Das Spiel ist aus

Griechenland: USA rufen den Zahltag für Europa aus

Angela Merkels Fiktion, dass die griechischen Schulden auf eine guten Weg seien, fällt in sich zusammen. (Foto: dpa)

Angela Merkels Fiktion, dass die griechischen Schulden auf eine guten Weg seien, fällt in sich zusammen. (Foto: dpa)

Die US-Regierung hat offenbar entschieden, dass in der Schuldenorgie in der Eurozone nun Tabula rasa gemacht werden muss. Der Crash in Griechenland wird zum Zahltag für die europäischen Steuerzahler und Sparer in Griechenland.

Die griechischen Banken wollen alle Sparguthaben über 8000 Euro um 30 Prozent kürzen. (Foto: dpa)

Die griechischen Banken wollen alle Sparguthaben über 8000 Euro um 30 Prozent kürzen. (Foto: dpa)

Ernstfall für Europa

Griechenland: Banken bereiten brutale Enteignung der Klein-Sparer vor

Die griechischen Banken bereiten eine massive Enteignung der kleinen Sparer vor. So sollen Sparguthaben über 8000 Euro um 30 Prozent rasiert werden. Es ist dies der massivste Zugriff in der Geschichte des Euro. Die Lage ist offenbar so dramatisch, dass die Alternative der Totalverlust aller Guthaben ist.

Griechenlands Finanzminister Yanis Varoufakis sieht sich durch den IWF bestätigt. (Foto: dpa)

Griechenlands Finanzminister Yanis Varoufakis sieht sich durch den IWF bestätigt. (Foto: dpa)

USA wollen Schuldenschnitt

Griechenland: USA demütigen die EU und verschaffen Syriza einen Vorteil

Die USA haben die EU im Kampf gegen Griechenland offenbar regelrecht vorgeführt. Washington hat die Veröffentlichtlichung des für die Euro-Retter verheerenden IWF-Berichts verfügt. Der Versuch der EU, den Bericht zu verhindern, wurde im Keim erstickt.

Linken-Fraktionschef Gregor Gysi sprach am 01.07.2015 im Bundestag in Berlin. In der Sitzung befasst sich der Bundestag mit der Griechenland- Schuldenkrise. (Foto: dpa)

Linken-Fraktionschef Gregor Gysi sprach am 01.07.2015 im Bundestag in Berlin. In der Sitzung befasst sich der Bundestag mit der Griechenland- Schuldenkrise. (Foto: dpa)

Diktat der Troika stoppen

Sehr starke Rede zur Griechen-Tragödie: Gysi entzaubert die selbstgefällige Kanzlerin

Gregor Gysi hat im Bundestag zur Euro-Rettung eine fulminante Rede gehalten. Im Stile vom Emile Zola warf Gysi der Bundeskanzlerin und ihren Helfern Schäuble und Gabriel vor, aus eiskaltem Parteiinteresse die Regierung in Griechenland stürzen zu wollen und dafür das Elend des griechischen Volkes in Kauf zu nehmen. Zugleich forderte Gysi, dass die Troika endlich für den von ihrer falschen Politik angerichteten Schaden zur Verantwortung zu ziehen sei.

Griechenland ist erst der Anfang. Die EU stellt weitere Haftungen für Euro-Pleitestaaten in Aussicht. (Foto: dpa)

Griechenland ist erst der Anfang. Die EU stellt weitere Haftungen für Euro-Pleitestaaten in Aussicht. (Foto: dpa)

Für Pleitestaaten einstehen

EU: Griechenland ist der erste Schritt zur radikalen Transfer-Union

EU-Präsident Tusk bereitet die zahlungskräftigen Europäer darauf vor, dass sie künftig für Pleitestaaten einstehen müssen. Griechenland ist demnach der Beginn einer radikalen Umverteilung in der Eurozone.

Griechenland das die höchste Einkommensungleichheit in der Eurozone, hier der Jachthafen von Athen im Ende Juni. (Foto: dpa)

Griechenland das die höchste Einkommensungleichheit in der Eurozone, hier der Jachthafen von Athen im Ende Juni. (Foto: dpa)

Hohe Einkommens-Unterschiede

Ungleichheit der Einkommen ist der soziale Skandal in Griechenland

Die Krise hat in Griechenland lange vor den ersten Rettungs-Krediten der Euro-Zone begonnen. Das Hauptproblem: Durch die Kreditorgie wurde die Ungleichheit noch vergrößert. Dies wird sich nach der Krise ändern müssen.

Christine Lagarde und Mario Draghi: Die Suche nach dem Schuldigen wird bald auch innerhalb der Troika losgehen. Das nun ans Licht gekommene Milliarden-Fiasko wirft die Frage auf, warum alle Kontrollmechanismen bei der Euro-Rettung versagt haben. (Foto: dpa)

Christine Lagarde und Mario Draghi: Die Suche nach dem Schuldigen wird bald auch innerhalb der Troika losgehen. Das nun ans Licht gekommene Milliarden-Fiasko wirft die Frage auf, warum alle Kontrollmechanismen bei der Euro-Rettung versagt haben. (Foto: dpa)

70 Milliarden Euro fehlen

Euro-Krise: IWF-Analyse zeigt Desaster von historischem Ausmaß

Nun ist klar, warum der IWF in den Panik-Modus verfallen ist: Selbst ohne Referendum hätte Griechenland weitere 50 Milliarden Euro gebraucht - nur um auf einen tragfähigen Schuldenstand zu kommen. Tatsächlich geht der Bedarf eher in Richtung 100 Milliarden Euro. Diese Zahlen sind ein Fiasko für die Reputation der Troika. Sämtliche griechischen Regierungsmitglieder der vergangenen Jahre müssten sich nun eigentlich vor Gericht verantworten.

Die Umfragen zeigen keine eindeutigen Mehrheiten und sagen ein knappes Ergebnis beim Volksentscheid in Griechenland voraus. (Foto: dpa)

Die Umfragen zeigen keine eindeutigen Mehrheiten und sagen ein knappes Ergebnis beim Volksentscheid in Griechenland voraus. (Foto: dpa)

Ausgang offen

Neue Umfrage: Knappe Mehrheit gegen Troika

Eine knappe Mehrheit der Griechen will beim Referendum am Sonntag offenbar mit Nein stimmen. Allerdings kursieren derzeit zahlreiche Umfragen mit Werten in beide Richtungen. Ein Meinungsforschungs-Institut will sogar rechtliche Schritte einleiten, weil deren Ergebnisse verfälscht wiedergegeben wurden.

Bis Freitag kamen via Crowdfunding bereits 1,6 Millionen Euro für Griechenland zusammen- gebraucht werden allerdings 1,6 Milliarden. (Screenshot)

Bis Freitag kamen via Crowdfunding bereits 1,6 Millionen Euro für Griechenland zusammen- gebraucht werden allerdings 1,6 Milliarden. (Screenshot)

Spendenaktion für Athen

Crowdfunding: Brite sammelt Geld für Griechenland-Rettung

Auf der Crowdfunding-Webseite Indiegogo wird derzeit Geld für die Griechenland-Rettung gesammelt. Es wurden bereits 1,6 Millionen Euro gesammelt. Für Beträge ab 3 Euro bekommen Interessenten eine Postkarte aus Griechenland, für 5000 Euro ein Urlaub für zwei.

Die tragbare Erweiterung macht Präsentationen oder Video-Bearbeitung auf dem Laptop einfacher. (Screenshot)

Die tragbare Erweiterung macht Präsentationen oder Video-Bearbeitung auf dem Laptop einfacher. (Screenshot)

Auf Kickstarter

Faltbar: Dreifach-Bildschirm für Laptops

Ein französisches Startup hat einen Bildschirm entwickelt, der Laptops auf bis zu drei Bildschirme aufrüstet. Die Erweiterung wird einfach an das eigene Notebook angehängt und ist beliebig drehbar. So werden etwa auch Präsentationen in großer Runde mit dem eigenen Laptop möglich.

Auf dieser Farm sollen genetisch veränderte Schweine hunderttausende menschliche Organe produzieren. (Screenshot)

Auf dieser Farm sollen genetisch veränderte Schweine hunderttausende menschliche Organe produzieren. (Screenshot)

Genetisch veränderten Tiere

Schweine-Farm soll menschliche Organe produzieren

Menschliche Organe sollen künftig auf Tierfarmen gezüchtet werden. Eine US-Investorin baut dazu eine Fabrik, in der sie jedes Jahr hunderttausend Lungen und Herzen für Transplantationen züchten will. Wachsen sollen die Organe in genetisch veränderten Schweinen.

Nachholbedarf: BMW bietet den IT-Unternehmen an, sie bei der Autoproduktion zu unterstützen, hier ein Google-Auto in Kalifornien. (Foto: dpa)

Nachholbedarf: BMW bietet den IT-Unternehmen an, sie bei der Autoproduktion zu unterstützen, hier ein Google-Auto in Kalifornien. (Foto: dpa)

IT-Kooperation

BMW will mit Google über Kooperation reden

BMW-Produktions-Chef Zipse kann sich eine Zusammenarbeit mit Google oder Apple beim Bau von Autos vorstellen. Der Konzern schließt nicht aus, für einen IT-Konzern Fahrzeuge zu fertigen. „Wir leben in einer Partnerschafts-Welt. Man muss miteinander reden.“

Die Euro-Retter pokern mit hohem Einsatz: Es scheint ihnen nicht bewusst zu sein, dass es keinen Grexit ohne dramatische Folgen für die EU gibt. (Foto: dpa)

Die Euro-Retter pokern mit hohem Einsatz: Es scheint ihnen nicht bewusst zu sein, dass es keinen Grexit ohne dramatische Folgen für die EU gibt. (Foto: dpa)

EU auf keinem guten Weg

Falsche Zahlen: Wirtschaftslage in Europa viel schlechter als angenommen

Die Euro-Retter haben die Lage in Griechenland nach Ansicht des Schweizer Finanzexperten Michael Bernegger völlig falsch beurteilt. Daher sind die dem Land aufgezwungenen Alternativen – Grexit oder interne Abwertung - völlig untauglich. Bedenklich: Auch in den anderen Euro-Krisenstaaten ist die tatsächliche Lage viel schlechter als die offiziellen Zahlen. Die EU befindet sich auf keinem guten Weg.

Griechenland hat mit der Handelsflotte und dem Tourismus echte Assets. (Foto: dpa)

Griechenland hat mit der Handelsflotte und dem Tourismus echte Assets. (Foto: dpa)

Griechenland hat Stärken

Grexit: Nicht schon wieder Entscheidungen ohne taugliche Grundlagen

Die Euro-Retter haben die Lage in Griechenland aufgrund völlig falscher Daten beurteilt. Deshalb hat die Therapie nicht angeschlagen. Jetzt werden dem Land wieder Alternativen aufgezwungen, die beide untauglich sind: Die Fortsetzung der internen Abwertung oder Grexit. Beides ist fatal. Solange keine realistische Datengrundlage besteht, und das Bankensystem nicht fixiert wird, wird sich die Schuldendeflation fortsetzen.

In Griechenland geht es nicht nur um ein kleines Land am Rande Europas. Hier entscheidet sich in den kommenden Wochen das Schicksal der EU. (Foto: dpa)

In Griechenland geht es nicht nur um ein kleines Land am Rande Europas. Hier entscheidet sich in den kommenden Wochen das Schicksal der EU. (Foto: dpa)

Handelsflotte im Mittelpunkt

Griechenland: Kurswechsel bei Euro-Rettung erforderlich

Die Welt schaut auf den EU-Gipfel zu Griechenland. Gibt es einen „Kompromiss“ in letzter Sekunde oder den Grexit? Erleben wir ein langsames Sterben oder den schnellen Tod? Die bittere Wahrheit: Beides führt weiter in die Depression und hat die Ansteckung der gesamten Euro-Zone zur Folge. Plädoyer für ein radikales Ende der verfehlten Troika-Politik und einen Kurswechsel der Wirtschaftspolitik in Europa.

Bootsflüchtlinge im Mittelmeer: Die europäische Flüchtlingspolitik ist eine Schande. (Foto: dpa)

Bootsflüchtlinge im Mittelmeer: Die europäische Flüchtlingspolitik ist eine Schande. (Foto: dpa)

Skandalöser Umgang mit Menschen

Ende des Humanismus: EU meldet wegen Flüchtlingen moralischen Bankrott an

Die Flüchtlingsfrage reißt der professionellen Politik in den EU-Staaten die Maske vom Gesicht. Was sich da im Moment abspielt, ist ein Skandal erster Güte. Eine ganze Politiker-Klasse diskreditiert sich im Verrat der europäischen Ideale, zu denen vor langer Zeit einmal die Menschlichkeit ohne Kalkül gehörte. Zum Glück unterscheidet sich die deutsche Politik in dieser Frage grundlegend von allen anderen.