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Oliver Wyman

BlackRock: Draghi holt den „König der Wall Street“ als Berater zur EZB

Die Europäische Zentralbank hat BlackRock, die mächtigste Finanz-Firma der Welt, beauftragt, das neue Programm für Kredit-Verbriefungen (ABS) zu entwerfen. Damit erhält der "König der Wall Street" exklusiven Zugang zu europäischen Unternehmens-Daten. ABS waren jene gefährlichen Papiere, die den Crash von 2008 ausgelöst haben. BlackRock ist gefürchtet für seine Rendite-Orientierung. Eine Kontrolle der Vorgänge in Frankfurt durch unabhängige Experten ist per Gesetz verboten.

Top-Banker Bernd Lüthje kritisiert EZB: „Das ist Diktatur in Reinkultur“

Der erste Vorstandsvorsitzende der NRW Bank, Bernd Lüthje, kritisiert die Europäische Zentralbank scharf: Die Zusammenarbeit mit der US-Beratungsfirma Oliver Wyman müsse gestoppt werden. Es liege ein klarer Interessenskonflikt vor. Außerdem agiere die EZB so, als wären alle Banken ihre Untertanen. Sie verwende die Bankenaufsicht als „Berherrschungsinstrument“.

Spaniens Banken drohen Verluste von bis zu 270 Milliarden Euro

Die Unternehmensberatung Oliver Wyman hat im Auftrag der spanischen Regierung die Banken analysiert. Es drohen im schlimmsten Fall Verluste bis zu 270 Milliarden Euro in den kommenden drei Jahren. Dennoch brauchen die Banken nur bis zu 62 Milliarden Euro von der EU. Der „Stress-Test“ ist ein Wunder der Modellrechnung. Das Problem: Die Euro-Krise ist keine Modelleisenbahn - nicht einmal der Chef der Euro-Gruppe Juncker glaubt an die vorgelegten Berechnungen.