Islands Präsident: „Lasst die Banken pleitegehen, sie sind keine heiligen Kirchen!“

In Davos hat der isländische Präsident Olafur Ragnar Grimson die Europäer aufgefordert, sich nicht vor einem Ende mit Schrecken in der Schuldenkrise zu fürchten. Island habe mit radikalen Maßnahmen gute Erfahrungen gemacht. Interessant: Die Beschneidung der Macht der Banken hat den Technologie-Sektor in Island zum Blühen gebracht.

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Islands Präsident Olafur Ragnar Grimson ist der Auffassung, dass man Banken ohne weiteres pleitegehen lassen kann. Auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos sagte Grimon in einem TV-Interview, Banken sollten nicht anders behandelt werden als Fluglinien oder Telekom-Unternehmen. Wenn sie Mist bauen, müssen sie in die Insolvenz geschickt werden. Es sei nicht einzusehen, dass die Bank-Manager in guten Zeiten die Boni einstreifen, und wenn es schlecht läuft, müssten die Steuerzahler bezahlen.

Island habe sich von der orthodoxen Wirtschaftspolitik der vergangenen 30 Jahre verabschiedet und sich entschlossen, die Krise mit einem Ende mit Schrecken zu beenden. So schrecklich sei das Ganze jedoch nicht gewesen. Als Folge der radikalen Maßnahmen – Banken-Insolvenzen, strafrechtliche Verurteilungen von Politikern – erlebe sei Land nun wieder eine Wachstumsphase.

In Island habe man noch einen interessanten Aspekt bemerkt, der sich ergibt, wenn die Banken nicht mehr die mächtigsten Institutionen im Land sind. Grimson sagte, dass seit der radikalen Beschneidung der Banken der Technologie-Sektor blühe. Denn die Banken hätten für ihre komplizierten und volkswirtschaftlich schädlichen Kunstprodukte die besten Mathematiker und Programmierer mit Fantasie-Gehältern aus der Realwirtschaft gelockt. Nun seien die besten Köpfe des Landes wieder dort tätig, wo sie den Bürgern am meisten nützen: In der Realwirtschaft, wo sie für Innovation und Dynamik sorgen.

Kommentare

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    • hageli sagt:

      da unser so hoch gelobter us und eu-höriger staat jedoch nichts gegen
      die bankster unternimmt und der deutsche wähler mit den gewählten
      politikern sich permanent selbst geißelt sollte man tatsächlich sein geld
      von den banken holen.ich sehe nicht ein weshalb ich meinen monatslohn
      den banken ,nach abzug der laufenden kosten,zur verfügung stellen sollte.
      wer sich mal erkundigt wird feststellen das eine gesunde bilanz einer sparkasse
      durch wenige kontoräumungen ganz schnell eine pleite werden kann.
      dem eigenkapital von sagen wir mal 30 mill. euro stehen oftmals mehrere
      hundert mill. euro an kundeneinlagen gegenüber.wie wenig dann an konten-
      räumung notwendig ist um diese bank oder sparkasse in die pleite gehen zu
      lassen kann sich jeder der hier schreibt( zumindest hoffe ich das) selbst
      ausrechnen.

    • Abwärts sagt:

      Nciht nur die Bankmanager müssen dafür aufkommen sondern vor allem auch die GLÄUBIGER!!! Der gesetzlich garantierte Gläubigerschutz der Banken muß sofort wieder abgeschafft werden! Ich verstehe nicht wie in einer Demokratie, die wir doch angeblich haben, so ein Gesetz jemals angenommen werden konnte! Weg damit! Die Finanzoligarchen, die sich die Taschen gefüllt haben müssen für die weltweiten Schulden aufkommen! Sie sind diejenigen, die sie Verursacht haben! Sie sind es die davon profitieren! Sie sind es die dafür Bluten müssen! Notfalls auch wörtlich!

    • christie sagt:

      Na eeeeeendlich hat es mal einer kapiert wie man es richtig macht!
      Na eeeeeenelich spricht mal ein Politiker laut aus was zu tun ist!
      Der erste Lichtblick in 13 Jahren! Wow!

    • der liebe Bayer sagt:

      Ja, es wäre doch entlich an der Zeit, das man allgemein die Banken in die Pleite gehen lässt, so wie Islands Präsident Olafur Ragnar Grimson ist der Auffassung, dass man Banken ohne weiteres pleitegehen lassen kann. Auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos sagte Grimon in einem TV-Interview, Banken sollten nicht anders behandelt werden als Fluglinien oder Telekom-Unternehmen. Wenn sie Mist bauen, müssen sie in die Insolvenz geschickt werden. Es sei nicht einzusehen, dass die Bank-Manager in guten Zeiten die Boni einstreifen, und wenn es schlecht läuft, müssten die Steuerzahler bezahlen.

      so kann es nicht weiter gehen

    • Alex sagt:

      Im Kern sind seine Aussagen m.E. richtig, genau richtig. Unseren Politikern und den “Eurokraten” fehlt entweder der Mut oder die Einsicht, vermutlich beides. Was soll aus einem Bürokratiegeschwür von über 30.000 Beamten in Brüssel herauskommen ?
      Vernüftige Lösungen ? Bürgernähe ? Demokratisch gewählte, konzipierte und umgestetzte Entscheidungen ? …. Alles Fehlanzeige !

    • Alexander sagt:

      Wir sind fast 40 millionen Weltweit.Wir helfen uns gegenseitig mit finanzen.Schon 1,5 Jahre (20%-30% mon.)Die globale Volkskasse der gegenseitigen Hilfe MMM 2012

    • patrik sagt:

      Der Mann weisst nich was ihm bevorsteht. Er hat den Löwen in der eigenen Höhle angebrüllt. Davos ist DIE Verastaltung der Bilderberger un Finanzleute. Wenn er weiter macht, droht ihm das gleiche Schicksal wie dem ex- Vorsitzender der heiligen Bank.

    • Friedrich Schewe sagt:

      groß-artig, das isländische Beispiel sollte un-bedingt schnellstmöglich auch bei uns
      ANgeWendet werden, wie auch im Rest der Welt …!

    • voltenauer sagt:

      “Holt doch Euer Geld einfach nach Hause” schrieb hier jemand als Kommentar.
      Das fand ich richtig lustig, denn dann liegt es unter dem Kopfkissen oder wird sinnlos verkonsumiert. Weg ist es dann (durch die Inflation) in beiden Fällen.

      Warum kommt hier in den ganzen Foren niemand auf die Idee sein (legales) Falschgeld einfach in Gold und Silber anzulegen. Das gute Geld unserer Väter und Vorväter. Einfach physisch in seinem unmittelbaren Zugriffsbereich (niemals als Goldforderung) !!
      Das hab ich gemacht und ganz einfach auf verschiedene Verstecke verteilt und da ist es sicherer als im Bankschließfach wo der Staat als größter Räuber (der ja immer im Auftrag der Großbanken handelt) es am leichtesten konfiszieren kann.
      Ich brauche was mein Vermögen betrifft keinen Steuerberater mehr und was es bedeutet ein wirklich anonymes vermögen zu besitzen der wird es spätestens bemerken wenn er arbeitslos wird, die Eltern pflegebedürftig werden usw. Man hat dann einfach nichts, muß nichts zahlen und bekommt vom Staat schneller was.
      Genauso wie diejenigen die noch nie was gearbeitet haben.
      Ich arbeite aber und lege jeden Cent dort an. Das geht auch in ganz kleinen Stückelungen und so lässt es sich auch wieder verkaufen. Dies ist an die ganzen Immobilienbesitzer gerichtet die ihr Vermögen festbetonieren und die man so leicht mittels verschiedenen Instrumenten schröpfen kann.
      Selbstredend hab ich keine Lebensversicherung mehr, keine Immobilien usw. und auch bei den Sachversicherungen hab ich mich auf das nötigste beschränkt und lebe sehr gut damit.
      Bitte vergessen Sie nicht, dass im Grundgesetz ausdrücklich die Sozialverpflichtung des Eigentums verankert ist und genau darauf wird sich unser Staat im Bedarfsfalle berufen. Bargeld verpflichtet zu nichts !! Gold und Silber sind wertstabiles Bargeld !!!!

      Übrigens sind Gold und Silber aus Sicht der weltweit vorhandenen Geldmenge noch fast nicht gestiegen. Der Prozentsatz des Geldes welches in den Edelmetallen investiert ist, ist kaum angestiegen. Es ist nur die Geldmenge gewaltig gestiegen und da Gold nicht beliebig wermehrt werden kann ist es eben jetzt mehr wert.
      Das ist eigentlich auch wieder falsch, denn eigentlich wiederspiegelt es nur den Wertverfall des Geldes, da die Geldmenge ständig erhöht wird um die Weltwirtschaft am laufen zu halten. Die Geldmenge wird aber weiter immer noch schneller ansteigen,
      und das Gold wird aus Sicht derer die es nicht haben immer “teurer”.
      In absehbarer Zeit werden auch diejenigen die es noch nicht haben da hinein flüchten und das erzeugt dann einen zusätzlichen wirklichen Preisschub.

      An alle Bankenkritiker:
      “Es ist unseren Banken egal, wenn ihr Euch hier aufregt. Ihr gebt denen Euer Geld trotzdem in Form Sparverträgen, Lebensversicherungen usw. trotzdem. Die legen dann Euer Geld in Griechenland usw. an.
      Handelt endlich und verlässt dieses ganze korrupte Geldsystem welches seit der Gründung der US – Notenbank (welche ja in privater Bankenhand ist) besteht.
      Mit Gold und Silber seid ihr außerhalb dieses kiminellen Geldsystems, könnt aber jederzeit durch Verkauf wieder rein. Dann seid ihr wirklich unabhängig im Gegensatz zum “Freigeld”.
      Im ersten Weltkrieg startete das Kaiserreich ein Programm “Patriotismus” (auf anraten der Banken) um an das Gold der Bürger zu kommen. Und es funktionierte. Die Bürger zeichneten in großem Umfang Kriegsanleihen (die hinterher völlig wertlos waren) und gaben im Gegenzug ihr Gold ab. Genau mit diesem Gold konnte das Kaiserreich sogar beim Feind Güter kaufen und damit den ersten Weltkrieg und die Leiden ihrer Bürger verlängern. Dieses Programm gab es damals unter anderem auch in Frankreich. Auch die Bürger dieses Landes vielen darauf herein.
      Wer hatte dann das Gold ??
      Wie sagte Einstein einmal:
      “Die Dummheit der Menschen und das Weltall sind grenzenlos, beim Weltall bin ich mir da allerdings nicht so sicher” !!
      Die Menschen geben höchstens freiwillig ihr Gold ab (so wie jetzt gerade auch wieder, weil es ja gerade so “teuer” ist – es gibt momentan viele Goldankaufsläden).
      Sie geben es niemals unter Zwang ab, mit ein paar Ausnahmen.
      Also keine Angst vor einem Goldverbot. Diese Angst trägt nur dazu bei, dass die Leute keins kaufen und genau das will jemand. Wer ??
      Wollt ihr weiter im Hamsterrad rumrennen, auf Teufel komm raus konsumieren und Euch verarschen lassen ????????????????????? Aufgrund der Wertsteigerung meiner Edelmetalle konnte ich jetzt sogar schon meine Arbeitszeit reduzieren.
      Denkt mal nach !! Schimpft nicht, sondern handelt endlich !!!!!!!!!!!!!!!

      • christie sagt:

        zitat:Warum kommt hier in den ganzen Foren niemand auf die Idee sein (legales) Falschgeld einfach in Gold und Silber anzulegen. Das gute Geld unserer Väter und Vorväter. Einfach physisch in seinem unmittelbaren Zugriffsbereich (niemals als Goldforderung)
        ——————
        Vorsicht beim Kaufen von Gold!
        Was Dir die Banken nicht erzählen wenn du Goldbarren kaufst ist:
        Wenn Du heute einen (kleinen) Goldbarren kaufst und ihn morgen verkaufst verlierst du schlagartig 30%.
        Wenn Du einen Verlust beim Verkauf vermeiden wolltest, müsstest du das Gold solange behalten bis es 30% im Wert gestiegen ist und das kann unter Umständen lange, sehr lange dauern.

        • Klaro.... sagt:

          die haben dich für blöd verkauft. <erstens sind 30% Verkaufsprovision sehr stark übertrieben und zweitens kaufe ich kein Gold um es sofort wieder zu verkaufen.
          Das ist doch Angstmache, damit du ja nicht auf diese Gedanken kommst. Man sichert sich durch Edelmetall (Silber ist das bessere Gold) nur gegen Crachverluste ab.

          • christie sagt:

            Nöö Du,

            2008 vor dem crash wollte ich Goldbarren kaufen bei der SPK und bevor ich zuschlagen wollte hab ich dann sicherheitshalber noch gefragt was der Verlust ist wenn ich morgen wieder verkaufen wollte, sagte die SPK Angestellte den Verlustbetrag in Porzenten und dieser lag (meiner Erinnerung nach um die 30%). Kann etwas weniger gewesen sein, ggf 27 oder 29 %. Danach habe ich mich dann freundlich bedankt und bin ohne Gold nach Hause gegangen.

            • christie sagt:

              Ach ja, und meine Kohle auf der Bank hab ich ins dann Ausland überwiesen. War auch nicht schlecht weil der Wechselkurs günstig war zu dieser Zeit. Crashs sind vorhersehbar, ich hab gerade wieder alle Hände voll zu tun ;-)….. packen wir’s an…