Überraschend negative Umfrage

Abhängig von den USA: Merkel verliert ihren Instinkt für Volkes Meinung

Angela Merkel muss sich entscheiden: Folgt sie den Wünschen von Barack Obama oder hört sie auf Volkes Stimme in Deutschland? (Foto: dpa)

Angela Merkel muss sich entscheiden: Folgt sie den Wünschen von Barack Obama oder hört sie auf Volkes Stimme in Deutschland? (Foto: dpa)

Bundeskanzlerin Angela Merkel scheint wegen der Abhängigkeit von den USA in der Spionageaffäre ihren Instinkt dafür zu verlieren, was die Bürger denken. Eine Umfrage zeigt, dass die Mehrheit der Deutschen glaubt, dass die Affäre der Kanzlerin persönlich schadet.

EU-Kommissar Günther Oettinger bei der Präsentation der neuen Digital-Strategie der EU am Mittwoch in Brüssel. (Foto: dpa)

EU-Kommissar Günther Oettinger bei der Präsentation der neuen Digital-Strategie der EU am Mittwoch in Brüssel. (Foto: dpa)

Nutzer können kontrolliert werden

EU-Strategie als weiterer Schritt zu Massen-Überwachung im Internet

Die neue Digital-Strategie der EU ist geeignet, die anlasslose Massenüberwachung im Internet weiter auszubauen. Die Piraten warnen vor einem bisher nicht bekannten Fallstrick in der von der EU präsentierten Strategie. Internetplattformen könnten dazu gezwungen werden, von Nutzern hochgeladene Inhalte auf ihre Legalität zu prüfen.

Für die Griechen könnte es schon bald eine Steuer geben, wenn sie Geld aus dem Bankomaten ziehen. (Foto: dpa)

Für die Griechen könnte es schon bald eine Steuer geben, wenn sie Geld aus dem Bankomaten ziehen. (Foto: dpa)

Bank-Run verhindern

Griechenland pant Zwangsabgabe für Abhebungen an Bank-Automaten

Die griechische Regierung plant eine Steuer auf Abhebungen von Bankautomaten zu erheben. Damit soll ein Bank-Run verhindert werden. Die Maßnahme zeigt beispielhaft, zu welchen Mitteln eine Regierung in der Endphase der Schuldenkrise greifen kann.

Die italienische Küstenwache sieht sich mit einer Welle von Flüchtlingen konfrontiert. Die EU will die Boote der Menschen-Schmuggler militärisch zerstören. (Foto: dpa)

Die italienische Küstenwache sieht sich mit einer Welle von Flüchtlingen konfrontiert. Die EU will die Boote der Menschen-Schmuggler militärisch zerstören. (Foto: dpa)

Verstoß gegen das Völkerrecht

Russland droht mit Veto gegen Militär-Aktionen der EU gegen Flüchtlings-Schiffe

Russland kritisiert die EU-Pläne, wonach Militäreinsätze gegen Flüchtlings-Boote im Mittelmer zerstört werden sollen. Der russische EU-Botschafter sagt, dass die Regierung in Moskau ihr Veto gegen UN-Resolutionen einsetzen werde, die derartige Einsätze legitimieren sollen.

Den türkischen Premierminister Recep Tayyip Erdoğan und Russlands Präsident Wladimir Putin verbindet eine Männerfreundschaft. (Foto: dpa)

Den türkischen Premierminister Recep Tayyip Erdoğan und Russlands Präsident Wladimir Putin verbindet eine Männerfreundschaft. (Foto: dpa)

Die Achse Moskau-Ankara

Nato-Staat Türkei will russische Waffen kaufen

Das Nato-Land Türkei hat offenbar ein großes Interesse daran, ein russisches Luftabwehrsystem zu kaufen. Die Nato-Führung dürfte dies als Provokation deuten. Denn Rüstungsaufträge darf die Türkei ihrer Ansicht nach nur an westliche Firmen vergeben.

Der Baltic Dry Index (BDI) ist ein Preisindex für das weltweite Verschiffen von Hauptfrachtgütern. Derzeit befindet sich der BDI im Sturzflug. (Foto: dpa)

Der Baltic Dry Index (BDI) ist ein Preisindex für das weltweite Verschiffen von Hauptfrachtgütern. Derzeit befindet sich der BDI im Sturzflug. (Foto: dpa)

Umfrage sieht globale Probleme

Batlic Dry: Container-Branche erwartet weltweite Rezession

Einer Umfrage des Meinungsforschungs-Instituts MarPoll zufolge ist die überwiegende Mehrheit der Befragten der Ansicht, dass der Baltic Dry Index weiter fallen wird. Der Verfall des Baltic Dry Index gilt als Vorzeichen für eine Rezession.

Seit der Finanzkrise zahlt die EU-Kommission, hier Präsident Jean-Claude Juncker und Finanzkommissar Pierre Moscovici, für den Aufbau des osteuropäischen Finanzsektors. Die Banken haben in den vergangenen Jahren Milliarden von den europäischen Steuerzahlern erhalten. (Foto: dpa)

Seit der Finanzkrise zahlt die EU-Kommission, hier Präsident Jean-Claude Juncker und Finanzkommissar Pierre Moscovici, für den Aufbau des osteuropäischen Finanzsektors. Die Banken haben in den vergangenen Jahren Milliarden von den europäischen Steuerzahlern erhalten. (Foto: dpa)

Protest in Moldawien

Osteuropa: Gelder der EU-Steuerzahler bei Banken spurlos verschwunden

Die EU-Kommission hat in den vergangenen Jahren Milliarden an Krediten in den Aufbau des öffentlichen und privaten Finanzsektors in Osteuropa bewilligt. Doch es herrscht Unsicherheit über deren zweckmäßige Verwendung. In Moldawien macht sich Protest bei den Bürgern breit. Eine Milliarde Euro an Banken-Krediten sind spurlos verschwunden.

Kanzlerin Angela Merkel und Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel sind in der Herausgabe der NSA-Listen unterschiedlicher Meinung. (Foto: dpa)

Kanzlerin Angela Merkel und Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel sind in der Herausgabe der NSA-Listen unterschiedlicher Meinung. (Foto: dpa)

Liste mit NSA-Suchbegriffen

Merkel muss USA um Erlaubnis fragen, ob sie Bundestag informieren darf

Die SPD und die Opposition verlangen die sofortige Herausgabe der Liste mit abgelehnten NSA-Suchbegriffen. Kanzlerin Merkel will hingegen erst die USA um Erlaubnis fragen.

Das Ende der Bürgerrechte: Der französische Premier Manuel Valls als Vorreiter einer repressiven Politik in Europa. (Foto: dpa)

Das Ende der Bürgerrechte: Der französische Premier Manuel Valls als Vorreiter einer repressiven Politik in Europa. (Foto: dpa)

Frankreich als Vorreiter

Das Ende der Freiheit: Der Polizei-Staat kehrt nach Europa zurück

Die französische Nationalversammlung hat mit überraschend großer Mehrheit ein Gesetz beschlossen, mit welchem die bürgerlichen Rechte dramatisch eingeschränkt werden. Die Geheimdienste erhalten umfassende Rechte der Kontrolle der Bürger. Gerichtliche Beschlüsse zur Überwachung sind kaum noch nötig. Die Entwicklung könnte beispielhaft für die ganze EU sein.

Damit Niedrigzinsen nicht umgangen werden, wird eine Einschränkung von Bargeld diskutiert. (Foto: dpa)

Damit Niedrigzinsen nicht umgangen werden, wird eine Einschränkung von Bargeld diskutiert. (Foto: dpa)

Cash statt Niedrigzinsen

UBS: Bargeld-Verbot ist praktisch kaum durchzusetzen

Die UBS hält ein Bargeld-Verbot für nicht umsetzbar. Denn nicht alle Schlupflöcher, um die Niedrigzinsen zu umgehen, können geschlossen werden. Tatsächlich ist der Umlauf von 1.000-Franken-Noten in der Schweiz seit Einführung der Strafzinsen deutlich gestiegen.

Auf einer internationalen Konferenz diskutieren die Zentralbanken der Schweiz, der USA und der Eurozone weitere mögliche Einschränkungen beim Bargeld. Die Zentralbanken wollen sicherstellen, dass auch höhere Strafzinsen durchgesetzt werden können. (Foto: dpa)

Auf einer internationalen Konferenz diskutieren die Zentralbanken der Schweiz, der USA und der Eurozone weitere mögliche Einschränkungen beim Bargeld. Die Zentralbanken wollen sicherstellen, dass auch höhere Strafzinsen durchgesetzt werden können. (Foto: dpa)

Lage ist offenbar ernst

Zentralbanken diskutieren Bargeld-Verbot, um globale Bank-Flucht zu stoppen

Die Zentralbanken wollen bei einer Tagung über die effektivste Strafe für das Halten von Bargeld beraten. Die Neue Zürcher Zeitung untersucht die Möglichkeiten, wie „im Notfall“ das Bargeld eingeschränkt werden kann. Man kann das hektische Treiben durchaus als Crash-Vorbereitungen sehen. Offenbar wissen die Zentralbanken mehr über den tatsächlichen Zustand des Finanzsystems als sie öffentlich einräumen.

Der Bundesgerichtshof (BGH) erklärt die Kündigung von Girokonten ohne eine Kündigungsfrist für nicht zulässig. (Foto: dpa)

Der Bundesgerichtshof (BGH) erklärt die Kündigung von Girokonten ohne eine Kündigungsfrist für nicht zulässig. (Foto: dpa)

Hunderte Konten betroffen

BGH: Sparkassen dürfen Konten nicht ohne Grund kündigen

Ohne einen wirklich triftigen Grund dürfen Sparkassen Konten ihrer Kunden nicht einfach kündigen, so der Bundesgerichtshof. Für Sparkassen gelten höhere Anforderungen, da sie öffentlich-rechtlich organisiert seien, so das Gericht.

„Der Yellen-Schock“

Börse: Dax schließt leicht im Plus

Der Dax ist hypernervös: Auf Aussagen von Janet Yellen reagierten die US-Indizes geschockt und zogen den Dax am Ende wieder mit nach unten. Schwache US-Konjunkturdaten hievten den Euro nach oben, was insbesondere die Auto-Werte im Dax traf. Der Abverkauf der deutschen Bundesanleihe setzt sich ungebrochen fort - geht das in dem Tempo weiter, wird es sehr gefährlich für die Finanzmärkte.

Künftig dürfen zwei autonom fahrende Lastwagen des zur US-Tochter Daimler Trucks North America gehörenden Lkw-Herstellers Freightliner Nevadas Verkehrsnetz regulär nutzen. (Foto: Daimler)

Künftig dürfen zwei autonom fahrende Lastwagen des zur US-Tochter Daimler Trucks North America gehörenden Lkw-Herstellers Freightliner Nevadas Verkehrsnetz regulär nutzen. (Foto: Daimler)

Daimler mit Weltpremiere

USA: Selbstfahrende Lkw für den Verkehr zugelassen

Daimler hat die ersten selbstständig fahrenden Lastwagen mit Zulassung für den Straßenverkehr vorgestellt. Der deutsche Autobauer bringt die Lkw zunächst nur auf amerikanische Straßen, weil hier Regeln für eine Zulassung lockerer sind. Der Lkw-Weltmarktführer arbeite jedoch daran, die Technik auch nach Deutschland zu bringen.

Viele Apps im Playstore von Google sind zwar gratis, die Nutzer bezahlen sie aber unbemerkt mit ihren Daten, die an die Werbeindustrie weitergereicht werden. (Foto: SIMON CHAVEZ/dpa)

Viele Apps im Playstore von Google sind zwar gratis, die Nutzer bezahlen sie aber unbemerkt mit ihren Daten, die an die Werbeindustrie weitergereicht werden. (Foto: SIMON CHAVEZ/dpa)

Nutzer zahlen mit Daten

Kontakt zu Spam-Seiten: Gratis-Apps spähen Nutzer aus

Zahlreiche Android-Apps sind zwar gratis, die Nutzer bezahlen sie aber unbemerkt mit ihren Daten. Diese werden an die Werbeindustrie weitergereicht, wie eine Studie zeigt, die über 2.000 kostenlose Apps untersucht hat. Die Anwendungen bauen demnach automatische Verbindungen zu insgesamt 250.000 unterschiedlichen Werbe- und Tracking-Diensten auf.

Der Piepston, der den Fahrer beim Einparken helfen soll, wird im Ernstfall meist überhört. (Foto: Allianz.com)

Der Piepston, der den Fahrer beim Einparken helfen soll, wird im Ernstfall meist überhört. (Foto: Allianz.com)

Fahrer ignorieren Warnton

Trotz Assistenzsystem: Mehr Parkunfälle wegen zu großer Autos

Die Hälfte aller Autounfälle mit Sachschaden passieren beim Parken. Vor allem große Vans und SUVs sind betroffen. Hauptursache für die vermehrten Unfälle sei, dass die immer größeren Autos schwerer zu rangieren sind und nicht mehr in die Parklücken passen. Viele Autofahrer verlassen sich zudem zu sehr auf ihre warnenden Parkassistenzsysteme.

Autos, Uhren, Kühlschränke: Für geschätzte 50 Milliarden vernetzter Geräte braucht das Internet der Dinge künftig nicht nur eine schnellere, sondern vor allem eine stabilere Netz-Infrastruktur.(Foto: Mercedes-Benz/dpa)

Autos, Uhren, Kühlschränke: Für geschätzte 50 Milliarden vernetzter Geräte braucht das Internet der Dinge künftig nicht nur eine schnellere, sondern vor allem eine stabilere Netz-Infrastruktur.(Foto: Mercedes-Benz/dpa)

Kampf ums Patent

Nokia, Huawei und Ericsson: Wettlauf um 5G-Technologie

Die großen Telekom-Unternehmen arbeiten fieberhaft an der Entwicklung des neuen Mobilfunk-Technologie-Standards 5G. Dabei soll es nicht mehr um Geschwindigkeit gehen, sondern darum, Milliarden von Geräten wie Autos und Kühlschränke zu vernetzen. Insbesondere für fahrerlose Autos kommt es dabei auf eine absolut zuverlässige Verbindung an.

Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt fährt BMW 530d xDrive Gran Turismo und ist mit einem Ausstoß von 163 Gramm CO2 pro Kilometer damit laut Dienstwagen-Ranking der Deutschen Umwelthilfe Vorletzter im Emissionsranking der deutschen Politiker. (Foto: Stephanie Pilick/dpa)

Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt fährt BMW 530d xDrive Gran Turismo und ist mit einem Ausstoß von 163 Gramm CO2 pro Kilometer damit laut Dienstwagen-Ranking der Deutschen Umwelthilfe Vorletzter im Emissionsranking der deutschen Politiker. (Foto: Stephanie Pilick/dpa)

Zehn-Prozent-Vorgabe verfehlt

Gegen eigene Vorgaben: Politiker fahren kaum Elektroautos

Die Regierung setzt weit weniger Elektroautos ein, als sie selbst vorschreibt: Nur sechs Prozent der angeschafften Dienstwagen haben einen Elektro-Antrieb. Die vorgeschriebene Quote von zehn Prozent erfüllen nur vier von 17 Bundesministerien und Behörden.

Neues Leben für tote Herzen: Die neue Konservierungsmethode macht ein Drittel mehr Herz-Transplantationen möglich. (Foto: Uwe Zucchi/dpa)

Neues Leben für tote Herzen: Die neue Konservierungsmethode macht ein Drittel mehr Herz-Transplantationen möglich. (Foto: Uwe Zucchi/dpa)

Neue Konservierungsmethode

Mediziner transplantieren erstmals „tote Herzen“

Mediziner können künftig Herzen wiederverwenden, die längst aufgehört haben zu schlagen. Mit einer neuen Methode wird das Organ lange nach der Entnahme wiederbelebt. Eine Konservierungsflüssigkeit verdoppelt dabei das Zeitfenster für eine Transplantation von vier auf acht Stunden.

Die Weltmacht im War-Room: Hillary Clinton und Barack Obama beobachten im Weißen Haus die Gefangennahme und Erschießung von Osama bin Laden. (Foto: Official White House Photo/Pete Souza/dpa)

Die Weltmacht im War-Room: Hillary Clinton und Barack Obama beobachten im Weißen Haus die Gefangennahme und Erschießung von Osama bin Laden. (Foto: Official White House Photo/Pete Souza/dpa)

Viele Krisen, falsche Lösungen

Die eigenen Werte verraten: Das Ende Amerikas als Weltmacht

Die USA verlieren den Nimbus einer Weltmacht. In kurzer Folge konnte die US-Regierung ihre geopolitischen Interessen an mehreren Schauplätzen nicht mehr durchsetzen und musste – mehr oder weniger ungeordnet – den Rückzug antreten. Die nächste Schlappe droht im Jemen. In den USA selbst wächst die Kritik an einer einfallslos-monolithischen Politik-Doktrin.

Wer spielt in der Ukraine-Krise welches Spiel? Frankreichs Militär-Geheimdienst stützt mit einer überraschenden Aussage seines Chefs die Aussage von Putin, die Russen hätten niemals eine Invasion in der Ukraine geplant. (Foto: dpa)

Wer spielt in der Ukraine-Krise welches Spiel? Frankreichs Militär-Geheimdienst stützt mit einer überraschenden Aussage seines Chefs die Aussage von Putin, die Russen hätten niemals eine Invasion in der Ukraine geplant. (Foto: dpa)

Scharfe Kritik an der Nato

Französischer Geheimdienst: Russland plante nie eine Invasion in der Ukraine

Der Chef des französischen Militär-Geheimdienstes hat die US-Dominanz der Nato in Fragen der militärischen Aufklärung kritisiert: Die französischen Dienste hätten zu keinem Zeitpunkt Anzeichen einer geplanten russischen Invasion in der Ukraine gehabt. Doch die französischen Erkenntnisse wurden von den Amerikanern nicht berücksichtigt.

Bargeld könnte für Bank-Kunden ein werthaltiges Aufbewahrungsmittel werden. Die EU-Staaten ziehen sich aus der Sicherung der Sparguthaben nun auch offiziell zurück. (Foto: dpa)

Bargeld könnte für Bank-Kunden ein werthaltiges Aufbewahrungsmittel werden. Die EU-Staaten ziehen sich aus der Sicherung der Sparguthaben nun auch offiziell zurück. (Foto: dpa)

Modell für Europa

Es wird ernst: Österreich garantiert die Sparguthaben nicht mehr

In Österreich wird die staatliche Einlagensicherung abgeschafft: Damit haften künftig nur noch die Banken für die Guthaben der Sparer. Österreich agiert wegen des Banken-Krachs als EU-Vorreiter. Die EU hat dieses Vorgehen in einer Richtlinie beschlossen. Daher werden sich über kurz oder lang alle Staaten als Garanten der Sparguthaben verabschieden.

Bei den G20-Treffen werden in der Regel die großen politischen Linien abgestimmt. Der Vorstoß Australiens mit der Einführung einer Steuer auf Sparbücher dürfte daher in den anderen Staaten mit Interesse verfolgt werden. Im Bild Angela Merkel und Australiens Premier Tony Abbott. (Foto: dpa)

Bei den G20-Treffen werden in der Regel die großen politischen Linien abgestimmt. Der Vorstoß Australiens mit der Einführung einer Steuer auf Sparbücher dürfte daher in den anderen Staaten mit Interesse verfolgt werden. Im Bild Angela Merkel und Australiens Premier Tony Abbott. (Foto: dpa)

Globaler Testlauf

Australien führt als erstes Land Zwangsabgabe auf Sparguthaben ein

Australien hat eine Zwangsabgabe auf Sparguthaben eingeführt. Die neue Zwangssteuer ist bereits im Haushalt für 2015 vorgesehen. Damit muss jeder Sparer Steuern auf seine Ersparnisse entrichten. Die Maßnahme dürfte als globaler Testballon dienen. Wenn es nicht zu massivem Widerstand der Sparer kommt, könnten andere Staaten – auch in Europa – bald folgen.