USA bringen Kriegsgerät nach Ost-Europa

Polnischer EU-Vize rechnet mit Krieg zwischen Russland und der Ukraine

US-General Philip Mark Breedlove ist der oberste Militär-Chef der Nato. Er möchte zahlreiche Nato-Truppen an den Grenzen Russlands stationieren. (Foto: dpa)

US-General Philip Mark Breedlove ist der oberste Militär-Chef der Nato. Er möchte zahlreiche Nato-Truppen an den Grenzen Russlands stationieren. (Foto: dpa)

Die USA planen die Stationierung von weiteren Panzern in Polen, Rumänien und Bulgarien. Der Vize-Präsident des EU-Parlaments Jacek Saryusz-Wolski rechnet mit einem großen Krieg zwischen der Ukraine und Russland. Der Kreml hingegen stockt sein Militär auf der Krim auf.

EU-Kommissar Johannes Hahn (li.) sprach zu Beginn eines zweitägigen Besuchs am Donnerstag in Kiew mit Vertretern aller Parteien. (Foto: dpa)

EU-Kommissar Johannes Hahn (li.) sprach zu Beginn eines zweitägigen Besuchs am Donnerstag in Kiew mit Vertretern aller Parteien. (Foto: dpa)

Makrofinanzhilfen versprochen

Kiew: EU überweist Ukraine 500 Millionen Euro im Dezember

Noch in diesem Jahr soll die EU der Ukraine 500 Millionen Euro als Makrofinanzhilfe überweisen. Der EU-Kommissar für Nachbarschaftspolitik soll dies bei seinem Kiew-Besuch versprochen haben. Im Juni wurde die gleiche Summe schon einmal aus Brüssel in die Ukraine überwiesen.

Aufgrund eines Sturmes entschied sich die Marine in den neutralen Gewässern jener Bucht abzuwarten, in der die Seine in den Ärmelkanal mündet (roter Pfeil). (Karte: Google Maps)

Aufgrund eines Sturmes entschied sich die Marine in den neutralen Gewässern jener Bucht abzuwarten, in der die Seine in den Ärmelkanal mündet (roter Pfeil). (Karte: Google Maps)

Nordflotte führt Übung durch

Russische Kriegsschiffe führen Manöver in Ärmelkanal durch

Die russische Flotte führt im Ärmelkanal ein Marine-Manöver durch. An der Übung nehmen Kriegs- und Versorgungsschiffe teil. Die Schiffe operieren in internationalen Gewässern. Von der Nato liegt noch keine Stellungnahme vor.

Der neue ukrainische Premier Arseni "Jaz" Jazenjuk mit seiner Koalitionspartnerin Julia Timoschenko bei der Konstituierung des ukrainischen Parlaments. Die Oligarchin ist zuletzt durch ihren Aufruf bekanntgeworden, dem russischen Präsidenten Putin eine Kugel in den Kopf zu jagen. (Foto: dpa)

Der neue ukrainische Premier Arseni "Jaz" Jazenjuk mit seiner Koalitionspartnerin Julia Timoschenko bei der Konstituierung des ukrainischen Parlaments. Die Oligarchin ist zuletzt durch ihren Aufruf bekanntgeworden, dem russischen Präsidenten Putin eine Kugel in den Kopf zu jagen. (Foto: dpa)

Russland ist der Feind

Ukraine: Neue Regierung von „Jaz“ Jazenjuk forciert den Nato-Beitritt

Die neue ukrainische Regierung betonte bei der konstituierenden Sitzung der Rada in Kiew ihre Sichtweise, dass Russland eine dauerhafte Gefahr für das Land darstelle. Selbst bei einem Frieden im Osten könne das Land nicht ohne Revolver unterm Kopfkissen schlafen, sagte Präsident Petro Petroschenko.

Das EU-Parlament stimmte zwar für die Zerschlagung großer Internet-Konzerne wie Google, hat aber keine Macht, dies durchzusetzen. (Foto: dpa)

Das EU-Parlament stimmte zwar für die Zerschlagung großer Internet-Konzerne wie Google, hat aber keine Macht, dies durchzusetzen. (Foto: dpa)

„Heiße Luft“

Kartellrecht: EU hat keine Handhabe für Zerschlagung von Google

Das EU-Parlament hat für die Zerschlagung von Google gestimmt. Das Votum ist rein symbolisch, denn die EU hat nach Einschätzung von Kartellrechts-Experten keinerlei Grund für eine solche Aufspaltung. Die EU-Politiker kämpfen auf verlorenem Posten - wie schon vor Jahren die USA mit ihrem Versuch, Microsoft aufzuspalten.

Ratlos: Frankreichs Premier Manuel Valls und Präsident Francois Hollande. (Foto: dpa)

Ratlos: Frankreichs Premier Manuel Valls und Präsident Francois Hollande. (Foto: dpa)

EU erlaubt Defizit

Frankreich: Neuer Rekord bei Arbeitslosigkeit

Frankreich meldet erneut eine Rekordarbeitslosigkeit. Die Regierung von Francois Hollande gerät damit noch stärker unter Druck. Die EU wird Frankreich ein höheres Defizit erlauben - in der Hoffnung, dass der Front National in seinem Aufstieg doch noch gebremst werden kann.

Das schwarze Gold hat seine Strahlkraft verloren. Der Preis fällt, die Aktien von Energieunternehmen fallen und die Banken bleiben auf faulen Krediten sitzen. (Foto: dpa)

Das schwarze Gold hat seine Strahlkraft verloren. Der Preis fällt, die Aktien von Energieunternehmen fallen und die Banken bleiben auf faulen Krediten sitzen. (Foto: dpa)

Kredite an Energieunternehmen

Kredit-Ausfälle drohen: Fallender Ölpreis wird zum Problem für Banken

Der dramatische Verfall des Ölpreises stellt nicht mehr allein ein Problem für die Erdöl-produzierenden Länder dar. Nun müssen auch die Banken um ihr Geld fürchten. Die großzügigen Kredite, die der Energiesektor erhalten hat, können nicht mehr bedient werden.

Bargeld-Käufe von mehr als 100.000 Franken werden häufig bei Uhren getätigt – etwa auf der Uhren- und Schmuckmesse Basel. (Foto: dpa)

Bargeld-Käufe von mehr als 100.000 Franken werden häufig bei Uhren getätigt – etwa auf der Uhren- und Schmuckmesse Basel. (Foto: dpa)

Schwarze Liste droht

Schweizer Nationalrat kippt Verbot von Zahlungen mit Bargeld

Der Schweizer Nationalrat hat überraschend ein geplantes Bargeld-Verbot für Käufe über 100.000 Franken gestoppt. Das Verbot hätte zur Bekämpfung der Geldwäsche eingeführt werden sollen. Nun können die Schweizer weiter in unbegrenzter Höhe bar bezahlen. Das Land riskiert damit jedoch, auf eine Schwarze Liste gesetzt zu werden.

Sigmar Gabriel: Umfaller des Jahres beim Freihandel. (Foto: dpa)

Sigmar Gabriel: Umfaller des Jahres beim Freihandel. (Foto: dpa)

Der Umfaller des Jahres

Sigmar Gabriel brüskiert SPD: Freihandel CETA kommt ohne Wenn und Aber

Sigmar Gabriel liefert den Umfaller des Jahres: Nachdem der SPD-Chef seiner eigenen Partei noch vor wenigen Wochen versprochen hatte, die umstrittenen Schiedsgerichts-Regelungen aus dem Freihandelsabkommen Ceta zu streichen, sagt Gabriel nun: «Wenn der Rest Europas dieses Abkommen will, dann wird Deutschland dem auch zustimmen. Das geht gar nicht anders.» Die Schiedsgerichte bleiben im Abkommen - ohne Wenn und Aber.

Jean-Claude Juncker und Angela Merkel treiben das TTIP voran. Die erste unabhängige Studie zeigt: Das Projekt dürfte der EU massiven Schaden zufügen. (Foto: dpa)

Jean-Claude Juncker und Angela Merkel treiben das TTIP voran. Die erste unabhängige Studie zeigt: Das Projekt dürfte der EU massiven Schaden zufügen. (Foto: dpa)

USA und Börsen gewinnen

Unabhängige Studie: TTIP vernichtet in Europa 583.000 Arbeitsplätze

Die erste wirklich unabhängige Studie über die Folgen des Freihandelsabkommens TTIP kommt zu einem für Europa verheerenden Ergebnis: 583.000 Arbeitsplätze werden bis 2025 in der EU verlorengehen. Die Exporte werden schrumpfen, ebenso das Bruttoinlandsprodukt. Löhne und Steuereinnahmen werden sinken. In den USA werden all diese Kennzahlen dagegen steigen. Die einzigen, die in der EU profitieren, sind die Kapitalvermögen. Das TTIP erweist sich demnach als gefährlicher Turbo für die Umverteilung von Arm zu Reich.

Nach CETA und TTIP werden sie die wesentlichen Entscheidungen für die Deutschen treffen: Die von niemandem gewählten Präsidenten des EU-Rats und der EU-Kommission und der unter massivem Lobby-Einfluss stehende US-Präsident. Demokratie sieht eigentlich anders aus. (Foto: dpa)

Nach CETA und TTIP werden sie die wesentlichen Entscheidungen für die Deutschen treffen: Die von niemandem gewählten Präsidenten des EU-Rats und der EU-Kommission und der unter massivem Lobby-Einfluss stehende US-Präsident. Demokratie sieht eigentlich anders aus. (Foto: dpa)

Brüssel entscheidet über Bürger

Freihandel: Bundestag und Parteien bei CETA und TTIP zum Zuschauen verdammt

Die aktuelle Diskussion um TTIP und CETA ist ein gewaltiges Ablenkungsmanöver: Tatsächlich leitet die juristische Form der neuen Freihandelsabkommen das Ende der Mitwirkung der nationalen Parlamente in der Frage des Schutzes der Konsumenten ein. Künftig können zentrale Fragen der Gesellschaft von der demokratisch nicht legitimierten EU-Kommission behandelt werden. Die Bürger werden mit dem Hinweis auf den Schutz für „Steirisches Kernöl“, „Schwarzwälder Schinken“ oder „Thüringer Rostbratwurst“ hinters Licht geführt.

US-Vizepräsident Joe Biden und der ukrainische Präsident Petro Poroschenko: Für die US-Rüstungsindustrie ist die Ukraine ein interessanter Absatzmarkt. (Foto: dpa)

US-Vizepräsident Joe Biden und der ukrainische Präsident Petro Poroschenko: Für die US-Rüstungsindustrie ist die Ukraine ein interessanter Absatzmarkt. (Foto: dpa)

Gewehre, Raketen, Mörser

Cyber Berkut: Hacker veröffentlichen Liste von US-Waffen für die Ukraine

Die Hacker-Gruppe Cyber Berkut hat Dokumente veröffentlicht, wonach die USA die Ukraine mit Waffen beliefern soll. Neben Abwehrraketen, Granatwerfern und Scharfschützen-Gewehren will die ukrainische Armee auch Ausrüstung für Kampftaucher und Boote erhalten. Die Nato plant, über Litauen auch offiziell Waffen in die Ukraine zu liefern. Bisher hatten die USA und die EU das militärische Engagement Russlands in der Ukraine als Grund für den neuen Kalten Krieg zwischen den Blöcken genannt.

EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker musste sich nur drei Wochen nach Amtsantritt bereits dem ersten Misstrauensvotum stellen. (Foto: dpa)

EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker musste sich nur drei Wochen nach Amtsantritt bereits dem ersten Misstrauensvotum stellen. (Foto: dpa)

Keine Mehrheit für Absetzung

Misstrauensvotum gegen Juncker gescheitert

Jean-Claude Juncker hat den Misstrauensantrag im EU-Parlament überstanden. Der Kommissionspräsident war in die Kritik geraten, weil er in seiner Amtszeit als Premier von Luxemburg Großkonzerne steuerlich bevorteilt hatte.

„Es ist als würden die Elektronen gegen eine Glaswand rennen“, so die Forscher. (Illustration: Andy Kale, University of Alberta)

„Es ist als würden die Elektronen gegen eine Glaswand rennen“, so die Forscher. (Illustration: Andy Kale, University of Alberta)

„Wie bei Star Trek“

Unsichtbarer Schutzschild um die Erde entdeckt

Weltraum-Forscher haben eine unsichtbare Schutzhülle um die Erde entdeckt. Diese halte schädliche „Killer-Elektronen“ davon ab, in die Erdatmosphäre einzudringen. Noch rätseln die Forscher, woraus die Hülle besteht, vergleichen die Wirkung aber mit den Schutzschildern aus Star-Trek-Filmen.

Die Hand dieser Versuchsperson wurde von den Gedanken eines Anderen kontrolliert. (Foto: dpa)

Die Hand dieser Versuchsperson wurde von den Gedanken eines Anderen kontrolliert. (Foto: dpa)

Sprachlose Kommunikation

Telepathie: Forschern gelingt elektronische Gedanken-Übertragung

Forschern der Universität Washington ist es gelungen, Gedanken zwischen Versuchs-Personen via Internet zu übertragen. Die Gedanken einer Person kontrollierten die Hand-Bewegungen einer zweiten Person. Künftig könne damit beispielsweise Wissen ohne Umweg über die Sprache direkt vom Lehrer auf Schüler übertragen werden.

Fällt von aussen Licht auf die Partikel, wird es in innen mehrfach hin und her reflektiert. (Grafik: Empa)

Fällt von aussen Licht auf die Partikel, wird es in innen mehrfach hin und her reflektiert. (Grafik: Empa)

Simulation der Photosynthese

Neue Solarzelle verwandelt Sonnenenergie direkt in Wasserstoff

Schweizer Wissenschaftler entwickeln Solarzellen, die die Photosynthese der Pflanzen nachahmen. Aus Sonnenlicht und Wasser sollen synthetische Brennstoffe wie Wasserstoff gebildet werden. Eine dem Mottenauge nachempfundene Beschichtung fängt das Licht ein und wandelt dessen Energie vollständig um.

Die User befinden sich in einem Korsett weniger Internetriesen. Angebote wie Quitter scheinen eine Alternative zu bieten. (Foto: dpa)

Die User befinden sich in einem Korsett weniger Internetriesen. Angebote wie Quitter scheinen eine Alternative zu bieten. (Foto: dpa)

Mikroblog ohne Anmeldung

Blogger gründen werbefreie Alternative zu Twitter

Der Mikroblog Quitter will mit einer dezentralen Struktur an der Macht der kommerziellen Netzwerke rütteln. Finanziert wird Quitter über Spenden, die Organisation übernimmt eine schwedische Non-Profit-Organisation. Der Dienst soll Twitter-Nutzern eine werbefreie Alternative bieten.

Der Fahrtwind beim Radfahren reicht aus, um sich mit Fontus auf Tour mit Trinkwasser zu versorgen. (Foto: dpa)

Der Fahrtwind beim Radfahren reicht aus, um sich mit Fontus auf Tour mit Trinkwasser zu versorgen. (Foto: dpa)

0,5 Liter pro Stunde

Revolutionäre Flasche filtert Trinkwasser aus der Luft

Eine selbst-auffüllende Flasche versorgt Radfahrer unterwegs mit Trinkwasser. Das Gerät namens Fontus sammelt die Feuchtigkeit aus dem Fahrtwind und kondensiert sie zu Trinkwasser. Fontus wird mit Solarzellen betrieben und gewinnt je nach klimatischen Bedingungen bis zu 0,5 Liter Wasser pro Stunde.

Mit dem neuen 3D-Drucker können QLEDs leicht in verschiedenste Produkte eingebaut werden. (Foto: dpa)

Mit dem neuen 3D-Drucker können QLEDs leicht in verschiedenste Produkte eingebaut werden. (Foto: dpa)

Led-Kontaktlinsen möglich

Licht aus dem Drucker: Herstellung von LED-Lampen mit 3D gelungen

US-Forschern ist es gelungen, Mini-Q-LED-Lichter mit einem 3D-Drucker herzustellen. Damit kommen erstmals funktionstüchtige elektrische Geräte komplett aus dem Drucker. Die Mini-Quantum-LEDs könnten beispielsweise Q-LED-Bildschirme auf Kontaktlinsen drucken.

Durch Kensho werden auch die 80 Prozent der Daten für die Wall Street nutzbar, die nicht als Zahlen vorliegen und damit bisher nicht maschinell auswertbar waren. (Foto: Ralf Hirschberger/dpa)

Durch Kensho werden auch die 80 Prozent der Daten für die Wall Street nutzbar, die nicht als Zahlen vorliegen und damit bisher nicht maschinell auswertbar waren. (Foto: Ralf Hirschberger/dpa)

Automatisierte Recherche

Finanz-Informationen: Goldman steigt in das Daten-Business ein

Goldman hat 15 Millionen US-Dollar in ein Startup namens Kensho investiert. Die Analyse-Plattform kann Millionen komplexer Finanz-Anfragen sofort beantworten, indem sie Personal-intensive menschliche Recherche-Arbeit automatisiert. Die Bank will die Plattform für ihre eigenen Geschäfte und die einiger Großkunden nutzen.

Oberhalb der Schienen am Bahnhof - noch über dem Dach des einfahrenden Zuges - befindet sich eine Plattform. Hier steigen die Passagiere in ein Shuttle, welches vom Zug mitgenommen wird. (Screenshot)

Oberhalb der Schienen am Bahnhof - noch über dem Dach des einfahrenden Zuges - befindet sich eine Plattform. Hier steigen die Passagiere in ein Shuttle, welches vom Zug mitgenommen wird. (Screenshot)

Effizienter Reisen

Innovation aus China: Zug bleibt an keinem Bahnhof mehr stehen

Ein chinesischer Designer hat an einen Zug entwickelt, der nicht mehr zwischen Start und Ziel halten muss. Das spart Zeit und Nerven. Kleine Shuttles bringen die Passagiere an Bord und dienen später dem Ausstieg.

Der Luftfilter soll die Filterfunktion der Pflanzen verstärken. (Foto: Véronique Huyghe)

Der Luftfilter soll die Filterfunktion der Pflanzen verstärken. (Foto: Véronique Huyghe)

Gegen Luftverschmutzung

Luft-Filter verstärkt Reinigungseffekt von Pflanzen

Ein neuer Luftreiniger unterstützt Pflanzen bei der Umwandlung von CO2. Der natürliche Prozess der Filterung wird entscheidend beschleunigt. Die Hersteller sprechen von einem tausendfach höheren Wirkungsgrad als durch die Pflanze allein.

„Dreist und unverfroren“

Däubler-Gmelin: TTIP stärkt Einfluss der Lobbyisten zu Lasten der Demokratie

Die ehemalige Bundesjustizministerin und SPD-Abgeordnete Herta Däubler-Gmelin kündigt an, dass die SPD und die Öffentlichkeit sehr genau kontrollieren werden, ob Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel beim TTIP in der Bunderegierung die roten Linien einhalten wird, die ihm die Partei vorgegeben hat. Sie warnt vor der von Angela Merkel vorgegebenen Tendenz zur „marktkonformen Demokratie“.

US-Vizepräsident Joe Biden und der ukrainische Präsident Petro Poroschenko: Für die US-Rüstungsindustrie ist die Ukraine ein interessanter Absatzmarkt. (Foto: dpa)

US-Vizepräsident Joe Biden und der ukrainische Präsident Petro Poroschenko: Für die US-Rüstungsindustrie ist die Ukraine ein interessanter Absatzmarkt. (Foto: dpa)

Gewehre, Raketen, Mörser

Cyber Berkut: Hacker veröffentlichen Liste von US-Waffen für die Ukraine

Die Hacker-Gruppe Cyber Berkut hat Dokumente veröffentlicht, wonach die USA die Ukraine mit Waffen beliefern soll. Neben Abwehrraketen, Granatwerfern und Scharfschützen-Gewehren will die ukrainische Armee auch Ausrüstung für Kampftaucher und Boote erhalten. Die Nato plant, über Litauen auch offiziell Waffen in die Ukraine zu liefern. Bisher hatten die USA und die EU das militärische Engagement Russlands in der Ukraine als Grund für den neuen Kalten Krieg zwischen den Blöcken genannt.

Russlands Präsident Wladimir Putin zeichnete vergangene Woche verdiente Militärs im Kreml aus. In einer wirtschaftlich angespannten Lage wird Russland durch die Sanktionen zurückgeworfen - Demokratie und Menschenrechte bleiben auf der Strecke. (Foto: dpa)

Russlands Präsident Wladimir Putin zeichnete vergangene Woche verdiente Militärs im Kreml aus. In einer wirtschaftlich angespannten Lage wird Russland durch die Sanktionen zurückgeworfen - Demokratie und Menschenrechte bleiben auf der Strecke. (Foto: dpa)

Den Preis zahlen die Bürger

Sanktionen der EU verstärken die autoritären Tendenzen in Russland

Die Sanktionen des Westens verstärken in Russland die autoritären Tendenzen. Denn die Kosten tragen nicht die Eliten, sondern die Bürger. Sie spüren die wirtschaftlichen Einschränkungen und die Repression im Bereich der Menschen- und Bürgerrechte. Das Friedensprojekt EU trägt mit seiner neuen, kriegerischen Ausrichtung somit nicht dazu bei, dass der Wohlstand auf der Erde gerechter verteilt wird - im Gegenteil: Neue Oligarchen profitieren von einem globalen Feudal-System, das die europäischen Steuerzahler am Leben erhalten müssen.

EU-Präsidenten Jean-Claude Juncker und Martin Schulz: Solidarität als europäischer Wert für die Eliten, nicht jedoch für die Zuwanderer. (Foto: dpa)

EU-Präsidenten Jean-Claude Juncker und Martin Schulz: Solidarität als europäischer Wert für die Eliten, nicht jedoch für die Zuwanderer. (Foto: dpa)

EuGH nationalisiert Werte

Folge des Finanz-Kriegs: EU kann keine Solidarität mit den Schwachen zeigen

Das Urteil des EuGH, demzufolge EU-Zuwanderer keinen Anspruch auf Sozialleistungen in einem anderen Land haben, zeigt: Die EU entwickelt sich rasant in Richtung von Eliten und Lobbygruppen. Bei den wirklich Schwachen gilt auf einmal die nationale Souveränität. Während die Milliarden für Banken-Rettungen grenzübergreifend fließen, lässt man die Zuwanderer im Regen stehen – und macht die Schotten dicht. Das Urteil zeigt die grundsätzliche Fehlkonstruktion der EU auf.