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Schulden-Falle

Euro-Retter verlieren die Nerven: Unflätige Attacken, weil Griechen nicht spuren

Bei den Euro-Rettern liegen die Nerven blank: In Riga gaben die Finanzminister jede diplomatische Zurückhaltung auf und sind über ihren griechischen Kollegen hergefallen. Sie nannten Yanis Varoufakis einen „Amateur“ und einen „Spieler“. Der Zwischenfall zeigt: Die Berufspolitiker in der EU haben massive Probleme mit abweichenden Positionen. Der Realitätsverlust könnte den Euro-Crash auslösen – mit Milliarden-Verlusten für die europäischen Steuerzahler.

Griechenland will Touristen als verdeckte Steuer-Fahnder anwerben

Die griechische Regierung will Studenten, Haushaltshilfen und Touristen als Spitzel einsetzen, damit diese die Steuerangelegenheiten ihrer Mitbürger ausspionieren und an den Staat melden. Die Spitzel sollen verdeckt mit Video- und Audio-Geräten ausgestattet werden. Ausbildung und Ausrüstung sollen von den anderen Euro-Staaten bezahlt werden. Touristen, die einen Griechenland-Urlaub planen und sich diesen nicht durch Schnüffel-Dienste finanzieren wollen, wird daher geraten, öffentliche Orte nur nackt aufzusuchen.

Druck auf EZB steigt: IWF stoppt Kredite für Griechenland

Der IWF erhöht den Druck auf die EU und stoppt weitere Kredite an Griechenland. Diese sollen erst ausgezahlt werden, wenn sich eine neue Regierung zum Troika-Kurs bekannt hat. Die EU-Kommission und Wolfgang Schäuble lassen die Griechen wissen, dass der bisherige Kurs alternativlos sei. Die griechischen Wähler müssten daher ein klares Bekenntnis zu "Europa" ablegen. Bis dieses Bekenntnis erfolgt, könnte die EZB neue griechische Schulden vergemeinschaften, um die Insolvenz zu verhindern.

Griechenland: Politisches Chaos droht, Börse stürzt ab

Kaum haben sich die EU und Griechenland auf weitere Milliarden-Kredite geeinigt, ist in Athen der Wahlkampf ausgebrochen: Die Börse stürzte ab, weil allgemein erwartet wird, dass die Linkspartei Syriza in den kommenden Wochen die Agenda dominieren wird. Der Bundestag soll in der kommenden Woche erneut in aller Eile über eine Ausweitung des Kredit-Programms entscheiden, obwohl die Rahmenbedingungen völlig unklar sind.

Ukraine: US-Investment-Bankerin ist neue Finanzministerin

Die amerikanische Investment-Bankerin Natalia Jaresko bekam im Eilverfahren die ukrainische Staatsbürgerschaft, damit sie Finanzministerin von „Jaz“ Jazenjuk werden kann. Sie ist CEO bei einem staatlichen amerikanischen Finanzinvestor. Vor ihrer Tätigkeit in der Finanzbranche war sie Angestellte beim US-Außenministerium. Auch der neue Wirtschaftsminister - ein blitzeingebürgerter Litauer - ist Investment-Banker. Die Oligarchen in der Ukraine dürften sich die Augen reiben.

Praktisch insolvent: Bürger der Ukraine müssen mit harten Einschnitten rechnen

Als Folge des Gas-Deals muss die Ukraine neue Schulden machen. Die Bevölkerung des Landes wird unter Austeritäts-Programmen und Privatisierungen zu leiden haben. Putins Strategie ist aufgegangen: Gazprom kann 3,1 Milliarden Dollar von einem ganz und gar zahlungsunfähigen Schuldner eintreiben. Der Deal wird die Plünderung der Ukraine beschleunigen: Schulden-Krise führen immer zu hohen Profiten für einige Oligarchen und zu schweren Entbehrungen der ausgebeuteten Völker.

Finanzinvestor KKR befreit italienische Banken von schlechten Schuldnern

Die Umverteilung von den Sparern zur Finanzindustrie geht weiter: So lange die Zentralbanken die Zinsen niedrig halten, sind riskante Kredite ein gutes Geschäft für Finanzinvestoren: Sie bekommen höhere Zinsen und können in aller Ruhe versuchen, vom Gläubiger zum Eigentümer zu werden. Für verschuldete italienische Unternehmen ist das eine gefährliche Entwicklung.