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Troika

Euro-Poker: Griechenland schlägt Referendum oder Neuwahlen vor

Der griechische Finanzminister Yanis Varoufakis hat ein Referendum über den künftigen Kurs Griechenlands ins Gespräch gebracht. Diese Idee hatte schon der konservative George Papandreou vor drei Jahren gehabt - und war damit auf wütenden Protest der EU gestoßen. Wenig später war Papandreou seinen Job als Premier los - und wurde durch den Chef der griechischen Zentralbank ersetzt, der eine Notstandsregierung übernahm, um den Crash zu verhindern.

Schäuble droht Griechenland mit der Staats-Pleite

Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble hat Griechenland mit der Staats-Pleite gedroht, wenn Athen seine Schulden bei der EZB und dem IWF nicht bedient. Der griechische Finanzminister Varoufakis sagte, man würde gerne zahlen, hätte aber das Geld nicht. Er will daher mit der EZB über einen Schuldenschnitt verhandeln. In diesem Fall wären Milliarden an europäischen Steuergeldern verloren.

Austerität: Etablierte Parteien und USA fürchten Vormarsch der Euro-Skeptiker

Die spanische Regierung hat bei den Euro-Verhandlungen mit Griechenland offenbar den stärksten Druck auf Athen ausgeübt: Die Regierung fürchtet, dass ein Nachgeben gegenüber Griechenland die Protest-Partei Podemos im eigenen Land stärken würde. Auch in den anderen Euro-Staaten legen die Euro-Skeptiker zu - sehr zum Verdruss der USA, die Europa als geschlossenen Nato-Partner in ihrer geopolitischen Strategie sehen wollen. Die Einigung ist daher Pflicht.

Griechenland: Tsipras verliert Poker mit der EU und muss Troika akzeptieren

Die griechische Regierung gibt eines ihrer wichtigsten Wahlversprechen auf und akzeptiert, dass die Wirtschaftspolitik Griechenlands auch weiter von der Troika kontrolliert wird. Der nun in Brüssel eingelangte Kredit-Antrag entspricht der von der EU verlangten Unterwerfung unter das Memorandum. Offenbar haben die internationalen Investmentbanken dem griechischen Finanzminister Varoufakis keine Hoffnung gemacht, aus dem Programm aussteigen zu können.

Griechenland will Kredit-Antrag stellen, EZB prüft Not-Kredite

Nach dem Theaterdonner in den ersten Verhandlungsrunden zeichnet sich eine Annäherung zwischen Griechenland und den Euro-Staaten ab. Athen will offenbar einen Kredit-Antrag stellen. Die Formulierung der Bedingungen wird noch verhandelt, sie dürfte vor allem dazu dienen, dass beide Seiten einen Deal als Erfolg verkaufen können. Bis zur Einigung könnte die EZB das Banken-System weiterhin mit Not-Krediten stützen.

Griechenland im Euro: Demokratie in Europa wird zum Bank-Geschäft

Die Euro-Finanzminister agieren wie Banker, die einem „schlechten“ Schuldner das Messer ansetzen. Doch sie agieren ohne Netz: Die Kredite kommen nicht aus einem balancierten Bank-Geschäft, sondern von den Steuerzahlern. Die griechische Regierung beruft sich auf die Wähler. Sie hat alles Recht dazu. Die Alternative wäre die Abschaffung von Wahlen. Die Demokratie in Europa befindet sich auf einem schlechten Weg.

Gegen die Troika: Portugal will dem Beispiel Griechenlands folgen

32 Politiker, Ökonomen und Wissenschaftler fordern den portugiesischen Ministerpräsidenten auf, Griechenlands Forderungen nach einem Schuldenerlass zu unterstützen. Würde Griechenland geholfen, würde sich das auch positiv auf Portugal auswirken, heißt es in einem Brief an Pedro Passos Coelho. Coelho hatte seit dem Wahlsieg in Griechenland Tsipras immer wieder dazu aufgefordert, sich an das Schuldenprogramm zu halten.

Geheimes HSBC-Konto: Sarkozy soll Griechenland zur Troika gezwungen haben

Nicolas Sarkozy habe den früheren Ministerpräsidenten Griechenlands, George Papandreou, gezwungen, die Troika ins Land zu holen. Das zumindest behauptet der ehemalige HSBC-Analyst Herve Falciani in seinem neuen Buch. Die Mutter Papandreou soll ein geheimes Konto bei der HSBC Bank gehabt haben, von dem Sarkozy wusste. Herve Falciani war es auch, der tausende Datensätze der HSBC gestohlen und sie den französischen Steuerbehörden übergeben hat.

Kehrtwende: Griechische Regierung verhandelt mit der Troika

Die griechische Regierung gibt ihren Widerstand auf und verhandelt nun entgegen ihren ersten Ankündigungen doch mit der Troika. Um die Griechen an den Tisch zu bekommen, hat die EU „die Troika“ in „die Institution“ umbenannt. Das Ziel ist eine Umschuldung Griechenlands. Das Risiko dürfte erneut die europäischen Steuerzahler übernehmen, für die keine Umbenennung vorgesehen ist.