Der Rubel verliert stark im Vergleich zum Dollar nach der Ankündigung der Zentralbank. (Foto: ariva.de)

Der Rubel verliert stark im Vergleich zum Dollar nach der Ankündigung der Zentralbank. (Foto: ariva.de)

Russland erwartet tiefe Rezession

Russische Zentralbank senkt Leitzins: Rubel stürzt ab

Russland senkt über Nacht den Leitzins um zwei Prozent, um die Wirtschaft anzukurbeln. Der Rubel stürzt daraufhin ab. Die Märkte reagieren verunsichert, denn erst vor Weihnachten hat die Zentralbank den Leitzins deutlich angehoben.

Österreich, Tschechien und die Slowakei haben gegen neue Russland-Sanktionen in der EU Druck gemacht und sich durchgesetzt. Zuvor trafen sich Werner Faymann (r.), der slowakische Premier Robert Fico (m.) und der tschechische Premier Bohuslav Sobotka (l.) zum Dreiländertreffen in Austerlitz. (Foto: BKA/Andy Wenzel)

Österreich, Tschechien und die Slowakei haben gegen neue Russland-Sanktionen in der EU Druck gemacht und sich durchgesetzt. Zuvor trafen sich Werner Faymann (r.), der slowakische Premier Robert Fico (m.) und der tschechische Premier Bohuslav Sobotka (l.) zum Dreiländertreffen in Austerlitz. (Foto: BKA/Andy Wenzel)

Kompromiss der Außenminister

EU verhängt keine neuen Sanktionen gegen Russland

Die EU hat in der Frage der Russland-Sanktionen einen Kompromiss gefunden, der nicht der Linie der Hardliner folgt: Griechenland, Österreich, Italien, die Slowakei und vermutlich auch Deutschland haben im Hinblick auf die gravierenden Folgen für die eigene Wirtschaft eine Ausweitung der Sanktionen verhindert. Auch die Verlängerung der bestehenden Sanktionen um sechs Monate ist weniger, als etwa Polen und die baltischen Staaten gefordert hatten.

US-Finanz-Staatssekretär David Cohen wird im Februar 2015 seinen neuen Posten als stellvertretender Direktor der CIA antreten. (Foto: dpa)

US-Finanz-Staatssekretär David Cohen wird im Februar 2015 seinen neuen Posten als stellvertretender Direktor der CIA antreten. (Foto: dpa)

Devisen-Reserven schmelzen

Ölpreis-Verfall beschert dem Iran Milliarden-Verluste

Der US-Staatssekretär für Terrorismus und Finanzkriminalität, David Cohen, sagt, dass der Iran durch die Sanktionen und den sinkenden Öl-Preis Milliarden-Verluste erlitten hat. Bis Juni 2015 werde Teheran weitere 15 Milliarden Dollar einbüßen.

Google-Chef Eric Schmidt ist mit dem politischen Establishment in Washington gut vernetzt. Sein Unternehmen klagt nun über den starken Dollar und dürfte damit die Fed unter Druck setzen. (Foto: dpa)

Google-Chef Eric Schmidt ist mit dem politischen Establishment in Washington gut vernetzt. Sein Unternehmen klagt nun über den starken Dollar und dürfte damit die Fed unter Druck setzen. (Foto: dpa)

Amazon mit weniger Problemen

Weniger Gewinn: Google kämpft gegen den starken Dollar

Google hat den starken Dollar und sinkende Anzeigenpreise für Rückgänge bei Umsatz und Gewinn verantwortlich gemacht. Der Internet-Buchhändler Amazon konnte seinen Umsatz dagegen trotz der starken US-Währung steigern.

Goldman-Sachs-Chef Lloyd C. Blankfein weitet die Investitionen seiner Investmentbank in die P2P-Branche aus. (Foto: dpa)

Goldman-Sachs-Chef Lloyd C. Blankfein weitet die Investitionen seiner Investmentbank in die P2P-Branche aus. (Foto: dpa)

Abhängigkeit droht

Alternativen: Banken investieren in Peer-to-Peer Banking

Geschäfts- und Investmentbanken positionieren sich umfassend im Peer-to-Peer-Banking. Diese Methode war entstanden, weil die Kunden das Vertrauen in die Banken verloren haben. Nun wenden sich die Banken dem Modell selbst zu, um einem Schicksal wie die Musik-Industrie zu entgehen.

Russlands Präsident Wladimir Putin will im Gas-Poker mit der EU die Oberhand gewinnen. (Foto: dpa)

Russlands Präsident Wladimir Putin will im Gas-Poker mit der EU die Oberhand gewinnen. (Foto: dpa)

Der Gas-Poker

Ostsee-Pipeline: Russland kann wegen Sanktionen Groß-Projekte nicht finanzieren

Durch den Stopp des Ausbaus der Ostsee-Pipeline North Stream erhöht Russland den Druck auf die EU. Zuvor wurde bereits der Bau von South Stream aufs Eis gelegt. Moskau hat den Pipeline-Bau vermutlich aus wirtschaftlichen Gründen gestoppt: Das Land kann die Investition wegen der Sanktionen nicht finanzieren.

Die Staatsschulden von Österreich müssen um 116 Milliarden Euro höher bewertet werden. Tipps für eine hohe Verschuldung kann sich Kanzler Werner Faymann bei seinem italienischen Kollegen Matteo Renzi holen. (Foto: dpa)

Die Staatsschulden von Österreich müssen um 116 Milliarden Euro höher bewertet werden. Tipps für eine hohe Verschuldung kann sich Kanzler Werner Faymann bei seinem italienischen Kollegen Matteo Renzi holen. (Foto: dpa)

In keiner Bilanz aufgetaucht

Österreich: 116 Milliarden Euro versteckte Schulden

Eine Analyse der Unternehmensbeteiligungen des Staates ergibt, dass Österreich 116 Milliarden Euro versteckte Schulden hat. Dieser Betrag tauchte bislang in keiner Statistik auf. Hinzu kommen 264,5 Milliarden Euro, die der öffentliche Sektor Ende 2014 angehäuft hat. Bei den Schuldnern handelt es sich überwiegend um Banken, an denen der Staat beteiligt ist oder über die er die Kontrolle ausübt.

Innerhalb von drei Jahren muss Frankreich die zu Unrecht erhaltenen EU-Förderungen zurückzahlen. (Foto: dpa)

Innerhalb von drei Jahren muss Frankreich die zu Unrecht erhaltenen EU-Förderungen zurückzahlen. (Foto: dpa)

Falsche Angaben gemacht

Frankreich muss 1,1 Milliarden Euro EU-Agrarhilfen erstatten

Brüssel fordert von Frankreich Agrar-Förderungen in Höhe von 1,1 Milliarden Euro zurück. Das Land habe falsche Angaben über die landwirtschaftlichen Flächen gemacht. Die zu viel gezahlten Subventionen müssen innerhalb der nächsten drei Jahre erstattet werden.

In Zeiten der Hyperinflation gab die Zentralbank Scheine über zehn Billionen Simbabwe-Dollar raus. Jetzt gibt es zwar wieder Münzen, aber das Vertrauen in die Notenbank ist nicht wieder hergestellt. (Foto: dpa)

In Zeiten der Hyperinflation gab die Zentralbank Scheine über zehn Billionen Simbabwe-Dollar raus. Jetzt gibt es zwar wieder Münzen, aber das Vertrauen in die Notenbank ist nicht wieder hergestellt. (Foto: dpa)

Fehlendes Vertrauen in die Zentralbank

Hyperinflation: Bettler in Simbabwe lehnen Münzen ab, nehmen Kaugummi

Simbabwe kämpft gegen die Hyperinflation. Deutlichstes Zeichen, wie Geld seinen Wert verlieren kann: Bettler lehnen Münzen als Spenden ab und wollen lieber Kaugummi oder Kugelschreiber.

Im Jahr 2009 startete VW eine Russland-Offensive. Jetzt sind vor allem Auto- und Maschinenbauer von den Export-Einbrüchen betroffen. (Foto: dpa)

Im Jahr 2009 startete VW eine Russland-Offensive. Jetzt sind vor allem Auto- und Maschinenbauer von den Export-Einbrüchen betroffen. (Foto: dpa)

Auto- und Maschinenbauer betroffen

Deutsche Wirtschaft erwartet Einbruch der Russland-Exporte

Die Russland-Exporte werden 2015 um 15 Prozent beziehungsweise vier Milliarden Euro einbrechen, so der DIHK. Ein Grund für die Entwicklung sei der Rubel-Absturz. Dies sorge für Kaufkraftverluste der russischen Abnehmer.

Mit den Negativ-Zinsen will Dänemark eine Aufwertung der Landeswährung Krone verhindern. (Grafik: ariva.de)

Mit den Negativ-Zinsen will Dänemark eine Aufwertung der Landeswährung Krone verhindern. (Grafik: ariva.de)

Gegen Kronen-Aufwertung

Dänemark: Zentralbank erhöht erneut Negativ-Zinsen

Die dänische Zentralbank hat ihren Strafzins für Einlagen erneut angehoben. Mit dem Schritt will die Notenbank eine Aufwertung der Landeswährung Krone verhindern. Auf Geld-Einlagen werden jetzt Negativ-Zinsen von 0,5 Prozent statt wie zuletzt von 0,35 Prozent fällig.

Ein einfacher Fruchtgummi-Drop wird durch das VR-Headset zu einer saftigen Apfeltorte. (Foto: projectnourished)

Ein einfacher Fruchtgummi-Drop wird durch das VR-Headset zu einer saftigen Apfeltorte. (Foto: projectnourished)

Virtuelles Essen

Sushi und Schnitzel: Virtuelle Gourmet-Gerichte aus Frucht-Gummi

Ein Team aus Designern, Ingenieuren und Köchen hat ein Projekt gestartet, das aus simplen Fruchtgummi-Drops virtuelle Gourmet-Gerichte zaubern kann. Eine Virtual-Reality-Brille sorgt dabei für die optische Illusion, 3-D-Drucker und Aroma-Diffusoren sorgen für den Geschmack. So könnten beispielsweise Diabetiker wieder ohne Reue Kuchen essen.

Donald Tusk (li.) sieht die Speicherung der Fluggastdaten als vorrangiges Mittel im Anti-Terror-Kampf. Sein Vorgänger Herman Van Rompuy war dabei am Widerstand der Datenschützer gescheitert. (Foto: dpa)

Donald Tusk (li.) sieht die Speicherung der Fluggastdaten als vorrangiges Mittel im Anti-Terror-Kampf. Sein Vorgänger Herman Van Rompuy war dabei am Widerstand der Datenschützer gescheitert. (Foto: dpa)

42 Daten pro Bürger

EU plant fünf Jahre Speicherzeit für alle Fluggastdaten

Die Daten jedes Bürgers, der ein Flugzeug in oder nach Europa betritt, sollen nach Plänen der EU-Kommission für fünf Jahre gespeichert werden. Ein begründeter Verdacht sei für die Speicherung demnach nicht mehr nötig. Die Daten umfassen etwa Adressen, Kontonummern oder besondere Mahlzeiten.

Boeing befördert künftig nicht mehr nur Fluggäste über den Atlantik, sondern auch Astronauten zur ISS. (Screenshot)

Boeing befördert künftig nicht mehr nur Fluggäste über den Atlantik, sondern auch Astronauten zur ISS. (Screenshot)

NASA vergibt Auftrag

Private Raumfahrt: Boeing bringt ab 2017 Astronauten ins All

Als erstes Privatunternehmen überhaupt wird Boeing Astronauten zur internationalen Raumstation ISS bringen. Im Juli 2017 startet der erste bemannte Testflug. Mit dem Auftrag hat Boeing den Konkurrenten Space X knapp überholt und löst künftig die russischen Sojus-Kapseln ab.

Für die Weitergabe von Nutzerdaten soll Facebook-CEO Mark Zuckerberg ein Bußgeld an Deutschland zahlen. (Foto: dpa)

Für die Weitergabe von Nutzerdaten soll Facebook-CEO Mark Zuckerberg ein Bußgeld an Deutschland zahlen. (Foto: dpa)

Kritik an neuen AGBs

Weitergabe von Kundendaten: Deutschland droht Facebook mit Bußgeld

Facebook droht in Deutschland ein Bußgeld wegen der Verwertung von Kundendaten. Laut AGB-Änderung übermittelt das Netzwerk seine Daten auch an Tochterunternehmen wie Whatsapp. Der Hamburger Datenschutzbeauftragte Casper will dies per Anordnung untersagen.

Die Batterie-Sationen sollen nicht größer sein als Geldautomaten und überall in den Städten aufgestellt werden. (Screenshot)

Die Batterie-Sationen sollen nicht größer sein als Geldautomaten und überall in den Städten aufgestellt werden. (Screenshot)

Tauschen statt Warten

Keine Wartezeiten beim Aufladen: Batterien-Swap für Elektro-Roller

Ein neues Tausch-System für Batterien verkürzt Elektro-Roller-Fahrer künftig die Wartezeit beim Aufladen. Die so genannten Swap-Stationen sind vergleichbar mit Geldautomaten und sollen weltweit in Städten installiert werden. An den Stationen können Nutzer der „Smart-Scooter“ ihre leere Batterie gegen eine frisch aufgeladene austauschen.

Die App „Am I going down“ beantwortet Flugreisenden schon vor dem Einsteigen, wie wahrscheinlich sie abstürzen werden. (Foto: dpa)

Die App „Am I going down“ beantwortet Flugreisenden schon vor dem Einsteigen, wie wahrscheinlich sie abstürzen werden. (Foto: dpa)

„Am I going down?“

Neue App sagt Absturzrisiko von Flugzeugen voraus

Flugreisende können künftig vor dem Boarding erfahren, wie groß das Risiko ist, abzustürzen. Eine App nutzt Millionen Flug-Statistiken, um das Sicherheitsrisiko bei jedem Flug zu berechnen. Die Zahlen sollen Menschen mit Flugangst helfen, sich sicherer zu fühlen.

Forensische Experten der französischen Polizei untersuchen in der Nacht eine Wohnung in Reims. Die entscheidende Frage ist nun: Wer hat die Killer in die Redaktion von Charlie Hebdo geschickt? (Foto: dpa)

Forensische Experten der französischen Polizei untersuchen in der Nacht eine Wohnung in Reims. Die entscheidende Frage ist nun: Wer hat die Killer in die Redaktion von Charlie Hebdo geschickt? (Foto: dpa)

Wer hat die Killer geschickt?

Charlie Hebdo: Der neue Weltkrieg greift nach der Freiheit in Europa

Die entscheidende Frage zur Aufklärung des Anschlags gegen Charlie Hebdo ist: Wer sind die Auftraggeber der Killer? Wer sind die Hintermänner? Wer profitiert von der symbolischen Tat? Was genau bezwecken die Drahtzieher? Die Antwort werden die Regierungen in Europa nicht mit pathetischen Reden finden, sondern mit nüchternen Realpolitik: Sie müssen den Fall wirklich aufklären. Sonst wird Europa unversehens zum nächsten Schauplatz eines längst tobenden Weltkriegs. Er kann zur Zerstörung der freiheitlichen Gesellschaftsordnung führen.

Angela Merkel unterstützt ihren Parteifreund Antonis Samaras. Zugleich wollen sie und Wolfgang Schäuble die neue Griechenland-Krise nützen, um eine unwiderrufliche Schulden-Gemeinschaft in der EU zu etablieren. (Foto: dpa)

Angela Merkel unterstützt ihren Parteifreund Antonis Samaras. Zugleich wollen sie und Wolfgang Schäuble die neue Griechenland-Krise nützen, um eine unwiderrufliche Schulden-Gemeinschaft in der EU zu etablieren. (Foto: dpa)

Syriza stoppen, EZB ermächtigen

Euro-Zone auf der Kippe: Merkel und Schäuble bereiten Notfall-Plan vor

Angela Merkel und Wolfgang Schäuble wollen der gescheiterten griechischen Regierung einen Schuldenschnitt auf Kosten der europäischen Steuerzahler anbieten. Damit soll ein Sieg der Linkspartei Syriza verhindert werden. Zugleich soll die Krise genutzt werden, das Ende der Budget-Hoheit der Nationalstaaten in der Euro-Zone erzwingen. Faktisch wird die EZB dann das letzte Wort haben, wie die Steuergelder der Europäer verwendet werden.

Russland reicht Europa die Hand und schlägt der EU vor, statt des Freihandelsabkommens TTIP eine Partnerschaft mit der neuen Eurasischen Wirtschaftsunion einzugehen. (Foto: dpa)

Russland reicht Europa die Hand und schlägt der EU vor, statt des Freihandelsabkommens TTIP eine Partnerschaft mit der neuen Eurasischen Wirtschaftsunion einzugehen. (Foto: dpa)

Einladung zu Eurasischer Union

Schachzug gegen die USA: Russland rät EU zum Ausstieg aus dem TTIP

Russland hat einen überraschenden Vorschlag zur Überwindung der Spannungen mit der EU präsentiert: Die EU solle auf das Freihandelsabkommen TTIP mit den USA verzichten und stattdessen eine Partnerschaft mit der neu geschaffenen Eurasischen Wirtschaftsunion eingehen. Eine Freihandels-Zone mit den Nachbarn sei sinnvoller als ein Deal mit den USA.

Die Redaktion der Zeitung Kanere im kenianischen Flüchtlingscamp Kakuma. (Foto: Marcel Kolvenbach)

Die Redaktion der Zeitung Kanere im kenianischen Flüchtlingscamp Kakuma. (Foto: Marcel Kolvenbach)

Menschen dritter Klasse

Aus diesem Lager erscheint die Flucht über das Mittelmeer wie eine Verheißung

Die riskante Flucht über das Mittelmeer bedeutet für viele „Lager-Insassen“ in einem der Flüchtlingslager in Afrika eine Verheißung des Paradieses. Menschen, die zuvor als Lehrer, Handwerker oder Arzt gearbeitet haben, werden über Nacht entrechtet, Menschen allenfalls dritter Klasse. Der Filmemacher Marcel Kolvenbach, der jahrelang in verschiedenen Ländern Afrikas gelebt hat, schildert, dass das Leben im Lager eine Hölle ist, die möglich wird, weil sich die lokalen Eliten mit den Profiteuren der Globalisierung verbündet haben.