Widerstand in Ferguson: US-Behörden verhaften 90-jährige Holocaust-Überlebende

Bei den Protesten gegen Polizeigewalt in Ferguson ist eine bekannte Überlebende des Holocaust wegen des Widerstands gegen die Staatsgewalt verhaftet worden. Die Polizei hat die 90-jährige Hedy Epstein während einer Demonstration in St. Louis abgeführt, weil sie den Eingang zum Büro des Gouverneurs versperrt habe. Epstein ist eine bekannte Friedens-Aktivistin. Ihre Familie war in Ausschwitz ermordet worden.

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Polizisten nehemn die Friedens-Aktivistin Hedi Epstein fest. (Foto: twitter)

Polizisten nehemn die Friedens-Aktivistin Hedi Epstein fest. (Foto: twitter)

Hedy Epstein bei ihrer Verhaftung in St. Louis: Die Holocaust-Überlebende hatte gegen den Polizeieinsatz in Missouri protestiert. (Foto: Twitpic)

Hedy Epstein bei ihrer Verhaftung in St. Louis: Die Holocaust-Überlebende hatte gegen den Polizeieinsatz in Missouri protestiert. (Foto: Twitpic)

„Viele innige Abschiedsgrüße“ - diese letzte Nachricht hat Hedis Mutter auf dem Weg nach Ausschwitz geschickt. (Foto: hedyepstein.com)

„Viele innige Abschiedsgrüße“ – diese letzte Nachricht hat Hedis Mutter auf dem Weg nach Ausschwitz geschickt. (Foto: hedyepstein.com)

Bei den Protesten gegen Polizeigewalt in Ferguson ist eine bekannte Holocaust-Überlebende verhaftet worden. Die Polizei hat die 90-jährige Hedy Epstein während einer Demonstration in St. Louis abgeführt, weil sie den Eingang zum Büro des Gouverneurs versperrt habe. Epstein hat ihre Eltern in Ausschwitz verloren und ist eine bekannte Friedens-Aktivistin.

Epstein wurde zusammen mit neun weiteren Demonstranten festgenommen, weil sie den Eingang zum Büro des Gouverneurs Jay Nixon in St. Louis versperrt haben sollen. Wie lokale Medien berichten, hat eine Gruppe von etwa 100 Personen friedlich vor dem Gebäude demonstriert.

Epstein ist eine international bekannte Friedens-Aktivistin. Sie setzt sich insbesondere für die Rechte der Palästinenser ein. Fast ihre gesamte Familie wurde während des zweiten Weltkriegs in Konzentrationslagern von den Nazis ermordet. Sie selbst entkam mit einem Kindertransport nach England, wie sie auf ihrer Homepage schildert. Nach dem Krieg half sie den amerikanischen Strafverfolgern bei den Nürnberger Prozessen.

Inzwischen lebt Epstein seit Jahren in St.Louis und hat dort eine internationale Anti-Kriegs-Bewegung namens „Woman in Black“ gegründet. Seitdem der Tod eines schwarzen Teenagers durch Polizisten ihre Wahlheimat in ein Bürgerkriegsgebiet verwandelt hat, geht die 90-Jährige Amerikanerin gegen den Krieg im eigenen Land auf die Straße.


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