Druck auf Griechenland

EU-Außenminister streiten wegen Russland-Sanktionen

Der deutsche Außenminister Frank-Walter Steinmeier mit seinem österreichischen Amtskollegen Sebastian Kurz auf der EU-Außenministerkonferenz in Brüssel. (Foto: dpa)

Der deutsche Außenminister Frank-Walter Steinmeier mit seinem österreichischen Amtskollegen Sebastian Kurz auf der EU-Außenministerkonferenz in Brüssel. (Foto: dpa)

Die EU zeigt sich in der Frage um neue Russland-Sanktionen gespalten. Die neue griechische Regierung fühlt sich in der Frage übergangen. Aber auch Österreich, Italien oder die Slowakei wollen die Einbußen in der heimischen Wirtschaft nicht weiter hinnehmen.

Im Jahr 2009 startete VW eine Russland-Offensive. Jetzt sind vor allem Auto- und Maschinenbauer von den Export-Einbrüchen betroffen. (Foto: dpa)

Im Jahr 2009 startete VW eine Russland-Offensive. Jetzt sind vor allem Auto- und Maschinenbauer von den Export-Einbrüchen betroffen. (Foto: dpa)

Auto- und Maschinenbauer betroffen

Deutsche Wirtschaft erwartet Einbruch der Russland-Exporte

Die Russland-Exporte werden 2015 um 15 Prozent beziehungsweise vier Milliarden Euro einbrechen, so der DIHK. Ein Grund für die Entwicklung sei der Rubel-Absturz. Dies sorge für Kaufkraftverluste der russischen Abnehmer.

Mit den Negativ-Zinsen will Dänemark eine Aufwertung der Landeswährung Krone verhindern. (Grafik: ariva.de)

Mit den Negativ-Zinsen will Dänemark eine Aufwertung der Landeswährung Krone verhindern. (Grafik: ariva.de)

Gegen Kronen-Aufwertung

Dänemark: Zentralbank erhöht erneut Negativ-Zinsen

Die dänische Zentralbank hat ihren Strafzins für Einlagen erneut angehoben. Mit dem Schritt will die Notenbank eine Aufwertung der Landeswährung Krone verhindern. Auf Geld-Einlagen werden jetzt Negativ-Zinsen von 0,5 Prozent statt wie zuletzt von 0,35 Prozent fällig.

Die demokratische Wahl von Alexis Tsipras zum Premier Griechenlands sieht der Ökonom Reinhard Crusius als Chance, dass die Euro-Zone zu einer sozialen Wirtschaftspolitik gezwungen wird. Sonst hat sie keine Zukunft mehr. (Foto: dpa)

Die demokratische Wahl von Alexis Tsipras zum Premier Griechenlands sieht der Ökonom Reinhard Crusius als Chance, dass die Euro-Zone zu einer sozialen Wirtschaftspolitik gezwungen wird. Sonst hat sie keine Zukunft mehr. (Foto: dpa)

Ein Ökonom rechnet ab

„Wenn die EU Tsipras dämonisiert, fliegt uns der Euro um die Ohren“

Der Hamburger Ökonom Reinhard Crusius findet für die aktuelle Debatte um Griechenland und die neue Regierung drastische Worte: Selten habe er „einen politischen Prozess von solcher Tragweite mit einem solchen Ausmaß an Unwissenheit, Dummheit, ideologischer Verblendung, Zynismus, ja Lügenhaftigkeit kommentiert erlebt“ wie die Diskussion um die Lage in Griechenland. Doch Crusius sieht in der Entwicklung eine letzte Chance für Europa: Dass nämlich eine soziale Wirtschaftspolitik in der Euro-Zone erzwungen wird durch das demokratische Votum eines einzelnen, kleinen Volkes.

Alibaba legte einen erfolgreichen Börsengang hin. Die Quartalszahlen enttäuschen aber jetzt die Anleger. (Grafik: ariva.de)

Alibaba legte einen erfolgreichen Börsengang hin. Die Quartalszahlen enttäuschen aber jetzt die Anleger. (Grafik: ariva.de)

Quartalszahlen enttäuschen

Alibaba im Fokus der Aufsichtsbehörden

Vier Monate nach dem viel beachteten Aktiendebüt in New York steckt Alibaba in einer schweren Krise. Die Online-Handelsplattform steht unter Beobachtung der Aufsichtsorgane. Trotz kräftiger Zuwächse enttäuschen auch die Quartalszahlen.

US-General Ben Hodges im Militär-Krankenhaus Kiew. (Screenshot)

US-General Ben Hodges im Militär-Krankenhaus Kiew. (Screenshot)

Besuch in Militär-Krankenhaus

Ukraine: NATO-Befehlshaber zeichnet in Kiew verwundete Soldaten aus

Der Oberbefehlshaber der NATO-Truppen in Europa, Ben Hodges, hat verwundete Soldaten im Militär-Krankenhaus von Kiew besucht. Er bedankte sich bei ihnen für den Kampf-Einsatz gegen die Rebellen. Die Verwundeten erhielten Tapferkeits-Abzeichen der US Army in Europe.

US-Finanzminister Jack Lew stellt dem ukrainischen Präsidenten Petro Poroschenko weitere Kredit-Garantien in Aussicht. (Foto: dpa)

US-Finanzminister Jack Lew stellt dem ukrainischen Präsidenten Petro Poroschenko weitere Kredit-Garantien in Aussicht. (Foto: dpa)

EU-Steuerzahler könnten zahlen

Folge der Sanktionen: Russland will Ukraine-Kredite fällig stellen

Russland erinnert Kiew an Schulden in Höhe von drei Milliarden Dollar, die Moskau in ukrainischen Staatsanleihen hält. Der Chef des Präsidial-Amts in Moskau sagte, Russland müssen wegen der Sanktionen an liquide Mittel kommen, weil den russischen Banken der Zugang zu den internationalen Kapitalmärkten versperrt wurde.

Ein einfacher Fruchtgummi-Drop wird durch das VR-Headset zu einer saftigen Apfeltorte. (Foto: projectnourished)

Ein einfacher Fruchtgummi-Drop wird durch das VR-Headset zu einer saftigen Apfeltorte. (Foto: projectnourished)

Virtuelles Essen

Sushi und Schnitzel: Virtuelle Gourmet-Gerichte aus Frucht-Gummi

Ein Team aus Designern, Ingenieuren und Köchen hat ein Projekt gestartet, das aus simplen Fruchtgummi-Drops virtuelle Gourmet-Gerichte zaubern kann. Eine Virtual-Reality-Brille sorgt dabei für die optische Illusion, 3-D-Drucker und Aroma-Diffusoren sorgen für den Geschmack. So könnten beispielsweise Diabetiker wieder ohne Reue Kuchen essen.

Donald Tusk (li.) sieht die Speicherung der Fluggastdaten als vorrangiges Mittel im Anti-Terror-Kampf. Sein Vorgänger Herman Van Rompuy war dabei am Widerstand der Datenschützer gescheitert. (Foto: dpa)

Donald Tusk (li.) sieht die Speicherung der Fluggastdaten als vorrangiges Mittel im Anti-Terror-Kampf. Sein Vorgänger Herman Van Rompuy war dabei am Widerstand der Datenschützer gescheitert. (Foto: dpa)

42 Daten pro Bürger

EU plant fünf Jahre Speicherzeit für alle Fluggastdaten

Die Daten jedes Bürgers, der ein Flugzeug in oder nach Europa betritt, sollen nach Plänen der EU-Kommission für fünf Jahre gespeichert werden. Ein begründeter Verdacht sei für die Speicherung demnach nicht mehr nötig. Die Daten umfassen etwa Adressen, Kontonummern oder besondere Mahlzeiten.

Boeing befördert künftig nicht mehr nur Fluggäste über den Atlantik, sondern auch Astronauten zur ISS. (Screenshot)

Boeing befördert künftig nicht mehr nur Fluggäste über den Atlantik, sondern auch Astronauten zur ISS. (Screenshot)

NASA vergibt Auftrag

Private Raumfahrt: Boeing bringt ab 2017 Astronauten ins All

Als erstes Privatunternehmen überhaupt wird Boeing Astronauten zur internationalen Raumstation ISS bringen. Im Juli 2017 startet der erste bemannte Testflug. Mit dem Auftrag hat Boeing den Konkurrenten Space X knapp überholt und löst künftig die russischen Sojus-Kapseln ab.

Für die Weitergabe von Nutzerdaten soll Facebook-CEO Mark Zuckerberg ein Bußgeld an Deutschland zahlen. (Foto: dpa)

Für die Weitergabe von Nutzerdaten soll Facebook-CEO Mark Zuckerberg ein Bußgeld an Deutschland zahlen. (Foto: dpa)

Kritik an neuen AGBs

Weitergabe von Kundendaten: Deutschland droht Facebook mit Bußgeld

Facebook droht in Deutschland ein Bußgeld wegen der Verwertung von Kundendaten. Laut AGB-Änderung übermittelt das Netzwerk seine Daten auch an Tochterunternehmen wie Whatsapp. Der Hamburger Datenschutzbeauftragte Casper will dies per Anordnung untersagen.

Die Batterie-Sationen sollen nicht größer sein als Geldautomaten und überall in den Städten aufgestellt werden. (Screenshot)

Die Batterie-Sationen sollen nicht größer sein als Geldautomaten und überall in den Städten aufgestellt werden. (Screenshot)

Tauschen statt Warten

Keine Wartezeiten beim Aufladen: Batterien-Swap für Elektro-Roller

Ein neues Tausch-System für Batterien verkürzt Elektro-Roller-Fahrer künftig die Wartezeit beim Aufladen. Die so genannten Swap-Stationen sind vergleichbar mit Geldautomaten und sollen weltweit in Städten installiert werden. An den Stationen können Nutzer der „Smart-Scooter“ ihre leere Batterie gegen eine frisch aufgeladene austauschen.

Die App „Am I going down“ beantwortet Flugreisenden schon vor dem Einsteigen, wie wahrscheinlich sie abstürzen werden. (Foto: dpa)

Die App „Am I going down“ beantwortet Flugreisenden schon vor dem Einsteigen, wie wahrscheinlich sie abstürzen werden. (Foto: dpa)

„Am I going down?“

Neue App sagt Absturzrisiko von Flugzeugen voraus

Flugreisende können künftig vor dem Boarding erfahren, wie groß das Risiko ist, abzustürzen. Eine App nutzt Millionen Flug-Statistiken, um das Sicherheitsrisiko bei jedem Flug zu berechnen. Die Zahlen sollen Menschen mit Flugangst helfen, sich sicherer zu fühlen.

Die Papyrus-Rollen aus den Ruinen von Pompeji können nach tausenden Jahren nun entziffert werden. (Foto: dpa)

Die Papyrus-Rollen aus den Ruinen von Pompeji können nach tausenden Jahren nun entziffert werden. (Foto: dpa)

Schriftrollen entziffert

Durchbruch in Pompeji: Röntgen-Laser macht verbrannte Dokumente wieder lesbar

Neue Laserscan-Verfahren ermöglichen Wissenschaftlern, Jahrtausende alte Dokumente zu lesen, selbst wenn diese völlig verkohlt sind. So können Schriftrollen aus Pompeji entziffert werden, die vor Jahrtausenden beim Ausbruch des Vesuv zu Kohle verbrannten. Der Laser kann die Schriftrolle entziffern, ohne sie zu öffnen.

Die Helikopter-Drohne soll den Weg für den Mars-Rover erkunden. (Screenshot)

Die Helikopter-Drohne soll den Weg für den Mars-Rover erkunden. (Screenshot)

Flugroboter erkundet Mars

NASA schickt Hubschrauber-Drohne auf den Mars

Hubschrauber-Drohnen sollen demnächst den Mars erkunden. Die US-Raumfahrtbehörde NASA schickt den Flugroboter zur Ergänzung des Erkundungsrovers Curiosity auf die Reise ins All. Die solarbetriebene Drohne soll aus der Luft den Weg für den Rover erkunden.

Forensische Experten der französischen Polizei untersuchen in der Nacht eine Wohnung in Reims. Die entscheidende Frage ist nun: Wer hat die Killer in die Redaktion von Charlie Hebdo geschickt? (Foto: dpa)

Forensische Experten der französischen Polizei untersuchen in der Nacht eine Wohnung in Reims. Die entscheidende Frage ist nun: Wer hat die Killer in die Redaktion von Charlie Hebdo geschickt? (Foto: dpa)

Wer hat die Killer geschickt?

Charlie Hebdo: Der neue Weltkrieg greift nach der Freiheit in Europa

Die entscheidende Frage zur Aufklärung des Anschlags gegen Charlie Hebdo ist: Wer sind die Auftraggeber der Killer? Wer sind die Hintermänner? Wer profitiert von der symbolischen Tat? Was genau bezwecken die Drahtzieher? Die Antwort werden die Regierungen in Europa nicht mit pathetischen Reden finden, sondern mit nüchternen Realpolitik: Sie müssen den Fall wirklich aufklären. Sonst wird Europa unversehens zum nächsten Schauplatz eines längst tobenden Weltkriegs. Er kann zur Zerstörung der freiheitlichen Gesellschaftsordnung führen.

Angela Merkel unterstützt ihren Parteifreund Antonis Samaras. Zugleich wollen sie und Wolfgang Schäuble die neue Griechenland-Krise nützen, um eine unwiderrufliche Schulden-Gemeinschaft in der EU zu etablieren. (Foto: dpa)

Angela Merkel unterstützt ihren Parteifreund Antonis Samaras. Zugleich wollen sie und Wolfgang Schäuble die neue Griechenland-Krise nützen, um eine unwiderrufliche Schulden-Gemeinschaft in der EU zu etablieren. (Foto: dpa)

Syriza stoppen, EZB ermächtigen

Euro-Zone auf der Kippe: Merkel und Schäuble bereiten Notfall-Plan vor

Angela Merkel und Wolfgang Schäuble wollen der gescheiterten griechischen Regierung einen Schuldenschnitt auf Kosten der europäischen Steuerzahler anbieten. Damit soll ein Sieg der Linkspartei Syriza verhindert werden. Zugleich soll die Krise genutzt werden, das Ende der Budget-Hoheit der Nationalstaaten in der Euro-Zone erzwingen. Faktisch wird die EZB dann das letzte Wort haben, wie die Steuergelder der Europäer verwendet werden.

Russland reicht Europa die Hand und schlägt der EU vor, statt des Freihandelsabkommens TTIP eine Partnerschaft mit der neuen Eurasischen Wirtschaftsunion einzugehen. (Foto: dpa)

Russland reicht Europa die Hand und schlägt der EU vor, statt des Freihandelsabkommens TTIP eine Partnerschaft mit der neuen Eurasischen Wirtschaftsunion einzugehen. (Foto: dpa)

Einladung zu Eurasischer Union

Schachzug gegen die USA: Russland rät EU zum Ausstieg aus dem TTIP

Russland hat einen überraschenden Vorschlag zur Überwindung der Spannungen mit der EU präsentiert: Die EU solle auf das Freihandelsabkommen TTIP mit den USA verzichten und stattdessen eine Partnerschaft mit der neu geschaffenen Eurasischen Wirtschaftsunion eingehen. Eine Freihandels-Zone mit den Nachbarn sei sinnvoller als ein Deal mit den USA.

Die Redaktion der Zeitung Kanere im kenianischen Flüchtlingscamp Kakuma. (Foto: Marcel Kolvenbach)

Die Redaktion der Zeitung Kanere im kenianischen Flüchtlingscamp Kakuma. (Foto: Marcel Kolvenbach)

Menschen dritter Klasse

Aus diesem Lager erscheint die Flucht über das Mittelmeer wie eine Verheißung

Die riskante Flucht über das Mittelmeer bedeutet für viele „Lager-Insassen“ in einem der Flüchtlingslager in Afrika eine Verheißung des Paradieses. Menschen, die zuvor als Lehrer, Handwerker oder Arzt gearbeitet haben, werden über Nacht entrechtet, Menschen allenfalls dritter Klasse. Der Filmemacher Marcel Kolvenbach, der jahrelang in verschiedenen Ländern Afrikas gelebt hat, schildert, dass das Leben im Lager eine Hölle ist, die möglich wird, weil sich die lokalen Eliten mit den Profiteuren der Globalisierung verbündet haben.