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Der russische Präsident Wladimir Putin und der EU-Präsident Jean-Claude Junker am 08.07.2017 in Hamburg am Rande des G20-Gipfels. (Foto: dpa)

Russland-Sanktionen haben Deutschland nicht weniger als 500.000 Jobs gekostet

Laut dem Vorsitzenden der Organisation „Conoscere Eurasia“ und Chef der italienischen Banca Intesa in Moskau, Antonio Fallico, treffen die Sanktionen gegen Russland die Länder der EU weitaus härter als die russische Föderation. Am stärksten betroffen seien Deutschland und Italien, die als Folge der Sanktionen nicht weniger als eine dreiviertel Million Arbeitsplätze verloren hätten. Sollten sich die beiden Lager dauerhaft entfremden, drohe ihnen zudem die weltpolitische Marginalisierung. Fallico hält daher eine europäisch-russische Zusammenarbeit für unerlässlich. Im Gespräch mit den Deutschen Wirtschafts Nachrichten analysiert er vor diesem Hintergrund die Sanktionen gegen Russland und beschreibt das Potential des eurasischen Wirtschaftsraums und der „Neuen Seidenstraße“.

US-Regierung zettelt Kriege an, um den Dollar zu retten

Früher haben die Amerikaner gegen die Chinesen, die Kubaner oder gegen die Russen gekämpft. Heute zeigen sie die volle Härte gegen internationale Organisationen, die über keine Armeen verfügen, wie den Vatikan oder die Fifa. Zugleich zettelt Washington überall unvollendete Krieg an. Der Grund: Sie wollen die globale Vorherrschaft des Dollars retten. Doch die Attacken und das Chaos bewirken das Gegenteil. Das Ende der US-Dominanz im Weltfinanzsystem ist absehbar.

Russland plant Alternativen für das SWIFT-System

Russland will angeblich einen eigenes Zahlungssystem aufbauen, der parallel zu zum internationalen SWIFT-System arbeiten könnte. Moskau könnte damit auf die mehrfachen Drohungen des Westens regieren, das russische Bankensystem von SWIFT ausschließen zu wollen. Vor allem die Amerikaner drängen auf den Ausschluss Russlands. Das hätte vor allem für europäische Unternehmen in Russland einschneidende Konsequenzen.

Obama wollte heimlich Russlands Zugang zu Bank-Überweisungen kappen

Die für den internationalen Zahlungsverkehr zuständige Finanzorganisation SWIFT hat es abgelehnt, Russland von allen Finanzströme abzuschneiden. Die Organisation gab bekannt, entsprechende politische Aufforderungen erhalten zu haben. Man wolle sich jedoch nicht zum Rechtsbruch zwingen lassen. Der Vorfall zeigt: Die Amerikaner arbeiten hinter den Kulissen längst jenseits von Recht und Gesetz, um ihre Interessen durchzusetzen.