Auflagen für Kredite

Ukraine beschließt Pensions-Kürzungen und Steuer-Erhöhungen

Der ukrainische Premier „Jaz“ Arseni Jazenjuk will möglichst viele internationale Kredite, um den Wiederaufbau der Ukraine voranzutreiben. (Foto: dpa)

Der ukrainische Premier „Jaz“ Arseni Jazenjuk will möglichst viele internationale Kredite, um den Wiederaufbau der Ukraine voranzutreiben. (Foto: dpa)

Um die Auflagen internationaler Kreditgeber zu erfüllen, hat das ukrainische Parlament am Montag Kürzungen bei den Pensionen bei gleichzeitiger Erhöhung der Steuern beschlossen. Dadurch verspricht sich das Land weitere Kredite.

Der griechische Premier Alexis Tsipras muss in die staatlichen Rentenkassen greifen, um einen IWF-Kredit bedienen zu können. (Foto: dpa)

Der griechische Premier Alexis Tsipras muss in die staatlichen Rentenkassen greifen, um einen IWF-Kredit bedienen zu können. (Foto: dpa)

Angeblich ein gutes Geschäft

Um IWF-Kredit zu bedienen: Griechische Regierung plündert Renten-Kasse

Die griechische Regierung zapft die staatliche Pensionskasse an, um den fälligen Schuldendienst beim IWF leisten zu können. Würde der Kredit nicht bedient, würde dies zur Staats-Pleite führen. Für die kommenden Zahlungen fehlt noch eine Finanzierung.

US-Präsident Barack Obama erhielt 2009 den Friedensnobelpreis. (Foto: dpa)

US-Präsident Barack Obama erhielt 2009 den Friedensnobelpreis. (Foto: dpa)

Kritik wegen Obama-Auszeichnung

Nobelpreis-Komitee setzt Vorsitzenden Jagland ab

Das norwegische Nobelpreiskomitee hat seinen Vorsitzenden Thorbjörn Jagland abgesetzt. Seit 2009 stand Jagland aufgrund der Vergabe des Friedensnobelpreises an US-Präsident Obama in der Kritik. Seine Nachfolgerin wird die norwegische Ex-Politikerin Kaci Kullmann Five.

Die Börsen brauchen Stimulanz: Für die menschlichen Händler gibt es einen Besuch der Swimsuit-Models von Sports Illustrated, für die Algos seit neuestem einen Laser-Beschleuniger. (Foto: dpa)

Die Börsen brauchen Stimulanz: Für die menschlichen Händler gibt es einen Besuch der Swimsuit-Models von Sports Illustrated, für die Algos seit neuestem einen Laser-Beschleuniger. (Foto: dpa)

Mikrowellen sind veraltet

Innovation an der Börse: Laser-Technologie beschleunigt Hochfrequenz-Handel

Eine neue Laservorrichtung zwischen der Börse in New York und dem NASDAQ beschleunigt den Hochfrequenzhandel um wenige Nanosekunden. Dadurch steigen die Erträge der Trader durch den beschleunigten Datenverkehr um Millionen von Dollar. Die Technik überträgt bis zu zwei Gigabyte pro Sekunde und kann zwischen zwei Funktürmen störungsfrei eine Distanz von 10 Kilometern überbrücken.

Russlands Präsident Wladimir Putin sucht gemeinsam mit dem russischen Finanzminister Anton Siluanow einen Ausweg aus der Wirtschafts-Krise. (Foto: dpa)

Russlands Präsident Wladimir Putin sucht gemeinsam mit dem russischen Finanzminister Anton Siluanow einen Ausweg aus der Wirtschafts-Krise. (Foto: dpa)

Haushalt belastet

Wegen Ölpreis-Verfall: Russland plant Einschnitte bei Sozialausgaben

Russland plant finanzielle Einschnitte bei den Sozialausgaben und beim Militär-Etat. Der Ölpreis-Verfall belastet das Haushalts-Budget, da die Einnahmen zurückgehen. Der russische Finanzminister Anton Siluanow sagt, dass er bis ans Ende des Jahres Kapitalabflüsse in Höhe von 100 Milliarden Dollar erwarte.

Obwohl Estland mit dem E-Voting auch eine moderne Technologie anbietet, hat das Wahlergebnis einen schalen Beigeschmack: 100.000 etnische Russen haben immer noch kein Stimmrecht in dem EU-Land. (Foto: dpa)

Obwohl Estland mit dem E-Voting auch eine moderne Technologie anbietet, hat das Wahlergebnis einen schalen Beigeschmack: 100.000 etnische Russen haben immer noch kein Stimmrecht in dem EU-Land. (Foto: dpa)

Knapper Wahlsieg

Estland: Regierung gewinnt Wahlen, weil russische Minderheit kein Wahlrecht hat

Die liberale Regierungspartei Estlands hat die nach Russland orientierte Zentrums-Partei bei der Parlamentswahl knapp geschlagen. Möglich wurde der Sieg allerdings nur, weil knapp 100.000 ethnische Russen kein Wahlrecht haben - ein klares demokratisches Defizit in dem EU-Staat.

Im Dienst der Oligarchen: Peer Steinbrück und Günter Verheugen (SPD) haben so wie mehrere ehemalige EU-Kommissare bei einem Unternehmen angeheuert, das die Ukraine wieder aufbauen will. (Foto: dpa)

Im Dienst der Oligarchen: Peer Steinbrück und Günter Verheugen (SPD) haben so wie mehrere ehemalige EU-Kommissare bei einem Unternehmen angeheuert, das die Ukraine wieder aufbauen will. (Foto: dpa)

EU-Kommissare und Minister

Ukraine: Ex-Politiker bekommen Jobs bei ukrainischen Oligarchen

Drei ukrainische Oligarchen haben prominente ehemalige EU-Politiker angeworben: In ihrer „Agentur zur Modernisierung der Ukraine“ sollen die Politiker - Minister, EU-Kommissare und Lobbyisten - den Oligarchen helfen, Neugeschäft zu generieren. Unter ihnen befinden sich die SPD-Politiker Peer Steinbrück und Günter Verheugen.

Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier reiste im vergangenen Jahr in die Ukraine, um sich mit dem reichsten Oligarchen des Landes, Rinat Achmetow, zu treffen. Achmetow bekleidet kein Amt, ist aber dennoch einflussreich. (Foto: dpa)

Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier reiste im vergangenen Jahr in die Ukraine, um sich mit dem reichsten Oligarchen des Landes, Rinat Achmetow, zu treffen. Achmetow bekleidet kein Amt, ist aber dennoch einflussreich. (Foto: dpa)

EU-Politiker öffnen Türen

Oligarchen der Ukraine gewinnen Zugriff auf europäische Steuergelder

Im Zuge der Annäherung an die EU haben drei mächtige Oligarchen ehemalige EU-Politiker und SPD-Granden an Bord geholt. Sie wollen den Wiederaufbau der Ukraine kontrollieren - und sind in der Ukraine berüchtigt. Denn die Oligarchen steuern Politik und Wirtschaft jenseits jeder politischen Rechenschaftspflicht. Ihnen dürfte nun die Verwendung der als „Hilfszahlungen“ deklarierten europäischen Steuergelder obliegen.

Chinas Präsident Xi Jinping und Russlands Wladimir Putin: Peking sieht in der Ukraine-Krise berechtigte Sicherheitsansprüche von Moskau. (Foto: dpa)

Chinas Präsident Xi Jinping und Russlands Wladimir Putin: Peking sieht in der Ukraine-Krise berechtigte Sicherheitsansprüche von Moskau. (Foto: dpa)

Warnung auch an die EU

Gegen die USA: China unterstützt Russland in Ukraine-Krise

China hat sich in der Ukraine-Krise erstmals klar auf die Seite Russlands geschlagen: Der Westen müsse Moskaus legitime Sicherheits-Bedenken ernst nehmen. Die Auseinandersetzung um die Ukraine könne sonst in einen sinnlosen Stellvertreter-Krieg ausarten. Die Amerikaner müssten zur Kenntnis nehmen, dass ihr Einfluss in der internationalen Politik schwinde.

Die USA tasten sich langsam an einen Militär-Einsatz in der Ukraine heran. (Foto: dpa)

Die USA tasten sich langsam an einen Militär-Einsatz in der Ukraine heran. (Foto: dpa)

Ausbildner für Artillerie

USA schicken Fallschirmjäger-Bataillon in die Ukraine

Die USA entsenden ein Bataillon von Fallschirmjägern in die Ukraine. Die Soldaten sollen zunächst die ukrainische Artillerie-Einheiten ausbilden. Später könnten die Amerikaner die Ukraine beim Einsatz von US-Waffen unterstützen. Russland hatte bereits vor Monaten angekündigt, den Einsatz von US-Soldaten oder Waffen in der Ukraine als Provokation zu klassifizieren.

Zwischen Notenbank-Chefin Valeria Gontarewa (li.) und der Regierung, hier Finanzministerin Natalia Jaresko, ist ein interner Machtkampf ausgebrochen. (Foto: dpa)

Zwischen Notenbank-Chefin Valeria Gontarewa (li.) und der Regierung, hier Finanzministerin Natalia Jaresko, ist ein interner Machtkampf ausgebrochen. (Foto: dpa)

„Stark gestiegenen Inflationsgefahr“

Ukraine: Notenbank erhöht Leitzins auf 30 Prozent

Die ukrainische Notenbank hat ihren Leitzins um 10,5 Prozentpunkte erhöht. So soll der Geldmarkt wieder stabilisiert werden. Dem Land fehlt der Zugang zu den internationalen Finanzmärkten. Die Notenbank-Chefin warnt vor den negativen Folgen der „Panik am Devisenmarkt“.

Wladimir Putin und Boris Nemzow bei einem Meeting in Moskau im Dezember 2000. (Foto: dpa)

Wladimir Putin und Boris Nemzow bei einem Meeting in Moskau im Dezember 2000. (Foto: dpa)

Deutschland attackiert Putin

Gegen Putin: Kasparow erwartet gewaltsamen Aufstand in Russland

Der im US-Exil lebende politische Weggefährte des ermordeten Oppositionspolitikers Boris Nemzow sagte, dass ein friedlicher Wandel in Russland nicht möglich sei. Er erwartet einen gewaltsamen Massenaufstand gegen die „brutale Diktatur Putins“. Je eher „Putin weg ist, desto größer sind die Chancen, dass das Chaos vermieden werden kann“. Auch die deutsche Bundesregierung verschärft den Ton gegenüber Putin - wenngleich sie noch auf eine direkte Schuld-Zuweisung verzichtet.

Telekom-Chef Höttgens plädierte auf dem World Mobile Congress in Barcelona erneut an die Politik, gegen Geld auch schnelleres Internet anbieten zu dürfen. (Foto: dpa)

Telekom-Chef Höttgens plädierte auf dem World Mobile Congress in Barcelona erneut an die Politik, gegen Geld auch schnelleres Internet anbieten zu dürfen. (Foto: dpa)

Mehr Tempo gegen Geld

Kommerz geht vor: EU plant Zwei-Klassen-Internet

Die EU will Internet-Anbietern erlauben, Nutzern gegen Aufpreis schnellere Internet-Zugänge zu verkaufen. Der aktuelle Gesetzentwurf zur Netzneutralität räumt dies ein, solange die Privilegien den Datenfluss nicht „materiell stören“. Kurz zuvor hatten US-Behörden eine solche Praxis verboten.

Vodafone-Chef Vittorio Colao begegnet der wachsenden Konkurrenz durch Google mit der Forderung nach mehr Fusionen und höheren Preisen im Mobilfunk. (Foto: dpa)

Vodafone-Chef Vittorio Colao begegnet der wachsenden Konkurrenz durch Google mit der Forderung nach mehr Fusionen und höheren Preisen im Mobilfunk. (Foto: dpa)

Für 5G-Mobilfunknetz

Vodafone-Chef will Mobilfunk-Preise erhöhen

Der Aufbau von schnelleren Datennetze soll den Mobilfunk teurer machen. „Die Preise müssen steigen, wenn wir Investitionen in 5G haben wollen“, so Vodafone-Chef Colao. Kurz zuvor hatte Google ein eigenes Mobilfunknetz vorgestellt und den etablierten Betreibern vorgeworfen, bei Netzausbau und Innovationen zu langsam zu sein.

Google-Vize Sundar Pichai stellt die Pläne für das eigenen Mobilfunk-Netz auf dem Mobile World Congress in Barcelona vor. (Foto: dpa)

Google-Vize Sundar Pichai stellt die Pläne für das eigenen Mobilfunk-Netz auf dem Mobile World Congress in Barcelona vor. (Foto: dpa)

Netzbetreiber zu langsam

USA: Google startet eigenes Mobilfunk-Netz

Mit einem eigenen Mobilfunk-Netz will Google den Netzausbau vorantreiben. Der Internet-Konzern war unzufrieden mit den langsamen Tempo der Telekom-Unternehmen. In einem eigenen Netz will Google Innovationen schneller umsetzen und den etablierten Betreibern Druck machen.

Eine App mit Gesichtserkennung soll die Anwesenheit der Studenten automatisch überprüfen. (Foto: dpa)

Eine App mit Gesichtserkennung soll die Anwesenheit der Studenten automatisch überprüfen. (Foto: dpa)

Hörsaal wird erfasst

Smartphone-App überwacht Anwesenheit von Studenten

Ein Programm überprüft in den USA, wie oft Studenten dem Unterricht fern bleiben. Die App funktioniert mittels Smartphone-Kamera. Die Gesichtserkennung soll effektiver als die üblichen Tests zur Anwesenheit sein und den Studenten helfen, bessere Noten zu bekommen.

Die Anwendung der NASA-Technologie macht die vorhandene Solarzellen auf Hausdächern bis zu doppelt so effizient. (Screenshot)

Die Anwendung der NASA-Technologie macht die vorhandene Solarzellen auf Hausdächern bis zu doppelt so effizient. (Screenshot)

40 Prozent Wirkungsgrad

NASA-Lupe steigert Effizienz von Solarzellen

Neue Technologien steigern die Effizienz von Solarzellen auf über 40 Prozent. Möglich macht dies eine Art Lupe zur Verstärkung des Lichteinfalls, die bislang nur im Weltraum angewandt wurde. Diese kann jetzt auch bald auf dem eigenen Hausdach Strom erzeugen.

Stabil aber teuer: Die aufwendige Herstellung machte Titan bisher für die Massenfertigung zu teuer, hier ein Foto aus dem größten Titanwerk in Russland. (Foto: dpa)

Stabil aber teuer: Die aufwendige Herstellung machte Titan bisher für die Massenfertigung zu teuer, hier ein Foto aus dem größten Titanwerk in Russland. (Foto: dpa)

Puder statt Barren

Titan-Pulver macht Flugzeuge und Autos leichter

Ein neues Verfahren macht die Produktion von Titan deutlich günstiger: Materialforscher stellen das äußerst stabile und leichte Metall in Pulverform her. Dadurch könnte es in Flugzeugen und Autos verbaut werden und so deren Gewicht und Verbrauch deutlich senken.

Angela Merkel orientiert sich bei der neuen Militär-Doktrin für die Bundeswehr an der Lagebeurteilung der Nato (links deren Generalsekretär Jens Stoltenberg), die sich wiederum an den Vorgaben aus Washington orientiert. (Foto: dpa)

Angela Merkel orientiert sich bei der neuen Militär-Doktrin für die Bundeswehr an der Lagebeurteilung der Nato (links deren Generalsekretär Jens Stoltenberg), die sich wiederum an den Vorgaben aus Washington orientiert. (Foto: dpa)

Der neue Feind im Osten

Kalter Krieg: Merkel richtet deutsche Militär-Doktrin gegen Russland aus

Angela Merkel sieht Russland nicht mehr als „herausgehobenen Partner“ und will eine neue Militär-Doktrin entwickeln. Die neue Doktrin ist die Folge der geltenden US-Militär-Doktrin: Die Amerikaner sehen in der „Annexion“ der Krim durch Russland die Grundlage für militärische Maßnahmen gegen Moskau. Für die Bundeswehr bietet die neue Doktrin die Möglichkeit, im Rahmen ihrer Nato-Aktionen ein neues Feindbild zu entwickeln.

Angela Merkel und Barack Obama: Keine Antworten mehr auf die wichtigen Fragen der Weltpolitik. (Foto: dpa)

Angela Merkel und Barack Obama: Keine Antworten mehr auf die wichtigen Fragen der Weltpolitik. (Foto: dpa)

Die Welt nicht im Griff

Obama und Merkel: Ratlos, machtlos und voller Widersprüche

Das Treffen von Angela Merkel und Barack Obama hat gezeigt: Die Welt wird niemals zu jenem Zentral-Staat werden, wie ihn sich die Lobbyisten aus Politik und Wirtschaft wünschen. Die Phrasen verfangen nicht mehr, weil mittlerweile jedes Kind weiß: Kredite sind keine „Hilfe“. Eine statische „Friedensordnung“ kann das Selbstbestimmungsrecht der Völker nicht unterdrücken. Politische „Koalitionen“ sind so brüchig wie moderne Ehen. Die Kaiser sind nackt und beginnen zu frösteln.

Mangelnde Transparenz bei TTIP: Gegen die EU-Kommission wurde Beschwerde eingereicht. (Foto: dpa)

Mangelnde Transparenz bei TTIP: Gegen die EU-Kommission wurde Beschwerde eingereicht. (Foto: dpa)

Mehr Transparenz gefordert

TTIP: Bürgerrechtler legen Beschwerde wegen Geheimverhandlungen ein

Die EU-Kommission verweigerte fünf NGOs den Zugang zu TTIP-Dokumenten. Diese haben daraufhin Beschwerde eingereicht. Derzeit werde geprüft, ob eine Untersuchung gegen die Kommission eingeleitet werde, bestätigte die Europäischen Bürgerbeauftragte den Deutschen Wirtschafts Nachrichten.