Monsanto

Der Biochemie-Konzern Monsanto steht besonders mit seinen gentechnisch veränderten Getreidesorten in der Kritik. Der Genmais MON 810 ist durch ein eingepflanztes Gen in der Lage, mithilfe von Gift frisch vom Feld den am häufigsten auftretenden Maisschädling, den Stengelbohrer, zu bekämpfen. (Foto: dpa)

Der Monsanto-Genmais MON 810 besitzt ein Gen, das einen Wirkstoff gegen den Maisschädling produzieren kann. Doch diese Resistenz ist praktisch Gift frisch vom Feld. (Foto: dpa)

Das umstrittene Unternehmen Monsanto bringt im modernen Industriezeitalter immer mehr chemisch erzeugter Stoffe in Umlauf. Trotz stetig wachsender Kritik sieht sich der Konzern selbst als führend im Kampf für nachhaltige Landwirtschaft. Mit Hilfe von Innovationen in Form von Gentechnik oder Agrochemie soll in der Landwirtschaft der Zukunft mit möglichst wenig Aufwand möglichst viel erwirtschaftet werden.

Die Entwicklung des ehemaligen Chemie-Konzerns zum weltweiten Marktführer in der Biotechnologie begann mit dem Vertrieb des heute als gesundheitsschädlich kritisierten Süßstoffs Aspartam. Die Vermarktung des mittlerweile als hochgiftig eingestuften Weichmachers PCB, die Produktion des chemischen Kampfstoffs Agent Orange und die Entwicklung des Pflanzengifts Roundup mit dem Wirkstoff Glyphosat sind weitere Kritikpunkte in der Geschichte des Konzerns.

Ein großer Kritikpunkt ist der Einsatz von Gentechnik: Schon heute gehen rund 90 Prozent der gentechnisch veränderten Lebensformen auf Monsanto-Patente zurück. Dadurch wird nicht nur die natürliche Biodiversität gestört, sondern auch Arbeiter schlecht bezahlt und sogar Menschenrechte verletzt.

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Glyphosat: Gift frisch vom Feld

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Freihandelsabkommen TTIP und CETA sorgen für Proteste

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Monsanto kontrolliert heute bereits 27 Prozent des weltweiten Saatgut-Marktes, die drei größten Unternehmen zusammen 53 Prozent. (Grafik: EvB/ETC Group)
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