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Wirtschaftskrise

Der große Ausverkauf: G20-Staaten beschließen massive Privatisierung

Der G20-Gipfel förderte eine erstaunliche Tatsache zu Tage: Weil die meisten Staaten gegen die Überschuldung kämpfen, können sie keine Infrastruktur-Projekte mehr finanzieren. Nun wollen sich die Staatschefs an private Investoren wenden. Setzen sich die Staaten, die wie eine unter der Aufsicht des IWF stehende Weltregierung agieren, durch, wird dies zu einer beispiellosen, globalen Privatisierungswelle führen. Über den Umweg von Gebühren wird der Steuerzahler für diese Strategie zu bezahlen haben.

Es brodelt in Italien: „Renzi ist eine Marionette der EU!“

Die Italiener nehmen ihrem Premier Matteo Renzi übel, dass er sich allzu gefügig an die EU wirft: Das Land erlebe einen beispiellosen Ausverkauf. Lohndumping, Verlagerung der Arbeitsplätze, hohe Arbeitslosigkeit - so haben sich die Italiener den Euro nicht vorgestellt. Noch kann Beppe Grillo von dieser Stimmung nicht profitieren. Doch es braut sich etwas zusammen im Süden Europas.

Schulden-Explosion: „Niemand wird ungeschoren davonkommen!“

Der Ökonom Daniel Stelter fordert sofortige Schuldenschnitte in Europa: Deutschland würde damit immer noch weniger verlieren als mit einer Fortsetzung des Schuldenwahns. Denn derzeit wachsen die die Schulden von Staaten und Privaten in der Euro-Zone um 100 Millionen Euro - pro Stunde. Stelter hält es für unverantwortlich, dass sich die neue Bundesregierung mit dieser Bedrohung überhaupt nicht beschäftigt.

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