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Manager

Ein falscher Gedanke: Vertriebene sollen deutsches Wirtschafts-Wunder schaffen

Daimler-Chef Dieter Zetsche hofft, die Flüchtlinge könnten eine Grundlage für das nächste deutsche Wirtschaftswunder werden. Wie bitte? Sollen wir uns alle zu Kriegsprofiteuren machen? Die Vertriebenen sind nicht auf globaler Arbeitssuche. Sie rennen um ihr Leben, um die halbe Welt – weil ihre Heimat zerstört wird. Europa soll den Krieg in Syrien beenden helfen – und sich dann über ein syrisches Wirtschaftswunder freuen.

Streik bei der Bahn: Gewerkschaften müssen kämpfen, nicht kuschen

Der Streik der Gewerkschaft der Lokomotivführer wird viele Kunden verärgern. Doch der Ärger der Pendler ist das geringere Übel: Der Streit mit Bahn und Regierung ist ein Grundsatzstreit über die Frage, ob die Gewerkschaften nur ein dekoratives Element in einem zentralistischen Staat sind, oder ob sie der starke Arm der Arbeiter sind. Nur wenn ein Streik wehtut, kann er ein Erfolg werden.

Schaeffler: Manager erhält 11 Millionen Euro, ohne auch nur einen Tag gearbeitet zu haben

Geldverschwendung im Neo-Feudalismus: Das Familienunternehmen Schaeffler zahlt einem Manager 11 Millionen Euro Gehalt, obwohl dieser nicht einen einzigen Tag für sein Geld gearbeitet hat. Der Glückliche war noch vor seinem Amtsantritt gefeuert worden, weil es sich die Eigentümer anders überlegt hatten. Manager werden heute wie Fußball-Legionäre zwischen den Firmen verschoben und sichern sich durch wasserdichte Verträge gegen jedes Risiko ab.

Weiter wie bisher: Der Steuerzahler bleibt der unaufgeklärte Banken-Retter

Der hohe Schaden für den Steuerzahler aus der indirekten Verstaatlichung der irischen Depfa entstand vor allem durch den politischen Widerstand gegen Abwicklung und Gläubigerbeteiligung in Deutschland. Durch das starre Festhalten an der einmal beschlossenen Bankenrettungsstrategie wurden bei einer Privatbank die Rettungskosten für den Steuerzahler maximiert.

Finanz-Eliten wollen ihre Vermögen in Sicherheit bringen

Die großen Vermögensverwalter verschärfen die Gangart: Pimco und BlackRock haben mehrere Banken auf 250 Milliarden Dollar verklagt, weil die Banken in der US-Häuserkrise manipuliert haben. Die Finanz-Eliten bereiten sich offenbar auf einen Verteilungskampf in der Schuldenkrise vor. Bei einem Treffen in London berieten hochrangige Investoren mit dem IWF und den Zentralbanken über Möglichkeiten, wie sie ihr Vermögen schützen können.

Finanz-Eliten fürchten die Folgen der Kluft zwischen Arm und Reich

In London haben 250 Super-Reiche über die Frage beraten, welche Folgen die ungleiche Verteilung des Reichtums der Welt für sie haben könnten. Beobachter stellen fest, dass die Finanz-Eliten in Erwartung von sozialen Unruhen verbal linke Positionen übernehmen. Sie haben Angst, dass sie als Teil des Problems identifiziert werden könnten. IWF und Vertreter der Zentralbanken unterstützen die Finanz-Eliten bei der Suche nach Auswegen.