Monte dei Paschi

Die Monte dei Paschi di Siena kam durch mehrere Skandale in die Fänge der Bankenkrise. Insbesondere die Höhe fauler Kredite sorgten für das Ende der Liquidität der ältesten Bank der Welt.

Die Monte dei Paschi di Siena ist die älteste, noch existierende Bank der Welt. (Foto: dpa)

Die italienische Bank Monte dei Paschi di Siena gilt als das älteste noch existierende Finanzinstitut der Welt. Sie kam im Jahr 2016 in die Schlagzeilen, weil sie mit 3,38 Milliarden Euro einen derart hohen Verlust zu verzeichnen hatte, dass sie noch im gleichen Jahr von der Börse genommen werden musste. Eine im Vorfeld angestrebte Kapitalerhöhung durch Investoren gelang den Eigentümern nicht.

Wie viele Banken in Europa – und insbesondere in Italien –  war auch die Monte dei Paschi von ausfallgefährdeten Krediten bedroht. Um eine neuerliche Finanzkrise abzuwenden, sprang der italienische Staat als Retter des Bankenhauses ein. Der eigentliche Skandal daran: Die Bankenrettung durch Steuergelder steht im deutlichen Widerspruch zu den EU-Regeln eines sogenannten Bail-in. Demnach hätten zuerst Gläubiger und Aktionäre zur Kasse gebeten werden müssen.

Dies ist jedoch nicht der einzige Skandal um die Monte dei Paschi. Bereits während der globalen Finanzkrise 2007/08 übernahm sich die Bank mit dem Kauf der Antonveneta für 17 Milliarden Euro. Im Zuge dessen gab es harsche Kritik an EZB-Chef Mario Draghi, der damals als Vorstand der italienischen Notenbank der höchste Bankenkontrolleur des Landes war.

Mario Draghi: EZB-Chef gerät ins Visier der Ermittler

Die Rolle, die EZB-Chef Mario Draghi im Skandal um die Monte dei Paschi di Siena gespielt hat, ist noch immer nicht geklärt.

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Bankenkrise in Italien erfasst die älteste Bank der Welt

Im Zuge der globalen Finanzkrise geriet auch die berühmteste Bank Italiens durch eine Vielzahl fauler Kredite in die Schieflagen.

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Bankenrettung der Monte dei Paschi durch Bail-in gescheitert

Die in die Bankenkrise geratene Monte dei Paschi di Siena wurde entgegen der euopäischen Bail-in-Regeln durch Steuergelder gerettet.

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EZB-Präsident Mario Draghi mit dem Vorstandsvorsitzenden der Deutschen Bank, John Cryan. (Foto: dpa)