Deutschlandradio diffamiert DWN: Bitte unterstützen Sie uns!

Das Deutschlandradio hat versucht, die DWN zu diffamieren - mit einer glatten Fälschung. Bitte unterstützen Sie die Unabhängigkeit der DWN mit einem Abonnement.

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Der Rundfunkbeitrag wird auch zur Produktion von Fake-News verwendet. (Foto: dpa)

Der Rundfunkbeitrag wird auch zur Produktion von Fake-News verwendet. (Foto: dpa)

Die Zeitung der Zukunft? (Foto: dpa)

Die Zeitung der Zukunft? (Foto: dpa)

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Die Maßnahme ist notwendig, weil der deutsche Medien-Markt durch die massive Präsenz der öffentlich-rechtlichen Sender verzerrt wird. Die Sender verfügen über einen jährlichen Etat von 8 Milliarden Euro aus einer verpflichtenden Haushaltsabgabe. Die DWN mussten vor kurzer Zeit zur Kenntnis nehmen, dass Rundfunkgebühren nicht nur fürs Programm, sondern auch zur Denunziation anderer Medien verwendet werden. In einem Beitrag, in dem das Deutschlandradio völlig unkritisch über den Boykott-Aufruf eines Mitarbeiters von Scholz & Friends gegen zahlreiche Websites berichtet hat, denunzierte das Deutschlandradio auch die DWN – auf allerdings ungewöhnlich plumpe Weise: Das Deutschlandradio hat ganz dreist ein Zitat gefälscht, um die DWN zu diffamieren. Dagegen sind wir rechtlich vorgegangen und haben eine einstweilige Verfügung beim Landgericht Berlin erwirkt, mit der dem Deutschlandradio unter Androhung eines Ordnungsgeldes von bis zu 250.000,00 Euro untersagt wird, die Falschmeldung weiter zu verbreiten.

Es ist schon grotesk: Gelder aus dem Rundfunkbeitrag werden verwendet, um Zitate zu fälschen.  Wirtschaftlich bedrohlich ist eine solche Aktion eines öffentlich-rechtlichen Senders für die DWN im Zusammenhang mit einem Bericht über die Werbewirtschaft.

Die Lage ist deshalb so kritisch, weil Facebook in rasantem Tempo die wirtschaftliche Grundlage von kritischen und unabhängigen Medien zerstört. US-Plattformen wie Facebook und Google haben das klassische Werbemodell weitgehend außer Kraft gesetzt. Das hat mehrere Gründe.

Die US-Konzerne schöpfen schon jetzt den größten Teil des Wachstums in der Online-Werbung ab. Facebook und Google kennen keine Trennung von Werbung und redaktionellen Inhalten. Aufgrund ihres undurchschaubaren Systems von „Algorithmen“ sind sie in der Lage, ihre Leser hemmungslos zu manipulieren und sich vielen kommerziellen und politischen Interessenten als „Werbeplattform“ anzubieten. Das kommt vielen Unternehmen zugute: Sie können ihre Werbebotschaften in scheinbar unverdächtige Postings verstecken oder sich bei Google in den Suchergebnissen nach oben manipulieren. Davon machen nach Informationen der Deutschen Wirtschafts Nachrichten auch die öffentlich-rechtlichen Sender massiv Gebrauch. In der Praxis heißt das: Rundfunk-Gebühren aus Deutschland gehen an US-Konzerne, damit die öffentlich-rechtlichen Medien in den Suchergebnissen vor den unabhängigen Medien stehen.

Ein weiterer Trend besteht darin, dass gekaufte Medien den rein journalistischen Medien direkt Konkurrenz machen. So ist die Werbeagentur WPP beim US-Magazin Vice eingestiegen. Dadurch hat die WPP die Möglichkeit, ihre Werbekunden auf ihr eigenes „Produkt“ umzuleiten. WPP wiederum ist die Muttergesellschaft der Werbeagentur Scholz & Friends – die Agentur ist in den vergangenen Tagen in Verruf geraten, weil einer ihrer Mitarbeiter kritische Websites wie jene von Henryk Broder oder Roland Tichy denunziert hat. Broder hat dem Vernehmen nach erhebliche Anzeigenumsätze verloren.

Das Geschäftsmodell vieler Alternativ-Medien kommt für die DWN nicht in Frage: Sie finanzieren sich, indem sie Texte als verkaufsfördernde Maßnahmen für Bücher, Magazine, Events oder politischen Aktivismus verkaufen. Auch viele NGOs machen scheinbar journalistische Angebote, um darüber ihr Kerngeschäft – politische Kampagnen – zu fördern.

Twitter, Facebook und Google bieten allen möglichen Interessensgruppen zahlreiche Möglichkeiten der Desinformation und der Manipulation: Geheimdienste, Lobbyisten, Parteien, Unternehmen, Verbände, Staaten und Spekulanten betreiben Accounts, die scheinbar informieren, tatsächlich jedoch der blanken Manipulation dienen. Auch dieses Modell zerstört das klassische Werbemodell, weil es für ein Unternehmen heute leicht möglich ist, über einen scheinbar „journalistischen“ Kanal das Feld für kommerzielle Interessen zu bereiten.

Diese Entwicklung hat zu einem dramatischen Rückgang der Online-Werbung bei allen kritisch-journalistischen Produkten geführt. Es ist für den Werbetreibenden billiger und effizienter, sein Publikum über verdeckte Kanäle anzusprechen.

All diese Umstände stellen die Medien – und es betrifft beileibe nicht nur die DWN – vor die zentrale Frage: Gibt es eine Nachfrage für unser Angebot? Wir richten diese Frage ganz offen an Sie, liebe Leserinnen und Leser: Sie sind die einzigen, die wirklich ein Interesse an einer gedeihlichen Zukunft der DWN haben – und zwar ausdrücklich als Medium, das kritisch und völlig unabhängig berichtet. Vor dem Hintergrund der oben beschriebenen Präsenz von PR, Spin-Doktorei und Desinfomation ist die kritische und unabhängige Berichterstattung noch aufwändiger geworden: Alle wichtigen Dokumente im Finanzsektor sind auf Englisch. Die meisten EU-Papiere sind im EU-Englisch. Über den Syrien-Krieg kann man nur berichten, wenn man arabische und türkische Quellen im Original lesen kann. Für eine fundierte Europa-Berichterstattung muss man 27 Sprachen beherrschen – und nicht nur das: Man muss ein Team vorhalten, das mit dem politischen und kulturellen Kontext dieser Länder vertraut ist, um richtig einordnen zu können, was die sprachlichen Botschaften faktisch bedeuten.

Diese Kosten entstehen meist in Bereichen, für die es weder Werbung noch politische Unterstützung gibt: Wer will schon Artikel über Geopolitik, Zentralbanken, Rohstoffe, Krieg, Korruption, Täuschung und Manipulation finanzieren? Kerngeschäft der DWN sind genau diese Themen an der Schnittstelle zwischen Wirtschaft und Politik. Wir bearbeiten keine belanglosen Themen, bei denen mal gelegentlich unauffällig etwas Schleichwerbung unterbringen kann.

Wir wollen an dieser Stelle ganz offen sein: Nur Sie, liebe Leserinnen und Leser, können die Zukunft der DWN sichern. Es ist eine Art publizistisches Referendum, dem wir uns unterziehen: Wir fragen Sie, ob Ihnen die DWN 7,99€ im Monat wert sind. Das Ergebnis ist offen. Es liegt in der Natur der Marktwirtschaft, dass es nicht in unserem Ermessen steht, das Ergebnis dieses Referendums zu akzeptieren oder nicht. Finden sich nicht genug Abonnenten, dann gibt es eben auch keinen Markt für die DWN. Halten jedoch ausreichend Leser die DWN für eine wichtige Stimme in Deutschland, versetzen Sie uns mit Ihrem Abo in die Lage, diese Stimme kraftvoll zu erheben. Eine Demokratie braucht freie und unbestechliche Medien. Um nichts weniger geht es.

Wir bitten Sie sehr herzlich um Ihre Unterstützung.

Die Redaktion

*** Für PR, Gefälligkeitsartikel oder politische Hofberichterstattung stehen die DWN nicht zur Verfügung. Daher bitten wir Sie, liebe Leserin und Leser, um Ihre Unterstützung! Hier können Sie sich für einen kostenlosen Gratismonat registrieren. Wenn dieser abgelaufen ist, erhalten Sie automatisch eine Nachricht und können dann das Abo auswählen, das am besten Ihren Bedürfnissen entspricht. Einen Überblick über die verfügbaren Abonnements bekommen Sie hier. ***