Renzi besucht Putin

Italien ignoriert US-Vorgaben und redet mit Russland über Zusammenarbeit

Diese Annäherung wird in Brüssel mit Missfallen gesehen: Italiens Premier Matteo Renzi bei seinem Besuch in Moskau mit Wladimir Putin. (Foto: dpa)

Diese Annäherung wird in Brüssel mit Missfallen gesehen: Italiens Premier Matteo Renzi bei seinem Besuch in Moskau mit Wladimir Putin. (Foto: dpa)

Der italienische Premier Matteo Renzi hat bei seinem Besuch in Moskau Präsident Wladimir Putin nach Mailand eingeladen. Putin zeigte sich erfreut und hat Italien eine privilegierte Partnerschaft angeboten. Italien ist offenbar nicht gewillt, die EU-Sanktionen zum eigenen Schaden als das letzte Wort zu nehmen.

Die ukrainische Währung erlebt einen rasanten Wertverfall. Währenddessen werden mehrere ukrainische Banken zahlungsunfähig. (Foto: dpa)

Die ukrainische Währung erlebt einen rasanten Wertverfall. Währenddessen werden mehrere ukrainische Banken zahlungsunfähig. (Foto: dpa)

EU-Steuerzahler sollen einspringen

Ukraine: Drei Banken-Pleiten seit Anfang März

Zwei ukrainische Banken der Delta Bank Group sind von der Notenbank in Kiew für zahlungsunfähig erklärt worden. Zuvor wurde die Delta Bank für pleite erklärt. Deutschland und Frankreich wollen den ukrainischen Banken-Sektor wieder aufbauen. Unklar ist, wie viel weitere Kosten auf die europäischen Steuerzahler zukommen werden.

Der rumänische Staats-Chef Klaus-Werner Johannis besuchte Ende Februar den Premier Moldawiens Chiril Gaburici. (Foto: dpa)

Der rumänische Staats-Chef Klaus-Werner Johannis besuchte Ende Februar den Premier Moldawiens Chiril Gaburici. (Foto: dpa)

„Stabilitätsanker“ gegen Russland

Gegen Russland: Rumänien startet Gas-Lieferungen nach Moldawien

Die EU und Rumänien wollen die Abhängigkeit Moldawiens von Energie-Importen aus Russland abbauen. Die zu diesem Zweck gebaute Pipeline soll die Energieabhängigkeit Moldawiens von Russland Schritt für Schritt verringern. Am Mittwoch hat Rumänien erstmals mit Gaslieferungen nach Moldawien begonnen.

Ein Beamter ist in den USA unkündbar, auch wenn er jahrelang seine Dienstzeit mit transzendentaler Meditation zubringt. (Foto: dpa)

Ein Beamter ist in den USA unkündbar, auch wenn er jahrelang seine Dienstzeit mit transzendentaler Meditation zubringt. (Foto: dpa)

Kündigung unmöglich

Beamten-Privileg: Sechs Stunden Pornos im Dienst reichen nicht für Kündigung

Ein hochrangiger Beamter einer US-Bundesbehörde hat sich während seiner Dienstzeit über Jahre hinweg täglich über sechs Stunden Porno-Filme angeschaut. Er darf dies weiter tun, weil der Verwaltungsprozess zu kompliziert ist, um die Steuergelder produktiver anzulegen.

Die Kredite für den Insolvenz-Aufschub in Griechenland haben Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble unterm Strich einen Verlust beschert. (Foto: dpa)

Die Kredite für den Insolvenz-Aufschub in Griechenland haben Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble unterm Strich einen Verlust beschert. (Foto: dpa)

Der Staat als Investment-Bank

Griechenland-Kredite: Kein gutes Geschäft für Deutschland

Die Griechenland-Programme haben Deutschland bisher unterm Strich Verluste beschert. Wegen der negativen Zins-Entwicklung durch die EZB-Politik dürfte die Bereitschaft von Wolfgang Schäuble steigen, einem Schuldenschnitt für Griechenland zuzustimmen. Wenn es gelingt, die Kredite auf 100 Jahre zu verlängern, dürften die Folgen auf den Bundeshaushalt nicht gravierend sein.

Mario Draghi ist sich nicht mehr ganz so sicher, ob das QE in der Euro-Zone funktionieren wird. (Screenshot: EZB)

Mario Draghi ist sich nicht mehr ganz so sicher, ob das QE in der Euro-Zone funktionieren wird. (Screenshot: EZB)

Aufkauf von Staatsanleihen

Europäische Zentralbank: Draghi verkündet QE, allerdings mit leichten Zweifeln

Nächste Woche will die EZB ihr Ankaufprogramm für Wertpapiere (QE) starten. Monatlich sollen Staatsanleihen in Höhe von 60 Milliarden Euro gekauft. Doch Draghi äußerte erstmals leichte Zweifel, ob das Programm funktionieren werde. Eines der Probleme: Niemand will seine risikolosen Bonds an die EZB verkaufen. Nur Zypern hat die Hand gehoben und versprochen, schnell ein Gesetz für Zwangsenteignungen zu verabschieden, um seine Papiere an die EZB abzugeben.

Die Oligarchin Julia Timoschenko gemeinsam mit der US-Diplomatin Victoria Nuland. In der Ukraine stand Timoschenko unter Mordverdacht. In den USA hingegen ist sie bei den Eliten in Washington sehr beliebt. (Foto: dpa)

Die Oligarchin Julia Timoschenko gemeinsam mit der US-Diplomatin Victoria Nuland. In der Ukraine stand Timoschenko unter Mordverdacht. In den USA hingegen ist sie bei den Eliten in Washington sehr beliebt. (Foto: dpa)

Machtkampf in Kiew

Ukraine: Parlament beschließt Verhaftung von Timoschenko-Richtern

Das ukrainische Parlament hat die Festnahme von drei Richtern beschlossen. Diese hatten zuvor Prozesse gegen den Ex-Innenminister Juri Luzenko und Julia Timoschenko geführt.

Tanz unter dem Rettungsschirm: Angela Merkel und Francois Hollande erlauben sich neue Defizite, um Marine Le Pen von der Macht fernzuhalten. (Foto: dpa)

Tanz unter dem Rettungsschirm: Angela Merkel und Francois Hollande erlauben sich neue Defizite, um Marine Le Pen von der Macht fernzuhalten. (Foto: dpa)

Große Koalition kämpft

Angst vor Le Pen: Merkel akzeptiert Defizit-Verstoß von Frankreich

Bundeskanzlerin Angela Merkel kämpft für das Überleben einer Großen Koalition in der EU: Aus Sorge vor einem Sieg von Marine Le Pen hat sich die Kanzlerin nun mit einem neuerliche Defizit-Verstoß Frankreichs abgefunden. Sozialdemokraten und Konservative wollen die EU weiter in einer Koalition führen, um einen fundamentalen Konflikt in der EU aus dem Weg zu gehen.

Für Jean-Claude Junckers Investitionsprogramm wird offenbar das Forschungsbudget um 2,7 Milliarden Euro gekürzt. Das trifft auch deutsche Einrichtungen. (Foto: dpa)

Für Jean-Claude Junckers Investitionsprogramm wird offenbar das Forschungsbudget um 2,7 Milliarden Euro gekürzt. Das trifft auch deutsche Einrichtungen. (Foto: dpa)

Wissenschaftler protestieren

Fonds ohne Zukunft: EU streicht Geld für die Forschung, um Autobahnen zu bauen

Der Investitionsfonds der EU soll vor allem den raschen Erfolg bringen, um die politische Lage in der EU zu stabilisieren. Weil die EU nicht genug Geld flüssig hat, greift sie zu einem Trick. Sie streicht der Wissenschaft die Gelder, um mit Bauprojekte wie Autobahnen oder andere Beton-Gebilde die Konjunktur zu befeuern. Der Fall zeigt: Für den kurzfristigen Wahlerfolg stoppen EU und Regierungen die Investitionen in die Zukunft.

US-Präsident Obama will China genau das verbieten, was die US-Geheimdienste tun: Die Überwachung der Daten von Apple, Google und Co. (Foto: dpa)

US-Präsident Obama will China genau das verbieten, was die US-Geheimdienste tun: Die Überwachung der Daten von Apple, Google und Co. (Foto: dpa)

Kritik an Kontrolle

Obama warnt China vor Überwachung von US-Unternehmen

Obama hat China wegen der Überwachung ausländischer IT-Konzerne scharf kritisiert. Nach dem Gesetzentwurf müssten Apple und Co den chinesischen Behörden Zugriff auf ihre Verschlüsselungscodes geben, sowie Hintertüren in ihre Programme einbauen. Allerdings verlangen auch die USA und Großbritannien einen solchen Zugriff.

Der Roboterarm imitiert dank eines aufgesetzten 3D-Druckers als Drüse die Spinnentechnik. (Screenshot)

Der Roboterarm imitiert dank eines aufgesetzten 3D-Druckers als Drüse die Spinnentechnik. (Screenshot)

Seide aus dem 3D-Drucker

Video: Roboter baut 3D-Modelle aus Spinnenfäden

Ein Roboter kann stabile Netze weben, indem er Spinnen imitiert. Chinesische Wissenschaftler setzten dazu einen speziellen 3D-Drucker auf einen Roboterarm. Die Spinnen-Technik soll stabilere dreidimensionale Architektur ermöglichen.

Telekom-Chef Höttgens plädierte auf dem World Mobile Congress in Barcelona erneut an die Politik, gegen Geld auch schnelleres Internet anbieten zu dürfen. (Foto: dpa)

Telekom-Chef Höttgens plädierte auf dem World Mobile Congress in Barcelona erneut an die Politik, gegen Geld auch schnelleres Internet anbieten zu dürfen. (Foto: dpa)

Mehr Tempo gegen Geld

Kommerz geht vor: EU plant Zwei-Klassen-Internet

Die EU will Internet-Anbietern erlauben, Nutzern gegen Aufpreis schnellere Internet-Zugänge zu verkaufen. Der aktuelle Gesetzentwurf zur Netzneutralität räumt dies ein, solange die Privilegien den Datenfluss nicht „materiell stören“. Kurz zuvor hatten US-Behörden eine solche Praxis verboten.

Vodafone-Chef Vittorio Colao begegnet der wachsenden Konkurrenz durch Google mit der Forderung nach mehr Fusionen und höheren Preisen im Mobilfunk. (Foto: dpa)

Vodafone-Chef Vittorio Colao begegnet der wachsenden Konkurrenz durch Google mit der Forderung nach mehr Fusionen und höheren Preisen im Mobilfunk. (Foto: dpa)

Für 5G-Mobilfunknetz

Vodafone-Chef will Mobilfunk-Preise erhöhen

Der Aufbau von schnelleren Datennetze soll den Mobilfunk teurer machen. „Die Preise müssen steigen, wenn wir Investitionen in 5G haben wollen“, so Vodafone-Chef Colao. Kurz zuvor hatte Google ein eigenes Mobilfunknetz vorgestellt und den etablierten Betreibern vorgeworfen, bei Netzausbau und Innovationen zu langsam zu sein.

Google-Vize Sundar Pichai stellt die Pläne für das eigenen Mobilfunk-Netz auf dem Mobile World Congress in Barcelona vor. (Foto: dpa)

Google-Vize Sundar Pichai stellt die Pläne für das eigenen Mobilfunk-Netz auf dem Mobile World Congress in Barcelona vor. (Foto: dpa)

Netzbetreiber zu langsam

USA: Google startet eigenes Mobilfunk-Netz

Mit einem eigenen Mobilfunk-Netz will Google den Netzausbau vorantreiben. Der Internet-Konzern war unzufrieden mit den langsamen Tempo der Telekom-Unternehmen. In einem eigenen Netz will Google Innovationen schneller umsetzen und den etablierten Betreibern Druck machen.

Eine App mit Gesichtserkennung soll die Anwesenheit der Studenten automatisch überprüfen. (Foto: dpa)

Eine App mit Gesichtserkennung soll die Anwesenheit der Studenten automatisch überprüfen. (Foto: dpa)

Hörsaal wird erfasst

Smartphone-App überwacht Anwesenheit von Studenten

Ein Programm überprüft in den USA, wie oft Studenten dem Unterricht fern bleiben. Die App funktioniert mittels Smartphone-Kamera. Die Gesichtserkennung soll effektiver als die üblichen Tests zur Anwesenheit sein und den Studenten helfen, bessere Noten zu bekommen.

Angela Merkel orientiert sich bei der neuen Militär-Doktrin für die Bundeswehr an der Lagebeurteilung der Nato (links deren Generalsekretär Jens Stoltenberg), die sich wiederum an den Vorgaben aus Washington orientiert. (Foto: dpa)

Angela Merkel orientiert sich bei der neuen Militär-Doktrin für die Bundeswehr an der Lagebeurteilung der Nato (links deren Generalsekretär Jens Stoltenberg), die sich wiederum an den Vorgaben aus Washington orientiert. (Foto: dpa)

Der neue Feind im Osten

Kalter Krieg: Merkel richtet deutsche Militär-Doktrin gegen Russland aus

Angela Merkel sieht Russland nicht mehr als „herausgehobenen Partner“ und will eine neue Militär-Doktrin entwickeln. Die neue Doktrin ist die Folge der geltenden US-Militär-Doktrin: Die Amerikaner sehen in der „Annexion“ der Krim durch Russland die Grundlage für militärische Maßnahmen gegen Moskau. Für die Bundeswehr bietet die neue Doktrin die Möglichkeit, im Rahmen ihrer Nato-Aktionen ein neues Feindbild zu entwickeln.

Angela Merkel und Barack Obama: Keine Antworten mehr auf die wichtigen Fragen der Weltpolitik. (Foto: dpa)

Angela Merkel und Barack Obama: Keine Antworten mehr auf die wichtigen Fragen der Weltpolitik. (Foto: dpa)

Die Welt nicht im Griff

Obama und Merkel: Ratlos, machtlos und voller Widersprüche

Das Treffen von Angela Merkel und Barack Obama hat gezeigt: Die Welt wird niemals zu jenem Zentral-Staat werden, wie ihn sich die Lobbyisten aus Politik und Wirtschaft wünschen. Die Phrasen verfangen nicht mehr, weil mittlerweile jedes Kind weiß: Kredite sind keine „Hilfe“. Eine statische „Friedensordnung“ kann das Selbstbestimmungsrecht der Völker nicht unterdrücken. Politische „Koalitionen“ sind so brüchig wie moderne Ehen. Die Kaiser sind nackt und beginnen zu frösteln.

Mangelnde Transparenz bei TTIP: Gegen die EU-Kommission wurde Beschwerde eingereicht. (Foto: dpa)

Mangelnde Transparenz bei TTIP: Gegen die EU-Kommission wurde Beschwerde eingereicht. (Foto: dpa)

Mehr Transparenz gefordert

TTIP: Bürgerrechtler legen Beschwerde wegen Geheimverhandlungen ein

Die EU-Kommission verweigerte fünf NGOs den Zugang zu TTIP-Dokumenten. Diese haben daraufhin Beschwerde eingereicht. Derzeit werde geprüft, ob eine Untersuchung gegen die Kommission eingeleitet werde, bestätigte die Europäischen Bürgerbeauftragte den Deutschen Wirtschafts Nachrichten.