Druck auf Tsipras wächst

Spekulation: Griechenland könnte Referendum aussetzen

Möglicherweise bald Altpapier: Die Stimmzettel für das Referendum. (Foto: dpa)

Möglicherweise bald Altpapier: Die Stimmzettel für das Referendum. (Foto: dpa)

Die Euro-Retter erhöhen den Druck auf die griechische Regierung: Diese soll angeblich bereit sein, das Referendum am Sonntag zu verschieben. Im Gegenzug sollen neue Kredite fließen, vermutlich aus dem ESM. Die Syriza ist kann die Renten nicht mehr vollständig bezahlen. Die Nato lehnt Kürzungen im Militär-Etat Griechenlands ab.

Angela Merkel arbeitet hinter den Kulissen an der Euro-Rettung. Sie dürfte für viele schmerzhaft werden. (Foto: dpa)

Angela Merkel arbeitet hinter den Kulissen an der Euro-Rettung. Sie dürfte für viele schmerzhaft werden. (Foto: dpa)

Kommt der Schulden-Kommissar?

EU könnte Griechenland mit „Panik-Paragraph“ zu Gehorsam zwingen

Alexis Tsipras hat den letzten Troika-Vorschlag abgelehnt. Die jüngste Wortmeldung von Angela Merkel lässt nichts Gutes erahnen: Die EU könnte nun den sogenannten „Panik-Paragraphen“ aus den EU-Verträgen aktivieren. Dieser erlaubt auch Zwangsmaßnahmen außerhalb der Rechtsordnung der EU.

Die großen Telekoms und ihre Freunde werden künftig im Internet Vorteile haben. (Foto: dpa)

Die großen Telekoms und ihre Freunde werden künftig im Internet Vorteile haben. (Foto: dpa)

Vorfahrt für „Spezialdienste“

Ende der Netzneutralität: EU schafft Zwei-Klassen-Internet

Die EU hat offenbar die Weichen für ein Zwei-Klassen-Internet gestellt. Die Bevorzugung der großen Telekom-Konzerne ist zwar auf den ersten Blick nicht zu erkennen. Doch netzpolitische Beobacher haben das Einfallstor bereits identifiziert und protestieren heftig.

Wolfgang Schäuble: Griechenland bleibt im Euro. (Foto: dpa)

Wolfgang Schäuble: Griechenland bleibt im Euro. (Foto: dpa)

Machtkampf im Endstadium

Schäuble: Griechenland bleibt in jedem Fall im Euro

Wolfgang Schäuble erklärt, dass Griechenland auch als säumiger Schuldner weiter im Euro plant. Das ist mit Sicherheit zutreffend: Es gibt keine rechtliche Möglichkeit zum Euro-Austritt. Hinter den Kulissen wird offenbar über eine Lösung verhandelt. Sie könnte aus einer Mischung von Schuldenschnitt und weiterer Austerität bestehen.

Die griechischen Rentner bangen um ihre Bezüge. (Foto: dpa)

Die griechischen Rentner bangen um ihre Bezüge. (Foto: dpa)

350 Euro im Monat

Griechenland: Rentner erhalten nur die Hälfte ihrer Bezüge

Etwa 350.000 griechische Rentner werden ab dem 1. Juli lediglich die Hälfte ihrer Bezüge ausgezahlt bekommen. Statt 750 Euro sollen sie 350 Euro erhalten. 120 Euro werden die Rentner in der ersten Juni-Woche abheben können. Der Rest soll in den darauffolgenden Wochen abhebbar sein.

Die Sparkassen warnen vor der europaweiten Einlagensicherung. (Foto: dpa)

Die Sparkassen warnen vor der europaweiten Einlagensicherung. (Foto: dpa)

Warnung vor Risiken

Sparkassen fordern Brandmauer zum Schutz der deutschen Sparguthaben

Der Deutsche Sparkassen- und Giroverband stellt sich gegen die Preisgabe deutscher Sparguthaben zur Absicherung aller europäischen Risiken. Das ist zumindest für die gesamteuropäische Einlagensicherung geplant. „Die Sparkassen-Finanzgruppe ist nicht bereit, mit den zum Schutz der Einlagen ihrer Kunden gebildeten Sicherungsmitteln für dritte Kreditinstitute zu haften oder für Dritte eine Rückversicherung zu finanzieren“, so der Verband.

Tsipras will weitere Geschenke, obwohl es bereits einen Schuldenschnitt für Athen in Höhe von 100 Milliarden Euro gab. (Foto: dpa)

Tsipras will weitere Geschenke, obwohl es bereits einen Schuldenschnitt für Athen in Höhe von 100 Milliarden Euro gab. (Foto: dpa)

Schuldenschnitt für Nato-Basis

Top-Banker: USA werden Euro-Austritt Griechenlands nicht zulassen

Der Chefvolkswirt der Bremer Landesbank, Folker Hellmeyer, hält einen Austritt Griechenlands aus dem Euro für konsequent. Es werde jedoch trotz all des Getöses nicht dazu kommen. Griechenland sei für die Amerikaner geopolitisch zu wichtig. Die politisch schwachen EU-Retter werden einlenken, glaubt Hellmeyer.

„Letzte Versuche“

Börse: Dax schließt 1,3 Prozent im Minus

Heute noch einmal Krisendiplomatie wegen Griechenland, aber die Wahrscheinlichkeit für eine Lösung in letzter Minute ist sehr gering: Griechenland möchte einen 2-Jahres-Vertrag mit dem ESM machen, aber Merkel hat dem indirekt eine Absage erteilt, trotz der anberaumten Telefonkonferenz von Dijsselbloem. Damit zeigt sich: die Tsipras-Regierung hat sich verzockt und hat jetzt klar die schlechteren Karten, noch irgend etwas zu erreichen.

Es geht bergab: EU-Präsident Jean-Claude Juncker. (Foto: dpa)

Es geht bergab: EU-Präsident Jean-Claude Juncker. (Foto: dpa)

Peinliches Kabarett

Aus dem Tollhaus: EU empfiehlt Tsipras, gegen sich selbst zu stimmen

EU-Präsident Juncker präsentiert eine geniale Lösung für die Euro-Krise: Alexis Tsipras soll das Austeritäts-Programm der Troika annehmen. Danach soll er beim Referendum die Griechen auffordern, gegen ihn zu stimmen. Man fragt sich, ob hier noch alle wissen, was sie tun oder reden.

Sprachlos in Europa: Bundeskanzlerin Angela Merkel am Montag nach dem Crash in Griechenland. (Foto: dpa)

Sprachlos in Europa: Bundeskanzlerin Angela Merkel am Montag nach dem Crash in Griechenland. (Foto: dpa)

Versuch der Crash-Abwehr

Peinlich für Merkel: Obama und Hollande wollen Euro-Krise lösen

In Washington steigt die Verärgerung über das abenteuerliche Krisen-Management von Angela Merkel. Die Unzufriedenheit geht so weit, dass nun US-Präsident Obama mit Frankreichs Präsident Hollande die Krise selbst lösen wollen – eine echte Blamage für Deutschland.

Alexis Tsipras und die Abschaffung der Demokratie in Rekordzeit: Am Samstag wird das Referendum beschlossen, am Sonntag kommt die Anweisung, dass die Banken schließen müssen. (Foto: dpa)

Alexis Tsipras und die Abschaffung der Demokratie in Rekordzeit: Am Samstag wird das Referendum beschlossen, am Sonntag kommt die Anweisung, dass die Banken schließen müssen. (Foto: dpa)

Der Dämon des Totalitären

Das Ende der Demokratie in Europa: Volksabstimmung? Banken-Schließung!

Ein Regierungschef wagt es, das Volk zu befragen. Am nächsten Tag gibt es für die Griechen kein Geld mehr, keine Banken. Die Versklavung eines ganzen Volks durch die nackte Angst - das ist die neue Währung in Europa. Der Dämon des Totalitären erhebt sich und beendet die demokratischen Freiheiten mit der Diktatur des Geldautomaten. Diese wird zuerst die Griechen verschlingen, und dann den Rest.

Noch spricht Angela Merkel nur mit der Bundeswehr. Doch die Vorbereitungen in der EU zielen auf eine umfassende Militarisierung Europas. (Foto: dpa)

Noch spricht Angela Merkel nur mit der Bundeswehr. Doch die Vorbereitungen in der EU zielen auf eine umfassende Militarisierung Europas. (Foto: dpa)

Im Schatten der Krise

EU will militärische Strukturen gegen die Bürger aufbauen

Die frühere Grüne EU-Abgeordnete Patricia McKenna aus Irland warnt vor einer schleichenden Militarisierung der EU. Die Bürgerrechte werden systematisch ausgehöhlt, militärische Strukturen entstehen. Es sei Zeit für den massiven Widerstand. Sie ermuntert linke Euro-Skeptiker, sich für die Menschen- und Bürgerrechte mit äußerster Entschlossenheit einzusetzen.

Auch wenn sich Putin und Tsipras ideologisch nahestehen: Russland hat kein Interesse an einem Grexit, weil die Russen immer Stabilität haben wollen. (Foto: dpa)

Auch wenn sich Putin und Tsipras ideologisch nahestehen: Russland hat kein Interesse an einem Grexit, weil die Russen immer Stabilität haben wollen. (Foto: dpa)

Absicherung gegen Grexit

Russland hat kein Interesse an einem Crash in Griechenland

Entgegen den landläufigen Behauptungen ist Russland nicht an einem Crash in Griechenland interessiert. Russland hat im Unterschied zu EU erkannt, dass man mit großen Partnern leichter große Geschäfte machen kann. Daher erfolgen die Grexit-Vorbereitungen der russischen Zentralbank äußerst widerwillig.

Die erste Stuhl-Ernte soll in diesem Herbst erfolgen – nach acht Jahren Züchtung. (Screenshot)

Die erste Stuhl-Ernte soll in diesem Herbst erfolgen – nach acht Jahren Züchtung. (Screenshot)

Designer gründet Möbelfarm

Möbelfarm: Stühle, die auf Bäumen wachsen

Ein britischer Designer lässt auf einer Farm Bäume in Form von Möbeln wachsen. Die Weiden werden mithilfe von Gerüsten zu Stühlen, Tischen oder Lampen gezüchtet. Die Herstellung dauert zwar einige Jahre, komme dafür aber ohne Holzabfälle aus und habe eine klimafreundliche CO2-Bilanz.

„Die Interaktion zwischen dem Graphen und dem diamantartigem Kohlenstoff ist wesentlich für die Wirkung der Supergleitfähigkeit“, sagt Ali Erdemir, einer der Forscher. (Foto: dpa)

„Die Interaktion zwischen dem Graphen und dem diamantartigem Kohlenstoff ist wesentlich für die Wirkung der Supergleitfähigkeit“, sagt Ali Erdemir, einer der Forscher. (Foto: dpa)

Wie ein Kugellager

Bewegung ohne Energieverlust: Nano-Material hebt Reibung auf

Eine Kombination aus Graphen und Diamant kann die Reibung zwischen zwei Materialien nahezu auszuschalten. Die supergleitfähigen Nanopartikel könnten mechanische Prozesse revolutionieren: Der Energieverlust durch Reibung wird verhindert.

Etwa eine Milliarde Röhrenglas-Flaschen produziert das Essener Werk von Gerresheimer pro Jahr für Deoroller, Hustensaft, Apotheken und Kräuterliköre. (Foto: dpa)

Etwa eine Milliarde Röhrenglas-Flaschen produziert das Essener Werk von Gerresheimer pro Jahr für Deoroller, Hustensaft, Apotheken und Kräuterliköre. (Foto: dpa)

Für 196 Millionen Euro

Gerresheimer verkauft Röhrenglas-Geschäft an Corning

Der Verpackungshersteller Gerresheimer verkauft sein Röhrenglasgeschäft für 196 Millionen Euro an den US-Konzern Corning Inc. Der Konzern will sich künftig nur noch auf pharmazeutische Primärverpackungen konzentrieren.

Die Euro-Retter pokern mit hohem Einsatz: Es scheint ihnen nicht bewusst zu sein, dass es keinen Grexit ohne dramatische Folgen für die EU gibt. (Foto: dpa)

Die Euro-Retter pokern mit hohem Einsatz: Es scheint ihnen nicht bewusst zu sein, dass es keinen Grexit ohne dramatische Folgen für die EU gibt. (Foto: dpa)

EU auf keinem guten Weg

Falsche Zahlen: Wirtschaftslage in Europa viel schlechter als angenommen

Die Euro-Retter haben die Lage in Griechenland nach Ansicht des Schweizer Finanzexperten Michael Bernegger völlig falsch beurteilt. Daher sind die dem Land aufgezwungenen Alternativen – Grexit oder interne Abwertung - völlig untauglich. Bedenklich: Auch in den anderen Euro-Krisenstaaten ist die tatsächliche Lage viel schlechter als die offiziellen Zahlen. Die EU befindet sich auf keinem guten Weg.

Griechenland hat mit der Handelsflotte und dem Tourismus echte Assets. (Foto: dpa)

Griechenland hat mit der Handelsflotte und dem Tourismus echte Assets. (Foto: dpa)

Griechenland hat Stärken

Grexit: Nicht schon wieder Entscheidungen ohne taugliche Grundlagen

Die Euro-Retter haben die Lage in Griechenland aufgrund völlig falscher Daten beurteilt. Deshalb hat die Therapie nicht angeschlagen. Jetzt werden dem Land wieder Alternativen aufgezwungen, die beide untauglich sind: Die Fortsetzung der internen Abwertung oder Grexit. Beides ist fatal. Solange keine realistische Datengrundlage besteht, und das Bankensystem nicht fixiert wird, wird sich die Schuldendeflation fortsetzen.

In Griechenland geht es nicht nur um ein kleines Land am Rande Europas. Hier entscheidet sich in den kommenden Wochen das Schicksal der EU. (Foto: dpa)

In Griechenland geht es nicht nur um ein kleines Land am Rande Europas. Hier entscheidet sich in den kommenden Wochen das Schicksal der EU. (Foto: dpa)

Handelsflotte im Mittelpunkt

Griechenland: Kurswechsel bei Euro-Rettung erforderlich

Die Welt schaut auf den EU-Gipfel zu Griechenland. Gibt es einen „Kompromiss“ in letzter Sekunde oder den Grexit? Erleben wir ein langsames Sterben oder den schnellen Tod? Die bittere Wahrheit: Beides führt weiter in die Depression und hat die Ansteckung der gesamten Euro-Zone zur Folge. Plädoyer für ein radikales Ende der verfehlten Troika-Politik und einen Kurswechsel der Wirtschaftspolitik in Europa.

Bootsflüchtlinge im Mittelmeer: Die europäische Flüchtlingspolitik ist eine Schande. (Foto: dpa)

Bootsflüchtlinge im Mittelmeer: Die europäische Flüchtlingspolitik ist eine Schande. (Foto: dpa)

Skandalöser Umgang mit Menschen

Ende des Humanismus: EU meldet wegen Flüchtlingen moralischen Bankrott an

Die Flüchtlingsfrage reißt der professionellen Politik in den EU-Staaten die Maske vom Gesicht. Was sich da im Moment abspielt, ist ein Skandal erster Güte. Eine ganze Politiker-Klasse diskreditiert sich im Verrat der europäischen Ideale, zu denen vor langer Zeit einmal die Menschlichkeit ohne Kalkül gehörte. Zum Glück unterscheidet sich die deutsche Politik in dieser Frage grundlegend von allen anderen.