EU fordert von Banken Vorbereitung auf eine schwere Rezession

Der diesjährige Stresstest für EU-Banken geht von zwei Jahren Rezession aus. Er ist härter als die Tests der Jahre 2010 und 2011. Damals wurden Banken durchgewunken, die dann später doch vom Steuerzahler gerettet werden mussten.

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EU-Beamte bereiten für den im Mai beginnenden Stresstest so negative Szenarien vor wie noch nie. Die negativen Szenarien in den Tests der Jahre 2010 und 2011 wurden von der Realität noch unterboten. Dadurch wurden im Stresstest einige Banken durchgewinkt, die später dennoch gerettet werden mussten.

Die Europäische Bankenaufsichtsbehörde (EBA) und die EZB werden in der kommenden Woche ein ungünstiges Szenarium für den Banken-Stresstest vorstellen. Dieses geht davon aus, dass die Wirtschaft der 28 EU-Staaten stärker hinter den Wachstums-Erwartungen zurückbleibt, als in den Stresstests der Jahres 2010 und 2011 angenommen wurde, zitiert Bloomberg mit der Sache vertraute Personen.

Das Szenarium geht davon aus, dass die Wirtschaft dieses Jahr um 2,2 Prozentpunkte weniger wächst, als von der EU-Kommission erwartet. Im kommenden Jahr rechnet es mit 3,4 Prozentpunkten weniger und für 2016 mit 1,4 Prozentpunkten. Dieser Test geht also von zwei Jahren Rezession aus.

Grundlage für dieses Szenarium ist die Wirtschaftsprognose, welche die EZB im Mai veröffentlich. Diese enthält erstmals auch Schätzungen für das Jahr 2016.

Derzeit geht die EZB von 1,5 Prozent Wachstum in diesem Jahr und 2 Prozent Wachstum im kommenden Jahr aus. Sie erwartet zudem, dass die Arbeitslosigkeit in der EU 2014, 2015 und 2016 um 0,6 Prozentpunkte, 1,3 Prozentpunkte beziehungsweise 1 Prozentpunkt weiter steigt. Im vergangenen Jahr lag die Arbeitslosenquote im Jahresdurchschnitt bei 10,8 Prozent.

Die EZB arbeitet an einer Prüfung von 128 Banken. Sie bereitet sich darauf vor, im November die Aufsicht über die Banken der Eurozone zu übernehmen. Die Begründung ist, dass sie eine Wiederholung der Finanzkrise verhindern soll. Die Prüfung fordert von den Banken, dass ihr Kapital nicht unter 5,5 Prozent der risiko-gewichteten Aktiva fällt.

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