Machtkampf in Kiew

Ukraine: Parlament beschließt Verhaftung von Timoschenko-Richtern

Die Oligarchin Julia Timoschenko gemeinsam mit der US-Diplomatin Victoria Nuland. In der Ukraine stand Timoschenko unter Mordverdacht. In den USA hingegen ist sie bei den Eliten in Washington sehr beliebt. (Foto: dpa)

Die Oligarchin Julia Timoschenko gemeinsam mit der US-Diplomatin Victoria Nuland. In der Ukraine stand Timoschenko unter Mordverdacht. In den USA hingegen ist sie bei den Eliten in Washington sehr beliebt. (Foto: dpa)

Das ukrainische Parlament hat die Festnahme von drei Richtern beschlossen. Diese hatten zuvor Prozesse gegen den Ex-Innenminister Juri Luzenko und Julia Timoschenko geführt.

Tanz unter dem Rettungsschirm: Angela Merkel und Francois Hollande erlauben sich neue Defizite, um Marine Le Pen von der Macht fernzuhalten. (Foto: dpa)

Tanz unter dem Rettungsschirm: Angela Merkel und Francois Hollande erlauben sich neue Defizite, um Marine Le Pen von der Macht fernzuhalten. (Foto: dpa)

Große Koalition kämpft

Angst vor Le Pen: Merkel akzeptiert Defizit-Verstoß von Frankreich

Bundeskanzlerin Angela Merkel kämpft für das Überleben einer Großen Koalition in der EU: Aus Sorge vor einem Sieg von Marine Le Pen hat sich die Kanzlerin nun mit einem neuerliche Defizit-Verstoß Frankreichs abgefunden. Sozialdemokraten und Konservative wollen die EU weiter in einer Koalition führen, um einen fundamentalen Konflikt in der EU aus dem Weg zu gehen.

Für Jean-Claude Junckers Investitionsprogramm wird offenbar das Forschungsbudget um 2,7 Milliarden Euro gekürzt. Das trifft auch deutsche Einrichtungen. (Foto: dpa)

Für Jean-Claude Junckers Investitionsprogramm wird offenbar das Forschungsbudget um 2,7 Milliarden Euro gekürzt. Das trifft auch deutsche Einrichtungen. (Foto: dpa)

Wissenschaftler protestieren

Fonds ohne Zukunft: EU streicht Geld für die Forschung, um Autobahnen zu bauen

Der Investitionsfonds der EU soll vor allem den raschen Erfolg bringen, um die politische Lage in der EU zu stabilisieren. Weil die EU nicht genug Geld flüssig hat, greift sie zu einem Trick. Sie streicht der Wissenschaft die Gelder, um mit Bauprojekte wie Autobahnen oder andere Beton-Gebilde die Konjunktur zu befeuern. Der Fall zeigt: Für den kurzfristigen Wahlerfolg stoppen EU und Regierungen die Investitionen in die Zukunft.

Der Führer des Rechten Sektors, Dmytro Jarosch, mit seinen Kollegen bei einer Parlamentssitzung im November 2014. Jarosch (Mi.) zog im Oktober 2014 mit einem Direktmandat für den Oblast Dnipropetrowsk in das ukrainische Parlament ein. (Foto: dpa)

Der Führer des Rechten Sektors, Dmytro Jarosch, mit seinen Kollegen bei einer Parlamentssitzung im November 2014. Jarosch (Mi.) zog im Oktober 2014 mit einem Direktmandat für den Oblast Dnipropetrowsk in das ukrainische Parlament ein. (Foto: dpa)

Bald mit EU-Steuergeldern?

Ukraine: Rechter Sektor beantragt Steuergelder für radikale Milizen

Rechte Abgeordnete haben im ukrainischen Parlament einen Gesetzesentwurf eingebracht, demzufolge die Freiwilligen-Bataillons offiziell als Soldaten anerkannt werden sollen. Dadurch könnten die Milizen der Rechtsextremen mit Steuergeldern finanziert werden. Weil die Ukraine pleite ist, dürfte dies auch europäische Steuergelder betreffen.

Russlands Premier Dmitri Medwedew in einer Kalaschnikow-Fabrik in der zentralrussischen Stadt Ischewsk. Die AK-74 kann sich mit US-Sturmgewehren problemlos messen. (Foto: dpa)

Russlands Premier Dmitri Medwedew in einer Kalaschnikow-Fabrik in der zentralrussischen Stadt Ischewsk. Die AK-74 kann sich mit US-Sturmgewehren problemlos messen. (Foto: dpa)

Desinteresse in Brüssel

Gegen Sanktionen: Tschechien soll Waffen nach Russland geliefert haben

Nach Informationen einer polnischen Zeitung sollen zwei Rüstungsschmieden aus Tschechien US-Sturmgewehre nach Russland geliefert haben. Das tschechische Außenministerium weist den Vorwurf zurück. Ein tschechischer Waffen-Kontrolleur gibt den Deal zu und die EU sagt, dass das Waffen-Embargo gegen Russland nicht bindend für die EU-Mitglieder sei.

Trotz Schäubles anfänglicher Skepsis gegenüber den Vorschlägen Varoufakis hat der Bundestag die Verlängerung des Bailouts gebilligt. Die Investoren hat das jedoch nicht beruhigt.

Trotz Schäubles anfänglicher Skepsis gegenüber den Vorschlägen Varoufakis hat der Bundestag die Verlängerung des Bailouts gebilligt. Die Investoren hat das jedoch nicht beruhigt.

Griechenland-Austritt erwartet

Investoren wetten auf Spaltung in der Euro-Zone

Der „Euro Break-up Index“ ist im Februar überraschend auf 38 Prozent gestiegen. Zuletzt hatten die befragten Investoren eine so hohe Wahrscheinlichkeit vor zwei Jahren angegeben. Die Investoren wetten vor allem auf den Austritt Griechenlands aus dem Euro.

Die Gasstation „Bobrovnytska“ in Mryn, etwa 130 Kilometer von der ukrainischen Stadt Kiew entfernt. Die Ukrainer müssen ab dem 1. April 2015 höhere Gaspreise zahlen. (Foto: dpa)

Die Gasstation „Bobrovnytska“ in Mryn, etwa 130 Kilometer von der ukrainischen Stadt Kiew entfernt. Die Ukrainer müssen ab dem 1. April 2015 höhere Gaspreise zahlen. (Foto: dpa)

Versorgung aus Russland gesichert

Gazprom gewährt Rabatt, doch Ukraine erhöht Gaspreise für Bürger

Die ukrainische Regierung wird die Gaspreise ab dem 1. April um 280 Prozent anheben. Der Schritt sei nötig, um weitere IWF-Kredite zu erhalten, so die Regierung. Die Entscheidung fiel, nachdem Gazprom der Ukraine einen Rabatt gewährt hat. Der kommt nun dem IWF zugute - und nicht den Bürgern der Ukraine.

City of London: Die großen Banken wie HSBC, Barclays oder Citi sehen keine Zukunft mehr im Investmentbanking. (Foto: dpa)

City of London: Die großen Banken wie HSBC, Barclays oder Citi sehen keine Zukunft mehr im Investmentbanking. (Foto: dpa)

Tausende Stellen werden abgebaut

London: Investment-Banken treten den Rückzug an

Die Investment-Banken in der Londoner City bauen tausende Stellen ab. Das Geschäft lohne sich aufgrund der strengeren Regulierungen nicht mehr, so die Institute. Zudem werde das Investmentbanking nie mehr Renditen wie vor der Krise bringen.

Der ukrainische Premier „Jaz“ Arseni Jazenjuk will möglichst viele internationale Kredite, um den Wiederaufbau der Ukraine voranzutreiben. (Foto: dpa)

Der ukrainische Premier „Jaz“ Arseni Jazenjuk will möglichst viele internationale Kredite, um den Wiederaufbau der Ukraine voranzutreiben. (Foto: dpa)

Auflagen für Kredite

Ukraine beschließt Pensions-Kürzungen und Steuer-Erhöhungen

Um die Auflagen internationaler Kreditgeber zu erfüllen, hat das ukrainische Parlament am Montag Kürzungen bei den Pensionen bei gleichzeitiger Erhöhung der Steuern beschlossen. Dadurch verspricht sich das Land weitere Kredite.

Der griechische Premier Alexis Tsipras muss in die staatlichen Rentenkassen greifen, um einen IWF-Kredit bedienen zu können. (Foto: dpa)

Der griechische Premier Alexis Tsipras muss in die staatlichen Rentenkassen greifen, um einen IWF-Kredit bedienen zu können. (Foto: dpa)

Angeblich ein gutes Geschäft

Um IWF-Kredit zu bedienen: Griechische Regierung plündert Renten-Kasse

Die griechische Regierung zapft die staatliche Pensionskasse an, um den fälligen Schuldendienst beim IWF leisten zu können. Würde der Kredit nicht bedient, würde dies zur Staats-Pleite führen. Für die kommenden Zahlungen fehlt noch eine Finanzierung.

US-Präsident Barack Obama erhielt 2009 den Friedensnobelpreis. (Foto: dpa)

US-Präsident Barack Obama erhielt 2009 den Friedensnobelpreis. (Foto: dpa)

Kritik wegen Obama-Auszeichnung

Nobelpreis-Komitee setzt Vorsitzenden Jagland ab

Das norwegische Nobelpreiskomitee hat seinen Vorsitzenden Thorbjörn Jagland abgesetzt. Seit 2009 stand Jagland aufgrund der Vergabe des Friedensnobelpreises an US-Präsident Obama in der Kritik. Seine Nachfolgerin wird die norwegische Ex-Politikerin Kaci Kullmann Five.

Die Börsen brauchen Stimulanz: Für die menschlichen Händler gibt es einen Besuch der Swimsuit-Models von Sports Illustrated, für die Algos seit neuestem einen Laser-Beschleuniger. (Foto: dpa)

Die Börsen brauchen Stimulanz: Für die menschlichen Händler gibt es einen Besuch der Swimsuit-Models von Sports Illustrated, für die Algos seit neuestem einen Laser-Beschleuniger. (Foto: dpa)

Mikrowellen sind veraltet

Innovation an der Börse: Laser-Technologie beschleunigt Hochfrequenz-Handel

Eine neue Laservorrichtung zwischen der Börse in New York und dem NASDAQ beschleunigt den Hochfrequenzhandel um wenige Nanosekunden. Dadurch steigen die Erträge der Trader durch den beschleunigten Datenverkehr um Millionen von Dollar. Die Technik überträgt bis zu zwei Gigabyte pro Sekunde und kann zwischen zwei Funktürmen störungsfrei eine Distanz von 10 Kilometern überbrücken.

Telekom-Chef Höttgens plädierte auf dem World Mobile Congress in Barcelona erneut an die Politik, gegen Geld auch schnelleres Internet anbieten zu dürfen. (Foto: dpa)

Telekom-Chef Höttgens plädierte auf dem World Mobile Congress in Barcelona erneut an die Politik, gegen Geld auch schnelleres Internet anbieten zu dürfen. (Foto: dpa)

Mehr Tempo gegen Geld

Kommerz geht vor: EU plant Zwei-Klassen-Internet

Die EU will Internet-Anbietern erlauben, Nutzern gegen Aufpreis schnellere Internet-Zugänge zu verkaufen. Der aktuelle Gesetzentwurf zur Netzneutralität räumt dies ein, solange die Privilegien den Datenfluss nicht „materiell stören“. Kurz zuvor hatten US-Behörden eine solche Praxis verboten.

Vodafone-Chef Vittorio Colao begegnet der wachsenden Konkurrenz durch Google mit der Forderung nach mehr Fusionen und höheren Preisen im Mobilfunk. (Foto: dpa)

Vodafone-Chef Vittorio Colao begegnet der wachsenden Konkurrenz durch Google mit der Forderung nach mehr Fusionen und höheren Preisen im Mobilfunk. (Foto: dpa)

Für 5G-Mobilfunknetz

Vodafone-Chef will Mobilfunk-Preise erhöhen

Der Aufbau von schnelleren Datennetze soll den Mobilfunk teurer machen. „Die Preise müssen steigen, wenn wir Investitionen in 5G haben wollen“, so Vodafone-Chef Colao. Kurz zuvor hatte Google ein eigenes Mobilfunknetz vorgestellt und den etablierten Betreibern vorgeworfen, bei Netzausbau und Innovationen zu langsam zu sein.

Google-Vize Sundar Pichai stellt die Pläne für das eigenen Mobilfunk-Netz auf dem Mobile World Congress in Barcelona vor. (Foto: dpa)

Google-Vize Sundar Pichai stellt die Pläne für das eigenen Mobilfunk-Netz auf dem Mobile World Congress in Barcelona vor. (Foto: dpa)

Netzbetreiber zu langsam

USA: Google startet eigenes Mobilfunk-Netz

Mit einem eigenen Mobilfunk-Netz will Google den Netzausbau vorantreiben. Der Internet-Konzern war unzufrieden mit den langsamen Tempo der Telekom-Unternehmen. In einem eigenen Netz will Google Innovationen schneller umsetzen und den etablierten Betreibern Druck machen.

Eine App mit Gesichtserkennung soll die Anwesenheit der Studenten automatisch überprüfen. (Foto: dpa)

Eine App mit Gesichtserkennung soll die Anwesenheit der Studenten automatisch überprüfen. (Foto: dpa)

Hörsaal wird erfasst

Smartphone-App überwacht Anwesenheit von Studenten

Ein Programm überprüft in den USA, wie oft Studenten dem Unterricht fern bleiben. Die App funktioniert mittels Smartphone-Kamera. Die Gesichtserkennung soll effektiver als die üblichen Tests zur Anwesenheit sein und den Studenten helfen, bessere Noten zu bekommen.

Die Anwendung der NASA-Technologie macht die vorhandene Solarzellen auf Hausdächern bis zu doppelt so effizient. (Screenshot)

Die Anwendung der NASA-Technologie macht die vorhandene Solarzellen auf Hausdächern bis zu doppelt so effizient. (Screenshot)

40 Prozent Wirkungsgrad

NASA-Lupe steigert Effizienz von Solarzellen

Neue Technologien steigern die Effizienz von Solarzellen auf über 40 Prozent. Möglich macht dies eine Art Lupe zur Verstärkung des Lichteinfalls, die bislang nur im Weltraum angewandt wurde. Diese kann jetzt auch bald auf dem eigenen Hausdach Strom erzeugen.

Stabil aber teuer: Die aufwendige Herstellung machte Titan bisher für die Massenfertigung zu teuer, hier ein Foto aus dem größten Titanwerk in Russland. (Foto: dpa)

Stabil aber teuer: Die aufwendige Herstellung machte Titan bisher für die Massenfertigung zu teuer, hier ein Foto aus dem größten Titanwerk in Russland. (Foto: dpa)

Puder statt Barren

Titan-Pulver macht Flugzeuge und Autos leichter

Ein neues Verfahren macht die Produktion von Titan deutlich günstiger: Materialforscher stellen das äußerst stabile und leichte Metall in Pulverform her. Dadurch könnte es in Flugzeugen und Autos verbaut werden und so deren Gewicht und Verbrauch deutlich senken.

Angela Merkel orientiert sich bei der neuen Militär-Doktrin für die Bundeswehr an der Lagebeurteilung der Nato (links deren Generalsekretär Jens Stoltenberg), die sich wiederum an den Vorgaben aus Washington orientiert. (Foto: dpa)

Angela Merkel orientiert sich bei der neuen Militär-Doktrin für die Bundeswehr an der Lagebeurteilung der Nato (links deren Generalsekretär Jens Stoltenberg), die sich wiederum an den Vorgaben aus Washington orientiert. (Foto: dpa)

Der neue Feind im Osten

Kalter Krieg: Merkel richtet deutsche Militär-Doktrin gegen Russland aus

Angela Merkel sieht Russland nicht mehr als „herausgehobenen Partner“ und will eine neue Militär-Doktrin entwickeln. Die neue Doktrin ist die Folge der geltenden US-Militär-Doktrin: Die Amerikaner sehen in der „Annexion“ der Krim durch Russland die Grundlage für militärische Maßnahmen gegen Moskau. Für die Bundeswehr bietet die neue Doktrin die Möglichkeit, im Rahmen ihrer Nato-Aktionen ein neues Feindbild zu entwickeln.

Angela Merkel und Barack Obama: Keine Antworten mehr auf die wichtigen Fragen der Weltpolitik. (Foto: dpa)

Angela Merkel und Barack Obama: Keine Antworten mehr auf die wichtigen Fragen der Weltpolitik. (Foto: dpa)

Die Welt nicht im Griff

Obama und Merkel: Ratlos, machtlos und voller Widersprüche

Das Treffen von Angela Merkel und Barack Obama hat gezeigt: Die Welt wird niemals zu jenem Zentral-Staat werden, wie ihn sich die Lobbyisten aus Politik und Wirtschaft wünschen. Die Phrasen verfangen nicht mehr, weil mittlerweile jedes Kind weiß: Kredite sind keine „Hilfe“. Eine statische „Friedensordnung“ kann das Selbstbestimmungsrecht der Völker nicht unterdrücken. Politische „Koalitionen“ sind so brüchig wie moderne Ehen. Die Kaiser sind nackt und beginnen zu frösteln.

Mangelnde Transparenz bei TTIP: Gegen die EU-Kommission wurde Beschwerde eingereicht. (Foto: dpa)

Mangelnde Transparenz bei TTIP: Gegen die EU-Kommission wurde Beschwerde eingereicht. (Foto: dpa)

Mehr Transparenz gefordert

TTIP: Bürgerrechtler legen Beschwerde wegen Geheimverhandlungen ein

Die EU-Kommission verweigerte fünf NGOs den Zugang zu TTIP-Dokumenten. Diese haben daraufhin Beschwerde eingereicht. Derzeit werde geprüft, ob eine Untersuchung gegen die Kommission eingeleitet werde, bestätigte die Europäischen Bürgerbeauftragte den Deutschen Wirtschafts Nachrichten.