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Troika

Griechenland: Der Grundstein für den Zerfall des Euro ist gelegt

Beschließt die griechische Regierung die Gesetze auf der Basis der Troika-Forderungen, wird damit der Grundstein zur Zerstörung der griechischen Wirtschaft und in der Folge des Euro gelegt. Die Maßnahmen sind so falsch, dass Alexis Tsipras sogar mit einem Grexit wenige Schaden anrichten würde. Er sollte unverzüglich in Verhandlungen mit Angela Merkel eintreten, um die sozialen Verwüstungen in Griechenland und die Verluste der europäischen Steuerzahlern zu minimieren.

Griechenland: Nicht schon wieder Entscheidungen ohne taugliche Grundlagen

Die Euro-Retter haben die Lage in Griechenland aufgrund völlig falscher Daten beurteilt. Deshalb hat die Therapie nicht angeschlagen. Jetzt werden dem Land wieder Alternativen aufgezwungen, die beide untauglich sind: Die Fortsetzung der internen Abwertung oder Grexit. Beides ist fatal. Solange keine realistische Datengrundlage besteht, und das Bankensystem nicht fixiert wird, wird sich die Schuldendeflation fortsetzen.

Ein Raub der Troika: Europa verliert Tsipras, den tragischen Helden

Von der Demokratie in Griechenland bleibt ein Haufen Asche. Sie war das Brandopfer auf dem Altar für die Gottheit Troika. Diese hatte Tsipras die Pistole an die Brust gesetzt. Nach dem Referendum hat sie die Waffe entsichert. Alexis Tsipras bleibt nur die Wahl, sich zu verbiegen oder als tragischer Held in die Geschichte einzugehen. Den Tsipras, der die europäische Demokratie belebt hat, gibt es nicht mehr.

Griechenland: Die dritte „Rettung“ wird astronomisch teuer

Das dritte Kredit-Programm wird mindestens 70 Milliarden Euro teuer. Premier Tsipras scheint den Troika-Forderungen nach Austerität nachzugeben. Damit ist Griechenland langfristig geliefert. Mit einem versteckten Schuldenschnitt kann die Fiktion aufrechterhalten blieben, dass das Geld „nur“ ein Kredit ist. Insgesamt könnte die ganze Aktion allerdings locker weitere 300 Milliarden Euro kosten.

Angela Merkel: Unter ihren müden Augen zerfällt die EU

Die EU steht vor der Spaltung. Der Gipfel legte die Bruchlinien schonungslos offen: Die Südeuropäer wollen etwas anderes als der Norden oder der Osten. Griechenland ist der Katalysator für eine zentrifugale Dynamik. Mittendrin Angela Merkel: Müde, ausgelaugt, überfordert. Sie kann nur noch zusehen, wie auseinanderfällt, was mit der Verführung des Geldes in eine Einheit gezwungen werden sollte.

Euro-Krise: IWF-Analyse zeigt Desaster von historischem Ausmaß

Nun ist klar, warum der IWF in den Panik-Modus verfallen ist: Selbst ohne Referendum hätte Griechenland weitere 50 Milliarden Euro gebraucht - nur um auf einen tragfähigen Schuldenstand zu kommen. Tatsächlich geht der Bedarf eher in Richtung 100 Milliarden Euro. Diese Zahlen sind ein Fiasko für die Reputation der Troika. Sämtliche griechischen Regierungsmitglieder der vergangenen Jahre müssten sich nun eigentlich vor Gericht verantworten.