden sind.

Flüchtlinge: Die Ausbeutung der Welt schlägt im behaglichen Deutschland an

Die Ängste der Demonstranten der Pegida spiegeln die Realität jener wider, die alles verloren haben: Würde, Heimat, Identität. Die Diskussion um die Flüchtlinge muss den Kern des Problems fokussieren. Globale Ausbeutung, Sklavenarbeit und Rohstoff-Zerstörung machen die Waren in unseren Supermärkten billig und jederzeit verfügbar. Der Filmemacher Marcel Kolvenbach plädiert für einen radikalen Wechsel der ökonomischen Produktion als einzige Lösung eines Problems, das weder mit Demagogie noch mit hohlem Pathos aus der Welt zu schaffen ist.

Afrika braucht Recht und Gesetz, nicht Mitleid

Die europäische Entwicklungshilfe-Industrie in Afrika hat versagt. Sie hat keine Arbeitsplätze geschaffen, sondern den Reichtum einiger korrupter Cliquen vermehrt. Eine echte Partnerschaft mit Afrika braucht einen messbaren Erfolg. Will man verhindern, dass die Tragödie von Lampedusa zum Normalfall gehört, muss die unkontrollierte Überweisung von Steuer-Milliarden nach Afrika gestoppt werden. Die europäischen Samariter müssen einsehen: Afrika braucht nicht Mitleid, sondern Recht und Gesetz.