USA wollen Schuldenschnitt

Griechenland: USA demütigen die EU und verschaffen Syriza einen Vorteil

Griechenlands Finanzminister Yanis Varoufakis sieht sich durch den IWF bestätigt. (Foto: dpa)

Griechenlands Finanzminister Yanis Varoufakis sieht sich durch den IWF bestätigt. (Foto: dpa)

Die USA haben die EU im Kampf gegen Griechenland offenbar regelrecht vorgeführt. Washington hat die Veröffentlichtlichung des für die Euro-Retter verheerenden IWF-Berichts verfügt. Der Versuch der EU, den Bericht zu verhindern, wurde im Keim erstickt.

Christine Lagarde und Mario Draghi: Die Suche nach dem Schuldigen wird bald auch innerhalb der Troika losgehen. Das nun ans Licht gekommene Milliarden-Fiasko wirft die Frage auf, warum alle Kontrollmechanismen bei der Euro-Rettung versagt haben. (Foto: dpa)

Christine Lagarde und Mario Draghi: Die Suche nach dem Schuldigen wird bald auch innerhalb der Troika losgehen. Das nun ans Licht gekommene Milliarden-Fiasko wirft die Frage auf, warum alle Kontrollmechanismen bei der Euro-Rettung versagt haben. (Foto: dpa)

70 Milliarden Euro fehlen

Euro-Krise: IWF-Analyse zeigt Desaster von historischem Ausmaß

Nun ist klar, warum der IWF in den Panik-Modus verfallen ist: Selbst ohne Referendum hätte Griechenland weitere 50 Milliarden Euro gebraucht - nur um auf einen tragfähigen Schuldenstand zu kommen. Tatsächlich geht der Bedarf eher in Richtung 100 Milliarden Euro. Diese Zahlen sind ein Fiasko für die Reputation der Troika. Sämtliche griechischen Regierungsmitglieder der vergangenen Jahre müssten sich nun eigentlich vor Gericht verantworten.

Die Umfragen zeigen keine eindeutigen Mehrheiten und sagen ein knappes Ergebnis beim Volksentscheid in Griechenland voraus. (Foto: dpa)

Die Umfragen zeigen keine eindeutigen Mehrheiten und sagen ein knappes Ergebnis beim Volksentscheid in Griechenland voraus. (Foto: dpa)

Ausgang offen

Neue Umfrage: Knappe Mehrheit gegen Troika

Eine knappe Mehrheit der Griechen will beim Referendum am Sonntag offenbar mit Nein stimmen. Allerdings kursieren derzeit zahlreiche Umfragen mit Werten in beide Richtungen. Ein Meinungsforschungs-Institut will sogar rechtliche Schritte einleiten, weil deren Ergebnisse verfälscht wiedergegeben wurden.

Den Banken geht das Bargeld aus: Solange die Automaten noch Cash ausgebe können die Griechen täglich nur noch 50 Euro abheben. (Foto: dpa)

Den Banken geht das Bargeld aus: Solange die Automaten noch Cash ausgebe können die Griechen täglich nur noch 50 Euro abheben. (Foto: dpa)

Banken-Öffnung ausgeschlossen

Griechen nervös: Bargeld geht zur Neige

Die griechischen Banken halten nur noch Bargeld in Höhe von 500 Millionen Euro. Das würde gerade einmal für eine Stunde reichen. Dass die Banken am Dienstag wieder öffnen, sei ausgeschlossen, so die griechische Handelskammer.

Die große Koalition aus Konservativen und Sozialdemokraten will in Europa herrschen. Daher fordert SPD-Mann Martin Schulz (hier mit Angela Merkel und Mariano Rajoy) den Sturz von Alexis Tsipras. (Foto: dpa)

Die große Koalition aus Konservativen und Sozialdemokraten will in Europa herrschen. Daher fordert SPD-Mann Martin Schulz (hier mit Angela Merkel und Mariano Rajoy) den Sturz von Alexis Tsipras. (Foto: dpa)

Abschaffung der Demokratie

Dreiste Intervention: EU will Syriza-Regierung in Griechenland stürzen

Die EU forciert das Tempo in ihrem Bemühen, die Syriza-Regierung in Griechenland zu stürzen. EU-Präsident Martin Schulz wünscht sich eine Übergangsregierung und danach das Verschwinden der Tsipras-Partei. Erstmals agitiert ein EU-Organ offen gegen eine demokratisch gewählte Regierung in einem Mitgliedstaat.

Die griechischen Kommunisten bei einem Aufmarsch am Donnerstag in Athen. (Foto: dpa)

Die griechischen Kommunisten bei einem Aufmarsch am Donnerstag in Athen. (Foto: dpa)

EU will Technokraten

Griechenland: Umfrage sieht knappe Niederlage für Tsipras

Einer aktuellen Umfrage zufolge könnten die Ja-Stimmen beim Griechenland-Referendum die Mehrheit erhalten. In diesem Fall ist der Rücktritt von Alexis Tsipras zu erwarten. Die Troika hofft, dann mit einer Technokraten-Regierung den bisherigen Kurs fortzusetzen.

Russland ist der Feind: Martin Dempsey, Chef der Streitkräfte, mit Verteidigungsminister Ash Carter und US Präsident Barack Obama. (Foto: dpa)

Russland ist der Feind: Martin Dempsey, Chef der Streitkräfte, mit Verteidigungsminister Ash Carter und US Präsident Barack Obama. (Foto: dpa)

Putin ist der Feind

Neue US-Militär-Doktrin: Krieg gegen Russland ist eine Variante

Erstmals seit 2011 hat die US-Regierung eine neue Militärdoktrin veröffentlicht. Darin werden China und Russland als große Gefahren und Bedrohung der USA bezeichnet. General Dempsey hält einen Krieg zwischen den Supermächten zunehmend für denkbar.

Die griechische Fahne vor der Bastille in Paris, hochgehalten von Abtrünnigen der französischen Sozialisten. (Foto: dpa)

Die griechische Fahne vor der Bastille in Paris, hochgehalten von Abtrünnigen der französischen Sozialisten. (Foto: dpa)

Affront gegen Hollande

Frankreich: Tausende abtrünnige Sozialisten demonstrieren für Tsipras

In Frankreich haben tausende Sozialisten ihren Parteichef brüskiert und sind für die griechische Syriza auf die Straße gegangen. Francois Hollande ist gegen das Referendum, hat aber offenbar große Schwierigkeiten, die Einheit der Partei zu wahren.

Russen mit Privatschulden können während ihres Urlaubs nach Moskau reisen und sich den Kreml anschauen. Auslandsreisen können schwieriger werden. (Foto: dpa)

Russen mit Privatschulden können während ihres Urlaubs nach Moskau reisen und sich den Kreml anschauen. Auslandsreisen können schwieriger werden. (Foto: dpa)

Verschuldung explodiert

Ab 160 Euro: Moskau verhängt Ausreise-Verbot für Russen mit Schulden

Über russische Bürger, die umgerechnet mehr als 160 Euro Schulden haben, kann ein Ausreiseverbot verhängt werden. Die Regierung in Moskau will mit dieser drakonischen Strafe die Privatschulden eindämmen, die in Russland seit Jahresbeginn explodiert sind.

Bis Freitag kamen via Crowdfunding bereits 1,6 Millionen Euro für Griechenland zusammen- gebraucht werden allerdings 1,6 Milliarden. (Screenshot)

Bis Freitag kamen via Crowdfunding bereits 1,6 Millionen Euro für Griechenland zusammen- gebraucht werden allerdings 1,6 Milliarden. (Screenshot)

Spendenaktion für Athen

Crowdfunding: Brite sammelt Geld für Griechenland-Rettung

Auf der Crowdfunding-Webseite Indiegogo wird derzeit Geld für die Griechenland-Rettung gesammelt. Es wurden bereits 1,6 Millionen Euro gesammelt. Für Beträge ab 3 Euro bekommen Interessenten eine Postkarte aus Griechenland, für 5000 Euro ein Urlaub für zwei.

Die tragbare Erweiterung macht Präsentationen oder Video-Bearbeitung auf dem Laptop einfacher. (Screenshot)

Die tragbare Erweiterung macht Präsentationen oder Video-Bearbeitung auf dem Laptop einfacher. (Screenshot)

Auf Kickstarter

Faltbar: Dreifach-Bildschirm für Laptops

Ein französisches Startup hat einen Bildschirm entwickelt, der Laptops auf bis zu drei Bildschirme aufrüstet. Die Erweiterung wird einfach an das eigene Notebook angehängt und ist beliebig drehbar. So werden etwa auch Präsentationen in großer Runde mit dem eigenen Laptop möglich.

Auf dieser Farm sollen genetisch veränderte Schweine hunderttausende menschliche Organe produzieren. (Screenshot)

Auf dieser Farm sollen genetisch veränderte Schweine hunderttausende menschliche Organe produzieren. (Screenshot)

Genetisch veränderten Tiere

Schweine-Farm soll menschliche Organe produzieren

Menschliche Organe sollen künftig auf Tierfarmen gezüchtet werden. Eine US-Investorin baut dazu eine Fabrik, in der sie jedes Jahr hunderttausend Lungen und Herzen für Transplantationen züchten will. Wachsen sollen die Organe in genetisch veränderten Schweinen.

Nachholbedarf: BMW bietet den IT-Unternehmen an, sie bei der Autoproduktion zu unterstützen, hier ein Google-Auto in Kalifornien. (Foto: dpa)

Nachholbedarf: BMW bietet den IT-Unternehmen an, sie bei der Autoproduktion zu unterstützen, hier ein Google-Auto in Kalifornien. (Foto: dpa)

IT-Kooperation

BMW will mit Google über Kooperation reden

BMW-Produktions-Chef Zipse kann sich eine Zusammenarbeit mit Google oder Apple beim Bau von Autos vorstellen. Der Konzern schließt nicht aus, für einen IT-Konzern Fahrzeuge zu fertigen. „Wir leben in einer Partnerschafts-Welt. Man muss miteinander reden.“

Die Euro-Retter pokern mit hohem Einsatz: Es scheint ihnen nicht bewusst zu sein, dass es keinen Grexit ohne dramatische Folgen für die EU gibt. (Foto: dpa)

Die Euro-Retter pokern mit hohem Einsatz: Es scheint ihnen nicht bewusst zu sein, dass es keinen Grexit ohne dramatische Folgen für die EU gibt. (Foto: dpa)

EU auf keinem guten Weg

Falsche Zahlen: Wirtschaftslage in Europa viel schlechter als angenommen

Die Euro-Retter haben die Lage in Griechenland nach Ansicht des Schweizer Finanzexperten Michael Bernegger völlig falsch beurteilt. Daher sind die dem Land aufgezwungenen Alternativen – Grexit oder interne Abwertung - völlig untauglich. Bedenklich: Auch in den anderen Euro-Krisenstaaten ist die tatsächliche Lage viel schlechter als die offiziellen Zahlen. Die EU befindet sich auf keinem guten Weg.

Griechenland hat mit der Handelsflotte und dem Tourismus echte Assets. (Foto: dpa)

Griechenland hat mit der Handelsflotte und dem Tourismus echte Assets. (Foto: dpa)

Griechenland hat Stärken

Grexit: Nicht schon wieder Entscheidungen ohne taugliche Grundlagen

Die Euro-Retter haben die Lage in Griechenland aufgrund völlig falscher Daten beurteilt. Deshalb hat die Therapie nicht angeschlagen. Jetzt werden dem Land wieder Alternativen aufgezwungen, die beide untauglich sind: Die Fortsetzung der internen Abwertung oder Grexit. Beides ist fatal. Solange keine realistische Datengrundlage besteht, und das Bankensystem nicht fixiert wird, wird sich die Schuldendeflation fortsetzen.

In Griechenland geht es nicht nur um ein kleines Land am Rande Europas. Hier entscheidet sich in den kommenden Wochen das Schicksal der EU. (Foto: dpa)

In Griechenland geht es nicht nur um ein kleines Land am Rande Europas. Hier entscheidet sich in den kommenden Wochen das Schicksal der EU. (Foto: dpa)

Handelsflotte im Mittelpunkt

Griechenland: Kurswechsel bei Euro-Rettung erforderlich

Die Welt schaut auf den EU-Gipfel zu Griechenland. Gibt es einen „Kompromiss“ in letzter Sekunde oder den Grexit? Erleben wir ein langsames Sterben oder den schnellen Tod? Die bittere Wahrheit: Beides führt weiter in die Depression und hat die Ansteckung der gesamten Euro-Zone zur Folge. Plädoyer für ein radikales Ende der verfehlten Troika-Politik und einen Kurswechsel der Wirtschaftspolitik in Europa.

Bootsflüchtlinge im Mittelmeer: Die europäische Flüchtlingspolitik ist eine Schande. (Foto: dpa)

Bootsflüchtlinge im Mittelmeer: Die europäische Flüchtlingspolitik ist eine Schande. (Foto: dpa)

Skandalöser Umgang mit Menschen

Ende des Humanismus: EU meldet wegen Flüchtlingen moralischen Bankrott an

Die Flüchtlingsfrage reißt der professionellen Politik in den EU-Staaten die Maske vom Gesicht. Was sich da im Moment abspielt, ist ein Skandal erster Güte. Eine ganze Politiker-Klasse diskreditiert sich im Verrat der europäischen Ideale, zu denen vor langer Zeit einmal die Menschlichkeit ohne Kalkül gehörte. Zum Glück unterscheidet sich die deutsche Politik in dieser Frage grundlegend von allen anderen.