Machtkampf im Endstadium

Schäuble: Griechenland bleibt in jedem Fall im Euro

Wolfgang Schäuble: Griechenland bleibt im Euro. (Foto: dpa)

Wolfgang Schäuble: Griechenland bleibt im Euro. (Foto: dpa)

Wolfgang Schäuble erklärt, dass Griechenland auch als säumiger Schuldner weiter im Euro plant. Das ist mit Sicherheit zutreffend: Es gibt keine rechtliche Möglichkeit zum Euro-Austritt. Hinter den Kulissen wird offenbar über eine Lösung verhandelt. Sie könnte aus einer Mischung von Schuldenschnitt und weiterer Austerität bestehen.

Die Sparkassen warnen vor der europaweiten Einlagensicherung. (Foto: dpa)

Die Sparkassen warnen vor der europaweiten Einlagensicherung. (Foto: dpa)

Warnung vor Risiken

Sparkassen fordern Brandmauer zum Schutz der deutschen Sparguthaben

Der Deutsche Sparkassen- und Giroverband DSGV warnt vor der Preisgabe der deutschen Sparguthaben zu Absicherung aller europäischen Risiken im Zuge der geplanten gesamteuropäischen Einlagensicherung: Die Sparkassen-Finanzgruppe ist nicht bereit, mit den zum Schutz der Einlagen ihrer Kunden gebildeten Sicherungsmitteln für dritte...

Tsipras will weitere Geschenke, obwohl es bereits einen Schuldenschnitt für Athen in Höhe von 100 Milliarden Euro gab. (Foto: dpa)

Tsipras will weitere Geschenke, obwohl es bereits einen Schuldenschnitt für Athen in Höhe von 100 Milliarden Euro gab. (Foto: dpa)

Schuldenschnitt für Nato-Basis

Top-Banker: USA werden Euro-Austritt Griechenlands nicht zulassen

Der Chefvolkswirt der Bremer Landesbank, Folker Hellmeyer, hält einen Austritt Griechenlands aus dem Euro für konsequent. Es werde jedoch trotz all des Getöses nicht dazu kommen. Griechenland sei für die Amerikaner geopolitisch zu wichtig. Die politisch schwachen EU-Retter werden einlenken, glaubt Hellmeyer.

Es geht bergab: EU-Präsident Jean-Claude Juncker. (Foto: dpa)

Es geht bergab: EU-Präsident Jean-Claude Juncker. (Foto: dpa)

Peinliches Kabarett

Aus dem Tollhaus: EU empfiehlt Tsipras, gegen sich selbst zu stimmen

EU-Präsident Juncker präsentiert eine geniale Lösung für die Euro-Krise: Alexis Tsipras soll das Austeritäts-Programm der Troika annehmen. Danach soll er beim Referendum die Griechen auffordern, gegen ihn zu stimmen. Man fragt sich, ob hier noch alle wissen, was sie tun oder reden.

Sprachlos in Europa: Bundeskanzlerin Angela Merkel am Montag nach dem Crash in Griechenland. (Foto: dpa)

Sprachlos in Europa: Bundeskanzlerin Angela Merkel am Montag nach dem Crash in Griechenland. (Foto: dpa)

Versuch der Crash-Abwehr

Peinlich für Merkel: Obama und Hollande wollen Euro-Krise lösen

In Washington steigt die Verärgerung über das abenteuerliche Krisen-Management von Angela Merkel. Die Unzufriedenheit geht so weit, dass nun US-Präsident Obama mit Frankreichs Präsident Hollande die Krise selbst lösen wollen – eine echte Blamage für Deutschland.

Alexis Tsipras und die Abschaffung der Demokratie in Rekordzeit: Am Samstag wird das Referendum beschlossen, am Sonntag kommt die Anweisung, dass die Banken schließen müssen. (Foto: dpa)

Alexis Tsipras und die Abschaffung der Demokratie in Rekordzeit: Am Samstag wird das Referendum beschlossen, am Sonntag kommt die Anweisung, dass die Banken schließen müssen. (Foto: dpa)

Der Dämon des Totalitären

Das Ende der Demokratie in Europa: Volksabstimmung? Banken-Schließung!

Ein Regierungschef wagt es, das Volk zu befragen. Am nächsten Tag gibt es für die Griechen kein Geld mehr, keine Banken. Die Versklavung eines ganzen Volks durch die nackte Angst - das ist die neue Währung in Europa. Der Dämon des Totalitären erhebt sich und beendet die demokratischen Freiheiten mit der Diktatur des Geldautomaten. Diese wird zuerst die Griechen verschlingen, und dann den Rest.

Noch spricht Angela Merkel nur mit der Bundeswehr. Doch die Vorbereitungen in der EU zielen auf eine umfassende Militarisierung Europas. (Foto: dpa)

Noch spricht Angela Merkel nur mit der Bundeswehr. Doch die Vorbereitungen in der EU zielen auf eine umfassende Militarisierung Europas. (Foto: dpa)

Im Schatten der Krise

EU will militärische Strukturen gegen die Bürger aufbauen

Die frühere Grüne EU-Abgeordnete Patricia McKenna aus Irland warnt vor einer schleichenden Militarisierung der EU. Die Bürgerrechte werden systematisch ausgehöhlt, militärische Strukturen entstehen. Es sei Zeit für den massiven Widerstand. Sie ermuntert linke Euro-Skeptiker, sich für die Menschen- und Bürgerrechte mit äußerster Entschlossenheit einzusetzen.

Auch wenn sich Putin und Tsipras ideologisch nahestehen: Russland hat kein Interesse an einem Grexit, weil die Russen immer Stabilität haben wollen. (Foto: dpa)

Auch wenn sich Putin und Tsipras ideologisch nahestehen: Russland hat kein Interesse an einem Grexit, weil die Russen immer Stabilität haben wollen. (Foto: dpa)

Absicherung gegen Grexit

Russland hat kein Interesse an einem Crash in Griechenland

Entgegen den landläufigen Behauptungen ist Russland nicht an einem Crash in Griechenland interessiert. Russland hat im Unterschied zu EU erkannt, dass man mit großen Partnern leichter große Geschäfte machen kann. Daher erfolgen die Grexit-Vorbereitungen der russischen Zentralbank äußerst widerwillig.

Tausende Griechen haben am Montag gegen die Troika demonstriert. (Foto: dpa)

Tausende Griechen haben am Montag gegen die Troika demonstriert. (Foto: dpa)

Proteste in Athen

Ölpreise geben wegen Schuldenstreit in Griechenland nach

Der Schuldenstreit in Griechenland belastet auch die Rohstoffpreise. Der Preis der Nordseeölsorte Brent fiel am Montag um bis zu 1,7 Prozent auf 62,20 Dollar je Barrel. „Rohstoffe gelten generell als riskant, und daher gehen die Anleger lieber auf Nummer sicher und verkaufen“, sagte ein Händler.

Es gibt erstaunliche Parallelen zwischen Irland und Griechenland in Bezug auf die Kreditkrise. (Foto: dpa)

Es gibt erstaunliche Parallelen zwischen Irland und Griechenland in Bezug auf die Kreditkrise. (Foto: dpa)

Parallelen zu Irland

Griechenland kann von Irland lernen: Nicht nur die Troika ist schuld

Die Krisen in Irland und Griechenland sind durchaus vergleichbar. Der entscheidende Unterschied ist jedoch: In Irland hat die Regierung ihre eigene Verantwortung akzeptiert, während in Griechenland die Schuld nur auf die Troika geschoben wird. Mit dieser Haltung wird Athene trotz Referendums keine Lösung finden.

Die Wahrscheinlichkeit eines Austritts Griechenlands aus der Eurozone liege nun bei rund 50 Prozent, so S&P. (Foto: dpa)

Die Wahrscheinlichkeit eines Austritts Griechenlands aus der Eurozone liege nun bei rund 50 Prozent, so S&P. (Foto: dpa)

Ausblick negativ

S&P stuft Griechenland herunter

Die Ratingagentur Standard & Poor's stuft Griechenland erneut herab. Die Bewertung bedeutet, dass eine hohe Wahrscheinlichkeit eines Zahlungsausfalls besteht. Die Wahrscheinlichkeit eines Austritts Griechenlands aus der Eurozone liege nun bei rund 50 Prozent.

Podemos-Chef Pablo Iglesias kritisiert das Vorgehen der Institutionen scharf: „Das ist ein Angriff auf die griechische Souveränität und eine mafiöser Akt von Finanzterrorismus gegen eine demokratisch gewählte Regierung“. (Foto: dpa)

Podemos-Chef Pablo Iglesias kritisiert das Vorgehen der Institutionen scharf: „Das ist ein Angriff auf die griechische Souveränität und eine mafiöser Akt von Finanzterrorismus gegen eine demokratisch gewählte Regierung“. (Foto: dpa)

Solidarität in Madrid

Spanische Protest-Partei Podemos: IWF und Deutschland zerstören Europa

Die spanische Protestpartei Podemos wirft der Troika vor, mit deutscher Hilfe eine „mafiöse Operation von Finanzterrorismus“ gegen Griechenland zu führen. Podemos-Chef Iglesias organisierte in Madrid eine Solidaritätskundgebung für das griechische Referendum. Die spanische Regierung unter Rajoy hingegen kritisierte das griechische Vorgehen.

Premier Alexis Tsipras fordert die Griechen im Staatsfernsehen dazu auf, beim Referendum gegen die Vorschläge der internationalen Gläubiger zu stimmen. (Foto: dpa)

Premier Alexis Tsipras fordert die Griechen im Staatsfernsehen dazu auf, beim Referendum gegen die Vorschläge der internationalen Gläubiger zu stimmen. (Foto: dpa)

Referendum entscheidet

Tsipras stellt Rücktritt bei Niederlage im Referendum in Aussicht

Griechenlands Premier Alexis Tsipras verbindet seine politische Zukunft mit dem Ausgang der Volksabstimmung über den Spar- und Reformkurs. Wenn bei dem Referendum am Sonntag ein „Ja“ herauskomme, sei er „nicht für alle Zeiten Ministerpräsident“.

Angela Merkel beim Festakt zum 70-jährigen Bestehen der CDU: Es ist Zeit für schlechte Nachrichten. (Foto: dpa)

Angela Merkel beim Festakt zum 70-jährigen Bestehen der CDU: Es ist Zeit für schlechte Nachrichten. (Foto: dpa)

80 Milliarden Euro im Feuer

Stunde der Wahrheit: Große Koalition spricht von Milliarden-Verlusten

Erstmals haben sich führende Koalitions-Politiker aus der Deckung gewagt und den Schaden benannt, der dem deutschen Steuerzahler aus dem Euro-Desaster erwächst. Langsam versteht man, warum Angela Merkel auf Tauchstation gegangen ist.

Die erste Stuhl-Ernte soll in diesem Herbst erfolgen – nach acht Jahren Züchtung. (Screenshot)

Die erste Stuhl-Ernte soll in diesem Herbst erfolgen – nach acht Jahren Züchtung. (Screenshot)

Designer gründet Möbelfarm

Möbelfarm: Stühle, die auf Bäumen wachsen

Ein britischer Designer lässt auf einer Farm Bäume in Form von Möbeln wachsen. Die Weiden werden mithilfe von Gerüsten zu Stühlen, Tischen oder Lampen gezüchtet. Die Herstellung dauert zwar einige Jahre, komme dafür aber ohne Holzabfälle aus und habe eine klimafreundliche CO2-Bilanz.

„Die Interaktion zwischen dem Graphen und dem diamantartigem Kohlenstoff ist wesentlich für die Wirkung der Supergleitfähigkeit“, sagt Ali Erdemir, einer der Forscher. (Foto: dpa)

„Die Interaktion zwischen dem Graphen und dem diamantartigem Kohlenstoff ist wesentlich für die Wirkung der Supergleitfähigkeit“, sagt Ali Erdemir, einer der Forscher. (Foto: dpa)

Wie ein Kugellager

Bewegung ohne Energieverlust: Nano-Material hebt Reibung auf

Eine Kombination aus Graphen und Diamant kann die Reibung zwischen zwei Materialien nahezu auszuschalten. Die supergleitfähigen Nanopartikel könnten mechanische Prozesse revolutionieren: Der Energieverlust durch Reibung wird verhindert.

Etwa eine Milliarde Röhrenglas-Flaschen produziert das Essener Werk von Gerresheimer pro Jahr für Deoroller, Hustensaft, Apotheken und Kräuterliköre. (Foto: dpa)

Etwa eine Milliarde Röhrenglas-Flaschen produziert das Essener Werk von Gerresheimer pro Jahr für Deoroller, Hustensaft, Apotheken und Kräuterliköre. (Foto: dpa)

Für 196 Millionen Euro

Gerresheimer verkauft Röhrenglas-Geschäft an Corning

Der Verpackungshersteller Gerresheimer verkauft sein Röhrenglasgeschäft für 196 Millionen Euro an den US-Konzern Corning Inc. Der Konzern will sich künftig nur noch auf pharmazeutische Primärverpackungen konzentrieren.

Die Euro-Retter pokern mit hohem Einsatz: Es scheint ihnen nicht bewusst zu sein, dass es keinen Grexit ohne dramatische Folgen für die EU gibt. (Foto: dpa)

Die Euro-Retter pokern mit hohem Einsatz: Es scheint ihnen nicht bewusst zu sein, dass es keinen Grexit ohne dramatische Folgen für die EU gibt. (Foto: dpa)

EU auf keinem guten Weg

Falsche Zahlen: Wirtschaftslage in Europa viel schlechter als angenommen

Die Euro-Retter haben die Lage in Griechenland nach Ansicht des Schweizer Finanzexperten Michael Bernegger völlig falsch beurteilt. Daher sind die dem Land aufgezwungenen Alternativen – Grexit oder interne Abwertung - völlig untauglich. Bedenklich: Auch in den anderen Euro-Krisenstaaten ist die tatsächliche Lage viel schlechter als die offiziellen Zahlen. Die EU befindet sich auf keinem guten Weg.

Griechenland hat mit der Handelsflotte und dem Tourismus echte Assets. (Foto: dpa)

Griechenland hat mit der Handelsflotte und dem Tourismus echte Assets. (Foto: dpa)

Griechenland hat Stärken

Grexit: Nicht schon wieder Entscheidungen ohne taugliche Grundlagen

Die Euro-Retter haben die Lage in Griechenland aufgrund völlig falscher Daten beurteilt. Deshalb hat die Therapie nicht angeschlagen. Jetzt werden dem Land wieder Alternativen aufgezwungen, die beide untauglich sind: Die Fortsetzung der internen Abwertung oder Grexit. Beides ist fatal. Solange keine realistische Datengrundlage besteht, und das Bankensystem nicht fixiert wird, wird sich die Schuldendeflation fortsetzen.

In Griechenland geht es nicht nur um ein kleines Land am Rande Europas. Hier entscheidet sich in den kommenden Wochen das Schicksal der EU. (Foto: dpa)

In Griechenland geht es nicht nur um ein kleines Land am Rande Europas. Hier entscheidet sich in den kommenden Wochen das Schicksal der EU. (Foto: dpa)

Handelsflotte im Mittelpunkt

Griechenland: Kurswechsel bei Euro-Rettung erforderlich

Die Welt schaut auf den EU-Gipfel zu Griechenland. Gibt es einen „Kompromiss“ in letzter Sekunde oder den Grexit? Erleben wir ein langsames Sterben oder den schnellen Tod? Die bittere Wahrheit: Beides führt weiter in die Depression und hat die Ansteckung der gesamten Euro-Zone zur Folge. Plädoyer für ein radikales Ende der verfehlten Troika-Politik und einen Kurswechsel der Wirtschaftspolitik in Europa.

Bootsflüchtlinge im Mittelmeer: Die europäische Flüchtlingspolitik ist eine Schande. (Foto: dpa)

Bootsflüchtlinge im Mittelmeer: Die europäische Flüchtlingspolitik ist eine Schande. (Foto: dpa)

Skandalöser Umgang mit Menschen

Ende des Humanismus: EU meldet wegen Flüchtlingen moralischen Bankrott an

Die Flüchtlingsfrage reißt der professionellen Politik in den EU-Staaten die Maske vom Gesicht. Was sich da im Moment abspielt, ist ein Skandal erster Güte. Eine ganze Politiker-Klasse diskreditiert sich im Verrat der europäischen Ideale, zu denen vor langer Zeit einmal die Menschlichkeit ohne Kalkül gehörte. Zum Glück unterscheidet sich die deutsche Politik in dieser Frage grundlegend von allen anderen.