Elektrischer Einkaufswagen für Großeinkäufe

Ein israelischen Erfinder hat einen Einkaufswagen entworfen, der selbst bei großen Vorratskäufen leicht zu bewegen ist. Dazu wird der Wagen mit einem Elektromotor ausgestattet. So sollen gerade älteren Menschen im Supermarkt entlastet werden.

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Der Israeli Avraham Hagay hat vor kurzem seine neueste Erfindung im Technik- und Wissenschaftsmagazin Gizmag vorgestellt. Dabei handelt es sich um einen Einkaufswagen, der mit einem kleinen Elektromotor ausgestattet wurde. Vor allem älteren Menschen soll das Einkaufen so einfacher gestaltet werden.

Die Idee dazu hatte der Elektro-Ingenieur, als er in seinem Heimatort einkaufen war. Dabei fiel ihm auf, wie schwer sich vor allem ältere Menschen damit tun, einen vollen Einkaufswagen quer durch die Gänge des Supermarkts und über den Parkplatz zu schieben. Doch auch junge Frauen, die den Einkauf für die ganze Familie erledigen, haben immer wieder Probleme mit vollen Wagen. Häufig müssen sie sich mit ihrem ganzen Körpergewicht gegen den Wagen stemmen, um ihn irgendwie in Bewegung zu versetzen.

Auf den ersten Blick gibt es keinen Unterschied zu einem herkömmlichen Einkaufswagen. Erst beim genaueren Hinschauen wird über dem hinteren, linken Rad ein kleiner Kasten und eine Box deutlich. Beide sind direkt unter dem Warenkorb angebracht. Darin verbirgt sich die Technik, die Hagays Wagen antreibt.

Nachdem sich der Ingenieur einige Zeit den Kopf zerbrach, wie er das Problem zu schwerer Einkaufswagen lösen könnte, entwarf er einen ersten Prototyp. Dabei handelte es sich letztlich um einen Einkaufswagen, bei dem ein Rad mit einem kleinen Elektromotor ausgestattet wurde. Bei den ersten Tests zeigte sich jedoch schnell, dass sein Entwurf zu schwer war. Außerdem lies das Handling des Wagens stark zu wünschen übrig.

Hagay lies sich dadurch jedoch nicht entmutigen und tüftelte weiter. Er entwarf eine Konstruktion, die den Motor und ein Rad beinhaltete. Sein entworfener Antrieb war somit nicht mehr auf die Räder des Einkaufswagens angewiesen, sondern ersetzte eines davon. Außerdem fügte er eine wieder aufladbare Batterie, einen Geschwindigkeitsregler und einen Schaltkasten hinzu.

Doch auch beim zweiten Versuch gab es Probleme. War der Wagen leer, wurde er vom Motor zu stark beschleunigt. So ließ er sich nicht nur schlecht bedienen, sondern stellte auch ein Verletzungsrisiko dar. Die Lösung: ein Geschwindigkeitsregler. Über den Schaltkasten ist es dadurch möglich, die Geschwindigkeit zu regeln. Bis zu zehn Kilometer pro Stunde lassen sich einstellen. Außerdem sorgt der Geschwindigkeitsregler für eine gleichmäßige Beschleunigung.

Dieser Regler ist am Griff angebracht. Dadurch lässt sich die Geschwindigkeit, ähnlich wie bei einem Motorrad, durch Drehbewegungen ändern. Direkt daneben, mittig am Wagen, befindet sich der Schaltkasten, an dem sich die aktuelle Ladung der Batterie ablesen und der Motor ein- und ausschalten lässt.

Die notwendige Energie bezieht der Elektromotor aus zwei 12 Volt Batterien, die in Reihe geschaltet sind. Somit wird eine Gesamtspannung von 24 Volt erreicht. Jede Batterie ist mit einer Ladung von fünf Amperestunden ausgestattet. Sie liefern dem Motor genügend Energie, um bis zu 120 Kilogramm zu bewegen, mehr als genug für einen Wocheneinkauf.

Laut Hagay reichen die Batterien für etwa 13 Kilometer. Er schätzt, dass eine Ladung somit für etwa zwei Tage reicht. Da die Batterien herausgenommen und ausgetauscht werden können, muss der Wagen während der Aufladung nicht stehen bleiben.

Der große Vorteil der Konstruktion: Interessierte Ladenbesitzer müssen sich die Wagen nicht neu anschaffen. In den meisten Ländern sind Einkaufswagen ähnlich konstruiert, wodurch der Antrieb ohne große Probleme übernommen werden kann. Wo das nicht möglich ist, könne die Technik so umgebaut werden, dass ein nachträglicher Einbau möglich wird.

Bisher hat Hagay noch keinen Investor für seine Idee gefunden. Allerdings steht er in gutem Kontakt mit einem israelischen Importeur von Einkaufswagen. Dieser stellte seine Erfindung einigen größeren Supermarktketten im Land vor, die überwiegend interessiert sind. Gerade ältere Kunden, aber auch Angestellte, die die Wagen für das Einräumen der Regale nutzen, könnten von der Technik profitieren. Nicht zuletzt deshalb ist Hagay optimistisch, schon bald finanzkräftige Interessenten für seine Idee zu finden.

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