Nord Stream 2

Die Stahlrohre von Nord Stream 2 und auch 1 in der Ostsee würden Gas von Russland nach Europa leiten. Das Fracking-Gas der USA wäre damit überflüssig.

Nord Stream 2 wäre der zweite Erdgas-Strang in der Ostsee. (Foto: dpa)

Russland und Deutschland hatten sich darauf geeinigt, einen zweiten Gaspipeline-Strang von Russland über die Ostsee nach Deutschland zu bauen. Diese Pipeline trägt den Projektnamen Nord Stream 2.

Doch die USA, Polen und die baltischen Staaten sind gegen den Bau von Nord Stream. Mittlerweile hat sich auch das EU-Parlament in einer Resolution kritisch zum Bau von Nord Stream 2 geäußert. Die Gegner sind allesamt der Ansicht, dass Nord Stream 2 nicht im europäischen Interesse sein könne, weil Russland dann noch mehr Einfluss auf dem europäischen Energiemarkt erziele. Das erklärte Ziel von Russland ist nämlich, die Ukraine als Transitland zu umgehen.

Stattdessen bieten die USA den Europäern an, LNG-Flüssiggas aus den USA zu kaufen, um die Energiezufuhr zu diversifizieren und nicht vollständig abhängig von Russland zu sein. Sollte Nord Stream 2 nicht gebaut werden, wäre dies ein großer Verlust für Deutschland. Denn der Bau von Nord Stream 2 würde Deutschland zum Energiezentrum Europas machen und damit die politischen Einflussmöglichkeiten Deutschlands in Europa enorm stärken.

Fracking: Unkoventionelle Föderung fossiler Brennstoffe

Durch Fracking werden in den USA alle verfügbaren Erdgas-Felder ausgeschöpft - zum Teil auch solche, die für normale Förderungen unrentabel sind.

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Gazprom: das weltweit größte Erdgas-Förderunternehmen

Das russische Unternehmen Gazprom verfügt in Russland über ein Monopol des Pipeline-Netzes. Es ist zudem der größte Arbeitgeber Russlands nach dem Militär.

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Russland: Reichtum an fossilen Brennstoffen

Russland ist besonders reich an Rohstoffen wie Erdöl und Erdgas. Bei fossilen Brennstoffen und deren Transport ist das Land der größte Konkurrent der USA.

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Der Verlauf der Nord Stream-Pipeline. (Grafik: Gazprom)