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Volksbanken

Österreich: Genossenschafts-Banken kämpfen gegen Zwangs-Fusionen

In Österreich wollen die Holdings von Volks- und Raiffeisenbanken die einzelnen Genossenschafts-Banken zwingen, ihre Autonomie aufzugeben. Auch aus Italien werden ähnliche Tendenzen gemeldet: Die Holdings wollen ihre Risiken durch die Einlagen der kleinen Sparer absichern. Dabei gehen die Zentralisten mit brachialen Methoden vor: Sie drohen Banken, die Widerstand leisten, ganz unverhohlen mit dem Ausschluss aus den Bereichen Zahlungsverkehr, Wertpapierabwicklung und Geldversorgung.

Das große Fressen: Kleine Banken in Europa werden aussortiert

In der Eurozone sterben die kleinen Banken, weil die Kosten infolge der Banken-Regulierung schneller steigen als die Erträge. Doch auch die großen Banken stehen vor enormen Problemen. Denn die eigentliche Bedrohung für die Branche sind die faulen Kredite in Höhe von 940 Milliarden Euro. Nun hoffen vor allem die internationalen Investment-Banken auf verwertbare Assets von den kleinen Banken.

Bei Banken-Krise: Kein Anspruch auf Geld von Konto und Sparbuch

Deutsche Sparer haben für ihre Guthaben keine andere Sicherheit als das Wort von Angela Merkel. Es gibt keinen gesetzlichen Anspruch auf Auszahlung des bei der Bank angelegten Geldes. Auch alle Guthaben unter 100.000 Euro sind nicht geschützt. Bei diesem durchaus unerfreulichen Zustand wird es auch bleiben – bis neue Regeln in Europa beschlossen werden. Bis dahin sind die Sparer mindestens 12 Monate Freiwild.

500 Milliarden Euro aus deutschen Steuergeldern für Banken-Rettung

Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble arbeitet, von der Öffentlichkeit weitgehend unbeobachtet, an einem neuen Konzept zur Rettung der Banken in Europa: Eine europäische „Agentur“, die über die Abwicklung von Zombie-Banken befinden soll. Da jedoch selbst Abwicklungen von maroden Banken mit immensen Kosten verbunden sind, soll ein europaweites Netzwerk aus nationalen Abwicklungsfonds geschaffen werden. Die Federführung liegt beim Bundesfinanzministerium.

Wer wirklich regiert: Österreichs Version von Goldman Sachs heißt Raiffeisen

Am Sonntag wählen die Österreicher einen neuen Nationalrat. Nicht zur Wahl stehen die, die das Geschehen im Land eigentlich bestimmen: Die Raffeisen-Gruppe zieht die Fäden in Politik und Wirtschaft. Folgerichtig soll auch die neue Wirtschaftsministerin von der Bank kommen. Ein Mann hat den Marsch durch die Institutionen perfektioniert. Von ihm kann sogar Jörg Asmussen noch etwas lernen.