MH17

Zum Absturz der Malaysia Air-Maschine gibt es verschiedene Theorien. Ein abschließendes Urteil fehlt bislang.

Trümmer des Fluges MH17 liegen verstreut im Gelände. Der Absturz in der Ostukraine ist bislang nicht vollständig geklärt. (Foto: dpa)

Die Maschine mit der Flugnummer MH17 der Fluggesellschaft Malaysia Airlines stürzte am 17. Juli 2014 auf dem Weg von Amsterdam nach Kuala Lumpur über der Ostukraine ab. An Bord waren 298 Menschen. Niemand überlebte.

Die Untersuchungen des Unglücks gestalteten sich langwierig und widersprüchlich. Ein internationales Ermittlerteam unter Führung der niederländischen Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass die Rakete, welche zum Abschuss des Fluges MH17 geführt hatte, aus Russland kam.

Eine andere Untersuchung hatte sich auf die Absturzursache konzentriert und war zu dem Ergebnis gekommen, dass das Flugzeug von einer Buk-Rakete getroffen worden war. Diese von Russland hergestellten Raketen werden sowohl von den russischen als auch von den ukrainischen Streitkräften verwendet.

Da sie von einer Mitverantwortung Russlands für den Flugzeugabsturz ausgingen, verschärften die Europäische Union und die Vereinigten Staaten ihre während der Krimkrise und der Krise in der Ukraine 2014 verhängten Sanktionen gegen Russland und erließen am 22. Juli 2014 weitere Einreiseverbote und Kontensperrungen.

Malaysia Air muss zwei Katastrophen verkraften

Nach MH17 und MH370 hat Malaysia Airlines tausende Mitarbeiter entlassen. Der drastische Sparkurs traf 6.000 Beschäftigte. Malaysia Airlines schrieb nach zwei Abstürzen im Jahr 2014 hohe Verluste. Im März verschwand Flug MH370 auf dem Weg von Kuala Lumpur nach Peking spurlos. Im Juli stürzte Flug MH17 über der Ostukraine ab. Insgesamt kamen 537 Menschen ums Leben.

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Rakete bei MH17-Abschuss soll aus Russland gekommen sein

Ein internationales Ermittlerteam unter Führung der niederländischen Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass die Rakete, welche zum Abschuss des Fluges MH17 im Sommer 2014 in der Ostukraine geführt hatte, aus Russland kam. Wer genau die Waffe bediente, ist unklar. Die Rakete sei von dem von Rebellen kontrollierten Dorf Perwomajsk aus abgefeuert worden, teilten die Ermittler am Mittwoch mit. Sie sei zuvor von Russland aus in die Ukraine gebracht worden.

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Britischer Forscher: EU-Politik in der Ukraine war „Dummheit im großen Stil“

Die Ukraine ist der größte Staat Europa - nach Russland. Seit der Unabhängigkeitserklärung im Dezember 1991 organisiert sich das Land politisch als Präsidialrepublik. Im November 2013 kam es auf der Krim-Halbinsel zu Auseinandersetzungen zwischen moskautreuen Separatisten und proeuropäischen Kräften. Seither herrschen bürgerkriegsähnliche Zustände Der britische Russland-Forscher und Politologe Richard Sakwa ist der Auffassung, dass die Schuld an der Eskalation in Washington und Brüssel zu suchen sei.

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