EZB-Chef Mario Draghi am Mittwoch zu Besuch im Deutschen Bundestag. (Foto: dpa)

EZB-Chef Mario Draghi am Mittwoch zu Besuch im Deutschen Bundestag. (Foto: dpa)

Ganz neue Sichtweise

Draghi: Deutsche Sparer profitieren von niedrigen Zinsen der EZB

EZB-Chef Draghi hat eine ganz neue Sicht auf die Niedrigzinsen angeboten: Die deutschen Sparer profitieren demnach von der Abschaffung der Zinsen, weil die Wirtschaft belebt werde und man so Arbeitsplätze schaffen könne. Rein rechnerisch hat die EZB-Politik allerdings zu einer glatten Enteignung der Sparer geführt, deren Auswirkungen im Hinblick auf Lebensversicherungen und Altervorsorge noch nicht ansatzweise abzusehen sind.

Aufgrund des Absturzes von MH 17 am 17. Juli wurden zwei Wochen später die Russland-Sanktionen verschärft. Die dritte Sanktionsstufe enthielt erstmals ernsthafte ökonomische Elemente gegen Moskau. (Foto: dpa)

Aufgrund des Absturzes von MH 17 am 17. Juli wurden zwei Wochen später die Russland-Sanktionen verschärft. Die dritte Sanktionsstufe enthielt erstmals ernsthafte ökonomische Elemente gegen Moskau. (Foto: dpa)

Erste Ergebnisse

Niederlande: Rakete bei MH17-Abschuss soll aus Russland gekommen sein

Ein internationales Ermittlerteam unter Führung der niederländischen Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass die Rakete, welche zum Abschuss des Fluges MH17 im Sommer 2014 in der Ostukraine geführt hatte, aus Russland kam. Wer genau die Waffe bediente, ist unklar.

Donald Trump und Hillary Clinton bei der TV-Debatte an der Hofstra University in Hempstead, New York. (Foto: dpa)

Donald Trump und Hillary Clinton bei der TV-Debatte an der Hofstra University in Hempstead, New York. (Foto: dpa)

Blass bei Wirtschaftspolitik

TV-Debatte: Trump in erster Runde schwach gegen Clinton

Im ersten TV-Duell konnte Donald Trump gegen Hillary Clinton nicht überzeugen. Er verzettelte sich als klassischer Quereinsteiger in unnötigen Scharmützeln gegen Clinton. Überraschend: Vor allem in der Wirtschaftspolitik blieb Trump blass.

Eine russische TU-22M3 im Einsatz über Syrien. (Foto: dpa)

Eine russische TU-22M3 im Einsatz über Syrien. (Foto: dpa)

Syrien kämpft um Aleppo

Gefährlich für Russland: Söldner in Syrien wollen Luftabwehr-Raketen

Ein anonymer US-Regierungsvertreter hat gedroht, die islamistischen und internationalen Söldner mit Luftabwehr-Raketen auszurüsten. Das könnte für die russische und die syrische Luftwaffe gefährlich werden. Die Regierung kämpft in Aleppo weiter gegen die Söldner. Der Hisbollah-Chef sagte, das letzte Wort müsse auf dem Schlachtfeld gesprochen werden.

Schimon Peres (links) mit dem palästinensischen Präsidenten Mahmoud Abbas und Papst Franziskus. (Foto: dpa)

Schimon Peres (links) mit dem palästinensischen Präsidenten Mahmoud Abbas und Papst Franziskus. (Foto: dpa)

93 Jahre

Israels Ex-Präsident Schimon Peres gestorben

Der ehemalige israelische Präsident Schimon Peres ist im Alter von 93 Jahren gestorben. Peres gehörte zur Generation der Gründerväter Israels und war von 2007 bis 2014 Präsident. Er verschrieb sich zur Beilegung des Nahost-Konflikts der Zweistaaten-Lösung.

Bundesbank-Vorstand Andreas Dombret. (Foto: dpa)

Bundesbank-Vorstand Andreas Dombret. (Foto: dpa)

Aufforderung zu Korrekturen

Bundesbank: Größe einer Bank ist kein Garant fürs Überleben

Die Bundesbank hat sich, ohne die Deutsche Bank beim Namen zu nennen, distanziert zur Rettung von Banken geäußert: Größe sei kein Garant für das Überleben, sagte Bundesbank-Vorstand Dombret. Ob diese Aussage auch für sogenannte systemrelevanten Banken gilt, sagte Dombret nicht.

Die Chinesen wollen den Yuan zu einer international akzeptierten Handelswährung machen. (Foto: dpa)

Die Chinesen wollen den Yuan zu einer international akzeptierten Handelswährung machen. (Foto: dpa)

Riskanter Trend

China stößt in großem Stil US-Staatsanleihen ab

China, der größte Gläubiger der USA, stößt seit Monaten amerikanische Staatsanleihen ab. Im Juli erreichten die verbliebenen Schuldtitel den Stand von 2013. Auch andere wichtige Gläubiger haben offenbar eine Verkaufsserie eingeleitet. Findet dieser Trend Nachahmer, wäre dies für die USA extrem gefährlich.

Boris Johnson am Dienstag mit dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan in Ankara. (Foto: TURKISH PRESIDENT PRESS OFFICE/dpa)

Boris Johnson am Dienstag mit dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan in Ankara. (Foto: TURKISH PRESIDENT PRESS OFFICE/dpa)

London geht eigene Wege

Großbritannien will umfassenden Handels-Deal mit der Türkei

Der britische Außenminister Johnson will ein umfassendes Freihandelsabkommen mit der Türkei schließen. Der Vorschlag zeigt: Obwohl noch offiziell EU-Mitglied, wird Großbritannien nicht zögern, seine eigene Politik zu verfolgen, wenn sie dem nationalen Interesse dient.

Gunter Dunkel, Vorstandsvorsitzender der Landesbank NordLB, am 07.04.2016 während der Bilanzpressekonferenz für das Jahr 2015 in Hannover (Niedersachsen) im Gebäude der NordLB in Hannover. (Foto: dpa)

Gunter Dunkel, Vorstandsvorsitzender der Landesbank NordLB, am 07.04.2016 während der Bilanzpressekonferenz für das Jahr 2015 in Hannover (Niedersachsen) im Gebäude der NordLB in Hannover. (Foto: dpa)

Widriges Umfeld

Banken-Krise: NordLB muss Anleihe-Emission absagen

Die Norddeutsche Landesbank muss die Emission einer 500 Millionen Euro schweren Anleihe absagen. Am deutschen Bankenmarkt herrscht derzeit aufgrund der Krise bei der Deutschen Bank offenbar zu viel Unruhe. Zuvor gab die Lufthansa das Platzen einer Emission bekannt.

Viele Manager achten zu stark auf den Börsenwert. (Foto: dpa)

Viele Manager achten zu stark auf den Börsenwert. (Foto: dpa)

Rekord bei Abschreibungen

Studie: Große Unternehmen verlieren bei Übernahmen Milliarden

Fehlgeschlagene Übernahmen haben die börsennotierten Unternehmen in Deutschland 2015 so viele Abschreibungen gekostet wie nie. Viele Manager betreiben Übernahmen, um den Aktienkurs zu befeuern, in der Hoffnung, dass sich die neue Größe positiv auf die Boni auswirken möge.

Bundeskanzlerin Angela Merkel mit Renate Künast und Katrin Göring-Eckardt von den Grünen. (Foto: dpa)

Bundeskanzlerin Angela Merkel mit Renate Künast und Katrin Göring-Eckardt von den Grünen. (Foto: dpa)

Wegen Inflation

Parteien im Bundestag genehmigen sich neue Millionen

Die im Bundestag vertretenen Parteien erhalten im kommenden Jahr insgesamt 12 Millionen Euro mehr Geld. Damit sollen Mitarbeiter bezahlt und Büroräume ausgestattet werden. Gerechtfertigt wird der Anstieg lapidar mit den steigenden Preisen. Tatsächlich gibt es aber offiziell faktisch keine Inflation.

Theresa May und Martin Schulz in London. (Foto: dpa)

Theresa May und Martin Schulz in London. (Foto: dpa)

Speerspitze der NATO

Spaltpilz: Großbritannien lehnt EU-Armee kategorisch ab

Großbritannien wird mit allen Mitteln gegen die Errichtung einer EU-Armee kämpfen. Diese sei eine unnötige Kopie der NATO, sagt der britische Verteidigungsminister. Zuletzt hat die EU sehr vernünftige Pläne zu einer Straffung beim Militär vorgelegt. Doch die Briten wollen keine Konkurrenz in Militär-Fragen aus Europa – sie sehen sich als Weltmacht.

Der Umgang mit Nutzerdaten durch Facebook steht in der Kritik. (Foto: dpa)

Der Umgang mit Nutzerdaten durch Facebook steht in der Kritik. (Foto: dpa)

Schutz der Privatsphäre

Behörde will Datentausch von Facebook und WhatsApp stoppen

Die Hamburger Datenschutzbehörde verbietet Facebook, Nutzerdaten seines Tochterunternehmens WhattsApp automatisch zu verwenden. Zuvor hatte der Bundesverband der Verbraucherzentralen WhatsApp wegen der Weitergabe von Kundendaten an den Mutterkonzern Facebook abgemahnt.

In Europa überschreiten Millionen von Autos die EU-Grenzwerte für Stickoxid. (Foto: dpa)

In Europa überschreiten Millionen von Autos die EU-Grenzwerte für Stickoxid. (Foto: dpa)

Über dem Grenzwert

Millionen Autos übersteigen Schadstoff-Grenzwerte in Europa

In Europa werden derzeit etwa 29 Millionen Diesel-Autos gefahren, welche die Schadstoff-Grenzwerte bei weitem übersteigen. Bemerkenswert ist, dass viele Autobauer von der Europäischen Investmentbank vor Jahren Kredite in Millionenhöhe bekamen, um sauberere Autos zu entwickeln.

Graphik: Systemische Risikobeziehungen unter den global systemrelevanten Banken (Graphik: Internationaler Währungsfonds)

Graphik: Systemische Risikobeziehungen unter den global systemrelevanten Banken (Graphik: Internationaler Währungsfonds)

CDS Spreads weiter sich

Vertrauensverlust: Nicht nur die Deutsche Bank wankt

Die Deutsche Bank ist aber beileibe nicht die einzige, sondern nur eine gut sichtbare exponierte Bank in Schwierigkeiten. Am Markt sind Anzeichen eines aufziehenden Vertrauensverlusts zu erkennen. Die Credit Default Swap Spreads weiten sich wieder aus.

Der Chemiekonzern Lanxess plant den größten Zukauf der Firmengeschichte. (Foto: dpa)

Der Chemiekonzern Lanxess plant den größten Zukauf der Firmengeschichte. (Foto: dpa)

Strategische Entscheidung

Chemiekonzern Lanxess vor Milliarden-Übernahme in den USA

Der Kölner Chemiekonzern Lanxess steht vor einer milliardenschweren Übernahme in den USA. Für rund 2,4 Milliarden Euro soll der Rivale Chemtura geschluckt werden. Finanziert werden soll der Schritt durch die Ausgabe von Anleihen sowie durch Barreserven.

Der Brexit-Verhandler der EU-Kommission, Michel Barnier, mit dem Chef der Euro-Gruppe, Jeroen Dijsselbloem. (Foto: dpa)

Der Brexit-Verhandler der EU-Kommission, Michel Barnier, mit dem Chef der Euro-Gruppe, Jeroen Dijsselbloem. (Foto: dpa)

Emanzipation von den USA

Barnier: Gemeinsame Verteidigung der EU ist nicht gegen NATO gerichtet

Der Brexit-Beauftragte der EU-Kommission, Michel Barnier, erklärt im Interview mit den Deutschen Wirtschafts Nachrichten die Strategie der EU zu einer gemeinsamen EU-Armee: Die EU will demnach ihre Verteidigung nicht mehr den USA überlassen. Das Vorgehen sei jedoch nicht gegen die NATO gerichtet. Auch mit den Briten will die EU freundschaftlich zusammenarbeiten.

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