Tisch mit Wärmespeicher spart Heizkosten

Ein neuer Speicherstoff macht aus einem Tisch einen Wärmespeicher. Das Material nimmt tagsüber Wärme auf und gibt sie nachts wieder ab. Damit lassen sich laut Hersteller sowohl Heiz- als auch Kühlkosten um ein bis zwei Drittel senken.

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Der energiesparende Tisch wurde auf der Mailänder Design Week vorgestellt. (Foto: Via 2015 © photo Colombe Clier)

Der energiesparende Tisch wurde auf der Mailänder Design Week vorgestellt. (Foto: Via 2015 © photo Colombe Clier)

Während der Milan Design Week präsentierten zwei Designer einen energiesparenden Tisch. Raphaël Ménard und Jean-Sébastien  Lagrange. Außen besteht der Tisch aus Eiche, unter der Tischplatte befinden sich ein Latentwärmespeicher (PCM) und eine gewellte, eloxierte Aluminiumplatte.

Steigt die Temperatur auf über 22 Grad  schmilzt das Wachs im PCM, und die Latentwärmespeicher nehmen Wärme auf. Das Wachs verbraucht beim Schmelzprozess viel Wärme, erwärmt sich aber nicht selbst.  Fällt die Temperatur, erstarrt das Wachs und Wärme wird freigesetzt.

Das gewellte Aluminium unterstützt den Prozess. Aluminium ist ein guter Wärmeleiter und die gewellte Oberfläche erhöht die Gesamtoberfläche und fördert damit den Wärmeaustausch im Inneren des PCM-Material.

„Die Eichenoberfläche haben wir aufgrund ihrer ästhetische und thermischen Eigenschaften ausgewählt“, sagteL agrange Dezeen.com. Eiche ist ein guter Dämmstoff.

Mit diesen Eigenschaften soll der Tisch die Kühlenergie um bis zu 30 Prozent und die Heizenergie um bis zu 60 Prozent senken können. Das Verfahren funktioniert allerdings nur, wenn es zwischen Tag und Nacht einen deutlichen Temperaturunterschied gibt und der Tisch nicht in bereits isoliertem Raum eingesetzt wird.

Auch BASF nutzt diese Technologie. Das Unternehmen bietet mit Micronal® PCM einen mikroverkapselten Wärmespeicher. Dieser basiert auf Paraffinwachs. „Die Mikrometer kleinen Kügelchen des Latentwärmespeichers Micronal® PCM lassen sich gut in Standardbaumaterialien wie Gips und Zement einarbeiten und wirken dort jahrzehntelang als Wärmepuffer“, so das Unternehmen.

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