Wirtschaft

Bauern protestieren gegen niedrige Butterpreise bei Lidl

Mit Traktoren demonstrieren Landwirte in Baden-Württemberg gegen aus ihrer Sicht ruinöse Milch- und Butterpreise. Im Fokus der Kritik steht der Lebensmitteldiscounter Lidl.
15.12.2025 13:02
Lesezeit: 1 min

Rund 100 Traktoren vor Lidl-Zentrale

Mit zahlreichen Traktoren haben Landwirte in Bad Wimpfen (Kreis Heilbronn) rund um die Lidl-Zentrale vor allem gegen die Milch- und Butterpreise des Lebensmitteldiscounters demonstriert. Die Polizei sprach von rund 100 Traktoren. Der Verein „Land schafft Verbindung BW“, ein Zusammenschluss aus Landwirten, wollte sich zunächst nicht auf eine genaue Zahl festlegen.

Butterpreise auf historischem Tief

Butter ist derzeit so günstig wie lange nicht. Die Handelsketten haben die Preise kürzlich erneut gesenkt. Ein 250-Gramm-Stück Deutscher Markenbutter der Eigenmarken kostet inzwischen weniger als einen Euro. Grund dafür sind unter anderem gesunkene Weltmarktpreise für Milch.

Mehr Milch, höherer Fettgehalt

Bei den Molkereien wurde zuletzt mehr Milch angeliefert als im Vorjahreszeitraum, zudem ist der Fettgehalt gestiegen. Bauernvertreter warnen, dass viele Betriebe unter diesen Bedingungen notwendige Investitionen nicht mehr finanzieren könnten.

Bis zu 500 Traktoren angekündigt

Insgesamt hatten die Organisatoren bis zu 500 Traktoren aus ganz Baden-Württemberg vor der Lidl-Zentrale erwartet. Die Polizei warnte wegen der sogenannten Sternfahrt vor möglichen Verkehrsbehinderungen. Nach Angaben der Veranstalter ist eine Mahnwache bis Dienstagnachmittag geplant. Die Bauern werfen Lidl in einer Online-Petition vor, die Butter „zu verramschen“.

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