Turkish Stream

Die Pipeline Turkish Stream würde die Türkei zu einem Energiezentrum machen. Ähnliches würde auch Deutschland mit der Erdgas-Pipeline Nord Stream zugute kommen.

Mit Turkish-Stream wäre die Türkei ein wichtiges Transitland für Erdgas-Lieferungen nach Europa. (Foto: Gazprom)

Die russisch-türkische Pipeline Turkish Stream soll von Russland über das Schwarze Meer in die Türkei und dann nach Griechenland führen, um Europa mit Gas zu versorgen. Die USA sind gegen diesen Pipeline-Bau.

Russland will durch Turkish Stream und Nord Stream 2 versuchen, die Ukraine als Transitland für Gas zu umgehen. Die südlich um die Ukraine herum verlaufende Pipeline Turkish Stream gilt als Nachfolgeprojekt der früheren South-Stream-Pläne, die infolge der Spannungen mit Moskau in der Ukraine-Krise gescheitert waren.

Pro Jahr soll die Trasse bis zu 63 Milliarden Kubikmeter schaffen, zunächst sind von 2017 an knapp 15,6 Milliarden Kubikmeter für den Eigenverbrauch der Türkei geplant. Mit Turkish Stream würde die Türkei zu einem Energy-Zentrum aufsteigen. Es würde zu einer wirtschaftlichen Verschmelzung zwischen Russland, der EU und der Türkei kommen. Ein neuer Wirtschaftsraum würde entstehen, der nicht unter der Kontrolle der USA steht.

Nord Stream 2 verlagert das Energiezentrum nach Europa

Das LNG-Gas aus den USA bräuchte Europa mit dem Bau der Pipeline Nord Stream 2 nicht mehr kaufen. Allerdings stiege so auch die Abhängigkeit von Russland.

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Gazprom: Schirmherr der russischen Pipelines

Gazprom ermöglicht den Bau der neuen Erdgas-Leitungen Nord Stream 2 und Turkish Stream. Der Vertrag zum Bau der zweiten Pipeline ist bereits beschlossen.

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Recep Tayyip Erdogan: Gefährliche Nähe zu Russland

Recep Tayyip Erdogan und Wladimir Putin haben ein Abkommen über den Bau von Turkish Stream geschlossen. Die USA wollen diese Nähe zu Russland unterbinden.

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Der Verlauf der Nord Stream-Pipeline. (Grafik: Gazprom)