Maßnahmen für Krieg

Bundesregierung spielt Wehrpflicht und Rationierung von Lebensmitteln durch

Bundeskanzlerin Merkel und Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen. (Foto: dpa)

Bundeskanzlerin Merkel und Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen. (Foto: dpa)

Die Bundesregierung beschäftigt sich in ihrem neuen Krisen-Plan für Deutschland überraschend ausführlich mit der Wiedereinführung der Wehrpflicht. In einem Kriegs-Szenario wird außerdem durchgespielt, wie die Bundeswehr logistisch an ihre Einsatzorte kommt. Die Lebensmittel für die Bevölkerung würden im Kriegsfall per Gesetz rationiert werden.

Aleppo am 22. August 2016. Die Gebiete der Söldner (grün), Kurden (gelb) und Syrer (rot). (Grafik: South Front)

Aleppo am 22. August 2016. Die Gebiete der Söldner (grün), Kurden (gelb) und Syrer (rot). (Grafik: South Front)

Türkei beschießt US-Verbündete

Syrien: Nato-Partner Türkei und USA könnten aneinander geraten

Die Gefechtslage in Syrien wird täglich kritischer: Die Türkei hat die kurdische YPG unter Beschuss genommen, die von den USA unterstützt wird. Damit prallen die unterschiedliche Interessen von zwei Nato-Staaten aufeinander. Die Türkei warnt, dass der Stellvertreter-Krieg zu einer Konfrontation zwischen Russland und den USA führen könnte.

Bundesfinanzminister Schäuble mit EZB-Direktor Benoit Coeure im Jahr 2014. (Foto: dpa)

Bundesfinanzminister Schäuble mit EZB-Direktor Benoit Coeure im Jahr 2014. (Foto: dpa)

Verschärfung möglich

Direktor Coeuré: Die nächsten Schritte der EZB werden riskant sein

EZB-Direktor Coeuré erwartet schon bald neue Maßnahmen in der Geldpolitik. Der Grund: Die Euro-Staaten hätten ihre Haushalte nicht im Griff. Erstmals warnt ein EZB-Direktor zugleich davor, dass die nächsten Schritte der EZB offenbar mit beträchtlichen Nebenwirkungen verbunden sein werden.

Entfremdung: Wolfgang Bosbach mit Bundeskanzlerin Merkel und ihrem Minister Altmaier. (Foto: dpa)

Entfremdung: Wolfgang Bosbach mit Bundeskanzlerin Merkel und ihrem Minister Altmaier. (Foto: dpa)

Kurswechsel der CDU

CDU-Politiker Bosbach tritt ab: Will Enteignung der Sparer nicht mitmachen

Der langjährige CDU-Politiker Wolfgang Bosbach hat sein Ausscheiden aus der Politik ungewöhnlich offenherzig begründet: Er wolle die Enteignung der Sparer nicht mitverantworten und hält die Flüchtlingspolitik von Angela Merkel für falsch. Die CDU vertrete nicht mehr seine Positionen, sagt Bosbach.

Eine F/A-18E Super Hornet startet vom Flugzeugträger USS George H.W. Bush. (Foto: dpa)

Eine F/A-18E Super Hornet startet vom Flugzeugträger USS George H.W. Bush. (Foto: dpa)

USA verteidigen Söldner

USA drohen Russland mit Abschuss von Kampfjets über Syrien

Das Pentagon hat Russland ausdrücklich mit dem Abschuss von russischen Flugzeugen gedroht, sollte diese den US-Verbündeten in Syrien zu nahe kommen. Die Situation ist gefährlich, weil die Russen sagen, sie bekämen von den Amerikanern keine Informationen, wo die US-Söldner kämpfen.

Angela Merkel, Matteo Renzi und Francois Hollande am Montag auf dem italienischen Flugzeugträger „Garibaldi“. (Foto: dpa)

Angela Merkel, Matteo Renzi und Francois Hollande am Montag auf dem italienischen Flugzeugträger „Garibaldi“. (Foto: dpa)

Keine Position zu Syrien

Fluch der bösen Tat: Die EU ist nur noch ein Schatten ihrer selbst

Die Regierungschefs Italiens, Frankreichs und Deutschlands haben auf einem italienischen Flugzeugträger über die Zukunft Europas gesprochen. Die Erkenntnisse sind Ausdruck der Hilflosigkeit: Mehr Militär, mehr Geheimdienste, mehr Pathos. Die EU bekommt nun den Fluch der bösen Tat zu spüren: Ihre Haltung zu Syrien macht die europäischen Politiker zu Getriebenen, die ihre Glaubwürdigkeit verloren haben.

SPD-Cef Sigmar Gabriel und Bundeskanzlerin Angela Merkel im April in Berlin. Nun wollen sie doch über die Rente reden. (Foto: dpa)

SPD-Cef Sigmar Gabriel und Bundeskanzlerin Angela Merkel im April in Berlin. (Foto: dpa)

Aufruf zur Krisenvorsorge

SPD: Deutsche Bevölkerung ist neuartigen Gefahren ausgesetzt

Die SPD sieht die deutsche Bevölkerung „aufgrund terroristischer Bedrohungen neuartigen Gefahren ausgesetzt“. Daher sei es sinnvoll, der Bevölkerung Anweisungen zum Horten von Lebensmitteln, Wasser und Bargeld zu geben. Die Opposition hält die Warnungen für Angstmache.

Bundeskanzlerin Angela Merkel in Berlin. (Foto: dpa)

Bundeskanzlerin Angela Merkel in Berlin. (Foto: dpa)

Für Krieg oder Crash?

Bundesregierung: Bürger sollen Lebensmittel und Bargeld bunkern

Die Bundesregierung fordert die Bürger auf, einen Lebensmittelvorrat für zehn Tage anzulegen. Dies soll für den Krisen-Fall dienen, von dem man nicht weiß, ob es sich um den Ausbruch eines Krieges oder einen Finanz-Crash handelt. Die Bundesregierung sorgt sich auch um die eigene Sicherheit.

Die Chemieriesen DuPont und Dow Chemical stehen kurz vor einer Fusion. Das wäre eine starke Konkurrenz für den Marktführer BASF. (Foto: dpa)

Die Chemieriesen DuPont und Dow Chemical stehen kurz vor einer Fusion. (Foto: dpa)

Ernsthafte Zweifel an Vereinbarkeit

Dow und DuPont: EU prüft geplante Fusion

Die beiden Unternehmen Dow und DuPont wollen sich zusammentun. Die EU-Kommission hat jedoch Bedenken gegenüber der Fusion der beiden US-amerikanischen Pflanzenschutz- und Saatgut-Konzerne. Das Vorhaben könnte den Wettbewerb bei Pflanzenschutzmitteln, Saatgut und petrochemischen Erzeugnissen einschränken.

Verpackung eines Unkrautvernichtungsmittel, das den Wirkstoff Glyphosat enthält. (Foto: dpa)

Verpackung eines Unkrautvernichtungsmittel, das den Wirkstoff Glyphosat enthält. (Foto: dpa)

Zusätzliche Auflagen möglich

Glyphosat: EU-Staaten schränken Nutzung ein und verbieten Beistoff POE-Tallowamin

Das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) prüft eine Änderung des Glyphosateinsatzes auf öffentlichen Flächen und in der Landwirtschaft. Die EU-Mitgliedstaaten müssen einem Beschluss der EU-Kommission zufolge sicherstellen, dass die Verwendung von Glyphosat enthaltenden Pflanzenschutzmitteln in Gebieten wie öffentlichen Parks und Gärten, Sport- und Freizeitgeländen, Schulgeländen und Kinderspielplätzen sowie in unmittelbarer Nähe von Einrichtungen des Gesundheitswesens auf ein Minimum reduziert oder verboten wird.

Häufige Positionswechsel bei den Rohstoffgruppen 2016. (Grafik: Datastream, Helaba Volkswirtschaft/Research)

Häufige Positionswechsel bei den Rohstoffgruppen 2016. (Grafik: Datastream, Helaba Volkswirtschaft/Research)

Unsicherheit bei Investitionen

Rohstoff-Markt: Große Schwankungen, interessante Chancen

Der Ausblick für das Jahr 2016 zeigt laut einer Analyse der Helaba Volkswirtschaft ein weiterhin starkes Überangebot besonders bei Energie- und Industrierohstoffen. Wie empfindlich die Preise der Rohstoffe jedoch sein können, zeigen die jüngsten Entwicklungen an den Finanzmärkten.

Großbritannien dominiert den europäischen Immobilienmarkt. (Grafik: Helaba)

Großbritannien dominiert den europäischen Immobilienmarkt. (Grafik: Helaba)

Deutschland könnte profitieren

Helaba: Immobilien in Deutschland könnten vom Brexit profitieren

Die Verhandlungen der EU mit Großbritannien über den Austritt werden einen starken Effekt auf die Immobilienmärkte haben. London muss nicht unbedingt Nachteile gewärtigen. Vorteile für Deutschland sind möglich, treten aber nicht automatisch ein.

Der US-Arbeitsmarkt ist weit schwächer, als aus offiziellen Zahlen hervorgeht. (Grafik: Bremer Landesbank)

Der US-Arbeitsmarkt ist weit schwächer, als aus offiziellen Zahlen hervorgeht. (Grafik: Bremer Landesbank)

Negative Tendenz

US-Arbeitsmarkt: In der Realität findet der Aufschwung nicht statt

In den USA stieg die Zahl der Arbeitsstellen im Juni überraschend deutlich. Die guten Nachrichten stehen im Widerspruch zur derzeitigen Grundtendenz in der amerikanischen Wirtschaft. Diese ist negativ, wie ein Blick hinter die schönen offiziellen Zahlen zeigt.

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