Finanzen

Goldpreis vor dem Absturz? Citi warnt vor Ende der Rekordrally

Der Goldpreis steht auf wackligen Füßen: Nach einem Höhenflug von über 30 % warnt Citigroup vor dem Absturz – kommt jetzt der große Knall am Goldmarkt?
17.06.2025 14:16
Lesezeit: 2 min

Goldpreis auf dem Höhepunkt – doch wie lange noch?

Der Goldpreis, der in den vergangenen Monaten um über 30 Prozent gestiegen ist und ein Allzeithoch erreichte, könnte bald wieder unter Druck geraten. Analysten der Citigroup prognostizieren, dass die Rekordrally zu Ende geht und der Goldpreis bereits in den kommenden Quartalen unter die Marke von 3.000 US-Dollar pro Unze fallen könnte. Das berichtet das Finanzportal Puls Biznesu. Laut einem aktuellen Bericht der Citi-Analysten dürfte das Edelmetall seine spektakuläre Hausse bald beenden; für die zweite Jahreshälfte 2026 wird ein Rückgang auf 2.500 bis 2.700 US-Dollar je Unze erwartet. Die Studienautoren nennen mehrere Faktoren, die den Status von Gold als sicheren Hafen schwächen könnten.

Dreifachschlag gegen das Edelmetall

Der prognostizierte Rückgang könnte durch sinkende Nachfrage von Investorenseite, eine verbesserte globale Wirtschaftslage sowie mögliche Zinssenkungen der US-Notenbank Fed ausgelöst werden. Wie die Analysten betonen, ist ab dem vierten Quartal 2025 mit einer allmählichen Abkehr institutioneller Anleger vom Goldmarkt zu rechnen – sofern das Vertrauen in den weltweiten Konjunkturaufschwung zurückkehrt.

Politische Risiken trieben den Goldpreis

Der Preisanstieg von über 30 Prozent in diesem Jahr wurde unter anderem durch geopolitische Spannungen im Nahen Osten und die handelspolitische Unsicherheit unter Präsident Donald Trump befeuert. Sorgen über das US-Haushaltsdefizit, die Stabilität amerikanischer Vermögenswerte sowie massive Goldkäufe der Zentralbanken zur Diversifizierung ihrer Reserven stützten die Aufwärtsbewegung zusätzlich.

Drei Szenarien – und zwei davon sprechen für fallende Kurse

Die Citigroup skizziert drei Szenarien für die künftige Entwicklung des Goldmarktes. Im Basisszenario – mit einer Eintrittswahrscheinlichkeit von 60 Prozent – dürfte sich der Goldpreis im kommenden Quartal zunächst über 3.000 Dollar je Unze stabilisieren, bevor eine Abwärtskorrektur einsetzt. Im bullischen Szenario (20 Prozent) wäre ein neues Allzeithoch im dritten Quartal 2025 möglich – etwa bei weiter zunehmenden Ängsten vor Handelszöllen, geopolitischen Krisen oder Stagflation. Das bärische Szenario (ebenfalls 20 Prozent) rechnet mit einer deutlichen Korrektur, vor allem dann, wenn Handelskonflikte rasch beigelegt werden.

Trump bringt Unruhe in den Markt

Am Dienstag lag der Spotpreis für Gold bei rund 3.393 US-Dollar je Unze. Der Markt reagierte mit deutlichen Ausschlägen auf zwei Auftritte von Donald Trump – zunächst forderte er die Evakuierung Teherans angesichts der Eskalation im israelisch-iranischen Konflikt, anschließend verließ er überraschend den G7-Gipfel.

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