Vor Troika-Besuch: Griechische Regierung streitet um Vermögens-Steuer

Die drei Regierungsparteien in Griechenland streiten darum, welche Steuern sie den Griechen auferlegen sollen, um die Vorgaben der Troika zu erfüllen. Doch sie müssen einen Kompromiss finden, denn beim Besuch der Troika wollen sie einheitlich auftreten.

Ihren XING-Kontakten zeigen
linkedin
abo-pic

Am Donnerstag wird die Troika zu Gesprächen mit der griechischen Regierung nach Athen reisen. Dabei wollen Premier Antonis Samaras von der Nea Demokratia und seine Koalitionspartner PASOK und Demokratische Linke einheitlich auftreten. Sie beraten daher, welche Steuern sie den Griechen auferlegen sollen, um die Vorgaben der Troika zu erfüllen.

Finanzminister Giannis Stournaras und die Nea Demokratia wollen eine Notabgabe beibehalten, die mit der Stromrechnung verbunden ist. Diese Abgabe wurde im September 2011 eingeführt.

Doch der Koalitionspartner Demokratische Linke bestehen darauf, dass die Regierung ihr Versprechen einhält und die Notabgabe mit einer einheitlichen Vermögens-Steuer ersetzt. Die Demokratische Linke hat sogar damit gedroht, die Regierung zu verlassen.

Wenn die derzeitige Notabgabe über den Sommer hinaus verlängert wird, dann könnte Parteichef Fotis Kouvelis die Griechen dazu auffordern, die Zahlung der Abgabe einfach zu verweigern. Dies haben Mitglieder seiner Partei bereits getan.

Auch die Sozialdemokraten (PASOK) unter Evangelos Venizelos wollen die Notabgabe durch eine „fairere Steuer“ ersetzen, berichtet Kathimerini. Premier Samaras ist verärgert darüber, dass seine beiden Koalitionspartner die Zustimmung der Troika gefährden.

*** Für PR, Gefälligkeitsartikel oder politische Hofberichterstattung stehen die DWN nicht zur Verfügung: Unsere Prinzipien: Kritische Distanz zu allen und klare Worte. Das gefällt natürlich vielen nicht: Der Bundesregierung, den EU-Behörden, den Netzwerken der Parteien, den Lobbyisten, Medien unter staatlicher Aufsicht, verschiedenen Agitatoren aus dem In- und Ausland. Diese Player behindern uns nach Kräften und attackieren unser Geschäftsmodell.

Daher bitten wir Sie, liebe Leserin und Leser, um Ihre Unterstützung: Sichern Sie die Existenz der DWN!

Hier können Sie sich für einen kostenlosen Gratismonat registrieren. Wenn dieser abgelaufen ist, erhalten Sie automatisch eine Nachricht und können dann das Abo auswählen, das am besten Ihren Bedürfnissen entspricht. Einen Überblick über die verfügbaren Abonnements bekommen Sie hier. ***


media-fastclick media-fastclick