Kein Ende ohne Schrecken

Die Lawine rollt: Die Euro-Zone steht vor dem Zerfall

Der Sieg von Alexis Tsipras, hier am Sonntagabend bei seiner Rede an die Nation, leitet den Anfang vom Ende der Euro-Zone ein. (Foto: dpa)

Der Sieg von Alexis Tsipras, hier am Sonntagabend bei seiner Rede an die Nation, leitet den Anfang vom Ende der Euro-Zone ein. (Foto: dpa)

Das Referendum in Griechenland ist der erste Akt in der ungeordneten Abwicklung der Euro-Zone. Die gewählten Regierungen kämpfen ab sofort nur noch um ihr eigenes Überleben. Sie sehen nicht, dass die Spaltung quer durch die Nationen verläuft – und werden dafür einen hohen Preis bezahlen.

Die Jugend hat Tsipras bedingungslos unterstützt - sie haben bei 60 Prozent Jugendarbeitslosigkeit nichts zu verlieren. (Foto: dpa)

Die Jugend hat Tsipras bedingungslos unterstützt - sie haben bei 60 Prozent Jugendarbeitslosigkeit nichts zu verlieren. (Foto: dpa)

Troika ohne Zukunft

Ernste Warnung: Die Jugendlichen Europas wollen eine andere EU

Erstmals haben die Jugendlichen eine politische Entscheidung gegen die EU-Politik getroffen: Sie beteiligten sich in Scharen am Referendum in Griechenland und haben gegen die Troika gestimmt. Der Grund ist die hohe Jugendarbeitslosigkeit. Das ist eine extrem ernste Warnung an die EU.

Euro oder Drachme, das ist hier die Frage. Foto: dpa)

Euro oder Drachme, das ist hier die Frage. Foto: dpa)

Die Lawine rollt

Griechische Sparer müssen um ihre Sparguthaben bangen

Griechenland steht vor einer schweren Banken-Krise. Als erste Maßnahme haben die griechischen Banken am Sonntagabend den Zugang der Kunden für ihre Bank-Safes gesperrt. Die Regierung erwägt die Einführung von Schuldscheinen, mit der die Wirtschaft statt einer Währung handeln könnte. Die EZB wird die griechischen Banken voraussichtlich noch nicht fallenlassen.

Der griechische Premier Alexis Tsipras am Sonntagabend bei Präsident Prokopis Pavlopoulos. (Foto: dpa)

Der griechische Premier Alexis Tsipras am Sonntagabend bei Präsident Prokopis Pavlopoulos. (Foto: dpa)

Grexit mit gravierenden Folgen

Ökonomen: Für die Euro-Zone brechen schwere Zeiten an

Die meisten Ökonomen erwarten nachhaltige Turbulenzen in der Euro-Zone. Das Risiko eines Grexit sei erheblich gestiegen. Keiner kann erkennen, wie sich die mittlerweile fast schon verfeindeten Parteien auf einen neuen Kompromiss zubewegen sollen.

Spaniens Premier Rajoy ist wegen des Griechen-Referendums in Sorge. (Foto: dpa)

Spaniens Premier Rajoy ist wegen des Griechen-Referendums in Sorge. (Foto: dpa)

Nach Referendum

Gefahr der Ansteckung: Spanien beruft Krisen-Sitzung ein

Wegen dem Griechen-Referendum beruft Premier Rajoy eine Sondersitzung ein. Spanien schaut mit besonderer Nervosität nach Griechenland: Die Ansteckungsgefahr ist groß. Die Protestpartei Podemos sieht sich dagegen im Aufwind und nennt das Ergebnis einen Sieg der Demokratie.

Die Ansteckungsgefahr aus Griechenland für weitere Staaten der Eurozone ist groß. (Foto: dpa)

Die Ansteckungsgefahr aus Griechenland für weitere Staaten der Eurozone ist groß. (Foto: dpa)

Hoher Preis

Euro-Dämmerung: Ein System zerbricht an seinem schwächsten Glied

Egal wie das Referendum endet: Die Euro-Zone wird nicht gerettet. Ein sich abzeichnender Banken-Crash in Griechenland treibt den Preis für das Scheitern in die Höhe. Eine politische Agenda kann den wirtschaftlichen Sachverstand nicht ersetzen. Das System zerbricht an seinem schwächsten Glied.

Angela Merkels Fiktion, dass die griechischen Schulden auf eine guten Weg seien, fällt in sich zusammen. (Foto: dpa)

Angela Merkels Fiktion, dass die griechischen Schulden auf eine guten Weg seien, fällt in sich zusammen. (Foto: dpa)

Das Spiel ist aus

Griechenland: USA rufen den Zahltag für Europa aus

Die US-Regierung hat offenbar entschieden, dass in der Schuldenorgie in der Eurozone nun Tabula rasa gemacht werden muss. Der Crash in Griechenland wird zum Zahltag für die europäischen Steuerzahler und Sparer in Griechenland.

Bis Freitag kamen via Crowdfunding bereits 1,6 Millionen Euro für Griechenland zusammen- gebraucht werden allerdings 1,6 Milliarden. (Screenshot)

Bis Freitag kamen via Crowdfunding bereits 1,6 Millionen Euro für Griechenland zusammen- gebraucht werden allerdings 1,6 Milliarden. (Screenshot)

Spendenaktion für Athen

Crowdfunding: Brite sammelt Geld für Griechenland-Rettung

Auf der Crowdfunding-Webseite Indiegogo wird derzeit Geld für die Griechenland-Rettung gesammelt. Es wurden bereits 1,6 Millionen Euro gesammelt. Für Beträge ab 3 Euro bekommen Interessenten eine Postkarte aus Griechenland, für 5000 Euro ein Urlaub für zwei.

Auf dieser Farm sollen genetisch veränderte Schweine hunderttausende menschliche Organe produzieren. (Screenshot)

Auf dieser Farm sollen genetisch veränderte Schweine hunderttausende menschliche Organe produzieren. (Screenshot)

Genetisch veränderten Tiere

Schweine-Farm soll menschliche Organe produzieren

Menschliche Organe sollen künftig auf Tierfarmen gezüchtet werden. Eine US-Investorin baut dazu eine Fabrik, in der sie jedes Jahr hunderttausend Lungen und Herzen für Transplantationen züchten will. Wachsen sollen die Organe in genetisch veränderten Schweinen.

Die tragbare Erweiterung macht Präsentationen oder Video-Bearbeitung auf dem Laptop einfacher. (Screenshot)

Die tragbare Erweiterung macht Präsentationen oder Video-Bearbeitung auf dem Laptop einfacher. (Screenshot)

Auf Kickstarter

Faltbar: Dreifach-Bildschirm für Laptops

Ein französisches Startup hat einen Bildschirm entwickelt, der Laptops auf bis zu drei Bildschirme aufrüstet. Die Erweiterung wird einfach an das eigene Notebook angehängt und ist beliebig drehbar. So werden etwa auch Präsentationen in großer Runde mit dem eigenen Laptop möglich.

Die Euro-Retter pokern mit hohem Einsatz: Es scheint ihnen nicht bewusst zu sein, dass es keinen Grexit ohne dramatische Folgen für die EU gibt. (Foto: dpa)

Die Euro-Retter pokern mit hohem Einsatz: Es scheint ihnen nicht bewusst zu sein, dass es keinen Grexit ohne dramatische Folgen für die EU gibt. (Foto: dpa)

EU auf keinem guten Weg

Falsche Zahlen: Wirtschaftslage in Europa viel schlechter als angenommen

Die Euro-Retter haben die Lage in Griechenland nach Ansicht des Schweizer Finanzexperten Michael Bernegger völlig falsch beurteilt. Daher sind die dem Land aufgezwungenen Alternativen – Grexit oder interne Abwertung - völlig untauglich. Bedenklich: Auch in den anderen Euro-Krisenstaaten ist die tatsächliche Lage viel schlechter als die offiziellen Zahlen. Die EU befindet sich auf keinem guten Weg.

Griechenland hat mit der Handelsflotte und dem Tourismus echte Assets. (Foto: dpa)

Griechenland hat mit der Handelsflotte und dem Tourismus echte Assets. (Foto: dpa)

Griechenland hat Stärken

Grexit: Nicht schon wieder Entscheidungen ohne taugliche Grundlagen

Die Euro-Retter haben die Lage in Griechenland aufgrund völlig falscher Daten beurteilt. Deshalb hat die Therapie nicht angeschlagen. Jetzt werden dem Land wieder Alternativen aufgezwungen, die beide untauglich sind: Die Fortsetzung der internen Abwertung oder Grexit. Beides ist fatal. Solange keine realistische Datengrundlage besteht, und das Bankensystem nicht fixiert wird, wird sich die Schuldendeflation fortsetzen.

In Griechenland geht es nicht nur um ein kleines Land am Rande Europas. Hier entscheidet sich in den kommenden Wochen das Schicksal der EU. (Foto: dpa)

In Griechenland geht es nicht nur um ein kleines Land am Rande Europas. Hier entscheidet sich in den kommenden Wochen das Schicksal der EU. (Foto: dpa)

Handelsflotte im Mittelpunkt

Griechenland: Kurswechsel bei Euro-Rettung erforderlich

Die Welt schaut auf den EU-Gipfel zu Griechenland. Gibt es einen „Kompromiss“ in letzter Sekunde oder den Grexit? Erleben wir ein langsames Sterben oder den schnellen Tod? Die bittere Wahrheit: Beides führt weiter in die Depression und hat die Ansteckung der gesamten Euro-Zone zur Folge. Plädoyer für ein radikales Ende der verfehlten Troika-Politik und einen Kurswechsel der Wirtschaftspolitik in Europa.

Bootsflüchtlinge im Mittelmeer: Die europäische Flüchtlingspolitik ist eine Schande. (Foto: dpa)

Bootsflüchtlinge im Mittelmeer: Die europäische Flüchtlingspolitik ist eine Schande. (Foto: dpa)

Skandalöser Umgang mit Menschen

Ende des Humanismus: EU meldet wegen Flüchtlingen moralischen Bankrott an

Die Flüchtlingsfrage reißt der professionellen Politik in den EU-Staaten die Maske vom Gesicht. Was sich da im Moment abspielt, ist ein Skandal erster Güte. Eine ganze Politiker-Klasse diskreditiert sich im Verrat der europäischen Ideale, zu denen vor langer Zeit einmal die Menschlichkeit ohne Kalkül gehörte. Zum Glück unterscheidet sich die deutsche Politik in dieser Frage grundlegend von allen anderen.