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Schulden

Griechenland: Großbanken sind überwiegend im Besitz der europäischen Steuerzahler

Mit insgesamt 25 Milliarden Euro sollen noch in diesem Jahr griechische Banken gestützt werden. Ob die Geldhäuser direkt aus dem ESM saniert werden ist noch offen. Ein „Bail-in“ für Bankkunden wäre damit vom Tisch. Dies liegt auch daran, dass sich die Banken mehrheitlich im Besitz der öffentlichen Hand und damit de facto der europäischen Steuerzahler befinden.

Top-Ökonom: Die USA sind der kranke Mann der Weltwirtschaft

Der Chefvolkswirt der Bremer Landesbank, Folker Hellmeyer, fordert die Emanzipation Europas von den USA. Die US-Regierung versuche, die Euro-Zone nach dem Prinzip „Teile und herrsche!“ zu destabilisieren. Die Zahlen sprechen eine eindeutige Sprache: Der Konsum auf Pump in den USA sei nicht nachhaltig und habe die USA schon wieder auf Crash-Kurs gebracht. Die viel gescholtene Euro-Zone habe die viel bessere Wirtschaft. Europa sollte sich daher in Richtung Chinas und Russlands orientieren.

Schäuble bremst Frankreichs Drängen auf politische Union in Europa

Wolfgang Schäuble kann den Wünschen Frankreichs und Italiens auf eine schnelle Umverteilung der Steuermittel in der Euro-Zone wenig abgewinnen: Geschickt hat er zu diesem Zwecke die Idee einer Euro-Steuer in Umlauf gebracht– wohl wissend, dass eine Finanzierung der gemeinsamen Währung über neue Steuern aktuell weder in Deutschland noch in einem anderen Euro-Staat durchsetzbar ist.

Schäubles Plan: Deutschland muss raus aus dieser Euro-Zone

Die Demütigung Griechenlands beim Gipfel war kein Unfall. Sie ist Teil einer Agenda, die Wolfgang Schäuble seit langem verfolgt: Er hält die EU in ihrer derzeitigen Form für nicht funktionsfähig. Er strebt eine enge politische Union an. Diese ist nur mit ausgewählten Staaten möglich. Am Ende soll sich zeigen, wer zu Deutschland passt und wer nicht. Der Grexit ist fix eingeplant. Andere Staaten werden folgen. Das Tischtuch ist zerschnitten. Unwiderruflich.

Angela Merkel: Unter ihren müden Augen zerfällt die EU

Die EU steht vor der Spaltung. Der Gipfel legte die Bruchlinien schonungslos offen: Die Südeuropäer wollen etwas anderes als der Norden oder der Osten. Griechenland ist der Katalysator für eine zentrifugale Dynamik. Mittendrin Angela Merkel: Müde, ausgelaugt, überfordert. Sie kann nur noch zusehen, wie auseinanderfällt, was mit der Verführung des Geldes in eine Einheit gezwungen werden sollte.

Merkel schweigt, Gabriel rödelt: EU völlig kopflos in der Krise

Die Reaktionen der Euro-Retter am Montag nach dem Referendum zeigen klar, dass die EU politisch nicht handlungsfähig ist. Die Staaten haben mit einem beispiellosen Prozess der Selbstzerfleischung begonnen. Sie lassen sich davon blenden, dass „die Märkte“ bisher nicht besonders panisch reagiert haben. Doch der Schein trügt. Dieser Konflikt wird politisch entschieden und nicht mit dem Taschenrechner. Und was macht Angela Merkel?